:::G8 – “Heiligendamm-Bruch”:::
In Europa hätte ich mir solche Bilder nicht mehr vorstellen können. Der G8-Gipfel, der dieses Wochenende in Heiligendamm stattfindet hat schon im Vorfeld eine Menge zu reden gegeben. Dies vor allem wegen der komplett unverhältnismässigen Sicherheitprozedere, welche unter Anderem auch Geruchsproben bei petentiell “gefährlichen” DemonstrantInnen abgenommen werden sollten.
Die Staatsoberhäupter müssen sich mit fünf Meter hohen Drahtzäunen vor dem Volk schützen, von welchem sie doch demokratisch gewählt wurden. Insgesamt ergibt dieser Anlass in Deutschland ein seltsames Bild auf die 8 Mächtigen der Welt.
Bilder via Lupe (die Meisten stammen von der Deutschen welle)
Tatasächliche erinnern mich die Bilder an Abschottungen der Israelis gegen die Palästinenser oder die Amerikaner gegen die Mexikaner. Ich hoffe, dass , möglichst viele DemonstrantInnen ein Zeichen gegen diese total fehlgeleitete Politik setzen können.
Ich bin der Meinugm, dass mit einer solchen Aktion die deutsche Politikelite besser keine andere Länder wegen ihrer nicht immer nur demokratischen Handlungsweise kritisiert.
Links zum Thema:
- G8 ofiziell (kein einziges Bild von Demonstranten auf der Frontpage!!!)
- G8 -Xtra
- G8 Indymedi.de
- Heiligendamm 2007
Der Gedankenbörsen-Blog wird von R.Wiedenmeier (Schweiz/Kasachstan) geschrieben.
3. Juni 2007 um 13:58
Naja irgendwo find ich es schon richtig das Sie das Hotel schützen mußten vor den Demonstranten,…ich hab ja heut schon im Radio gehört was dort los war:neutral:. Wenn Sie das Hotel wo der G8 Gipfel stattgefunden hat…nicht geschützt hätten…werweiß was dann alles passiert wäre…das muß ja nicht sein. Man weiß ja nie wozu die Demonstranten fähig sind.
3. Juni 2007 um 14:20
@Rehauge: Ich bin ja kein Deutscher, kenne somit auch nicht die gesamte Debatte. Fragwürdig finde ich das Ausmann des Schutzes, und den Punkt welchen ich angesprochen habe, dass das vermittelte Bild dasjenige ist, dass sich die PolitikerInnen vor dem Volk, welches sie demokratisch gewählt hat schützen müssen.
Das finde ich schade. Ich habe heute auch gehört, welches Ausmass an Zerstörung die gestrige Demonstration und die anschliessenden Krawalle mit sich gebracht haben. Das verurteile ich aufs Stärkste, wenn Menschen bei solchen Aktionen zu Schaden kommen. Gleichzeitig ist es aber auch ein Alarmsignal für die Gesellschaft und die Regierung, dass da etwas nicht merh in Ordnung ist und dringender Handlungsbedarf besteht.
Und garantiert kein weiteres Aufrüsten an Polizei und Sicherheitskräften, denn gerade dies provoziert das Volk.
5. Juni 2007 um 20:40
Richtig ist, dass mit den Ausschreitungen von Chaoten weitere Gesetzesverschärfungen begründet werden können.
Ob die Werteordnung des Grundgesetzes aber von Chaoten oder von Politikern zerstört wird, ist eine ganz andere Frage.
7. Juni 2007 um 12:23
@Rafael: Was meinst Du hier mit Volk? Ich habe jedes Jahr mit den sogenannten Globalisierungsgegner zu tun. Lebe im Bündnerland und kann bekräftigen das drei viertel der Demonstranten null Ahnung von Politik und von den Globalisierungsthemen haben. Und meiner Meinung nach auch das Volk nicht so grosses Interesse an diesem Thema zeigt, wie die extreme linke. Tschuldigung, jemand der bekifft demonstrieren geht, hat bei mir nichts zu melden und genau dies sieht man jedes Jahr in Chur (wo ja die Demonstrationen stattfinden, seit die Regierung Davos abgeschottet hat). Irgenwelche Punks, die null Ahnung haben und einfach dabei sind, um die Wände unserer schönen Hauptstadt zu beschmutzen oder irgendwelche Auto zu beschädigen. Von mir aus könnte der Kanton Graubünden jedes Jahr einen zehn Meter hohen Zaun um den ganzen Kanton ziehen, wenn wir dann nur Ruhe von diesen Chaoten hätten, die nichts besseres zu tun haben, als unsere schwer erarbeitete Habe zu beschädigen.
7. Juni 2007 um 13:16
@Oli: Mit Volk meine ich die jeweilige Bevölkerung, welche ihre Regierung demokratisch gewählt hat. Also die Deutsch die Merkel.
Deine Argumaentation zum Thema Globalisiserungskritiker und Chaoten kann ich verstehen und zum Teil auch unterstützen. Die Problematiken in diesen Angelegenheiten sind vielschichtig. Tatsächlich aber ergeben sich keine so einfachen Lösungen. Ich selber habe vor Jahren an den ersteh Demonstrationen in Davos gegen das WEF teilgenommen, fühlte mich aber in diesem von einerseits Polizeikontrollierten Gebiet und andererseits Links-chaotischen Gemenge unwohl.
Wichtig finde ich einen Widerstand gegen die Auswüchse der Globalisierung, aber Gewalt und Zerstörung unterstütze ich nicht!