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Willkommen beim Gedankenbörsen-Blog

Der Gedankenbörsen-Blog besteht seit 2006. Aktuell ist ein Schwerpunkt die bauliche Veränderung in Zürich, aber auch anderen Gegenden der Schweiz.


Glarus

Der Kanton Glarus ist ein schönes Ziel, um sich auszuruhen von der hektischen Stadt / und Arbeitswelt. Er ist ein Pionierkanton der Industrialiserung und beherbergt eine wunderbare Bergwelt.


Almaty (Kasachstan)

In drei Jahren Aufenthalt sammelten sich so einige eindrückliche fotografische Dokumente. Ein Teil davon ist in den Archiven des Blogs einzusehen, Weitere Aufnahmen findet man auf

Fraktal-Design

Architektur Experimente

Bauexperimente wie sie in der Schweiz nicht zu sehen sind! Ein mehrstöckiges Architekturexperiment in der grössten Metropole Kasachstans, einer aufstrebenden Stadt.


Good bye Lenin!

Die Überbleibsel des Sowjetimperiums üben eine grosse Faszination aus. Der Gedankenbörsen-Blog widmet sich oft dieser Faszination und Sammelt Sowjet Relikte!

15. Februar 2009

:::Ernst Lubitsch – Ich möchte kein Mann sein:::

Geschrieben von R.Wiedenmeier in film

Den Film mit dem Titel “Ich möchte kein Mann sein” aus dem Jahre (D 1918, Stummfilm) hab ich vor ein paar Tagen gesehen. Selber zähle ich mich nicht zu den grossen Fans Schwarz-Weissen Kinos, es ist aber doch faszinierend, diese bewegten Bilder aus dem, Jahre 1918 zu sehen.

lubitsch_450

-

Originell bei diesem Film ist auch das Thema Geschlechterrollen und Emanzipation dargestellt.

Hier kann man sich ein paar Screenshots vom beschriebenen Film ansehen:

Links zum Thema:

5 Kommentare

  1. #1
    ZAF
    16. Februar 2009 um 22:48

    Kann ich gar nicht verstehen, was man gegen s/w-Filme haben kann.
    Farbfilme sind doch so langweilig anzusehen :-)

    Stummfilme sind mir allerdings auch oft zu anstrengend, da erstens die Erzählweise doch eine andere ist, und man auch dem Film selbst mehr Aufmerksamkeit widmen muß als einem Tonfilm, um keine Zwischentafel oder Interaktion der Schauspieler zu verpassen.

    Aber frühe Tonfilme der pre-Code-Ära finde ich viel interessanter als moderne Farbfilme.

  2. #2
    Stummfilm-Blog
    18. Februar 2009 um 23:20

    Presse- und Blogschau…

    Prinz Achmed zurück in Berlin
    (dvdbiblog, 05.02.2009)
    Über Die Abenteuer des Prinzen Achmed auf den Berliner Filmfestspielen.
    The Story of the Kelly Gang
    (dvdboblog, 09.02.2009)
    Über eine neue DVD-Ausgabe des restaurierten Films.
    St…

  3. #3
    R.Wiedenmeier
    19. Februar 2009 um 06:03

    @ZAF: Welche Filme der pre-Code-Ära empfiehlst du zum Beispiel?

  4. #4
    ZAF
    19. Februar 2009 um 10:49

    Da gibt’s einige…der beliebteste pre-Code-Film dürfte wohl Baby Face ( http://www.imdb.com/title/tt0023775/ ) mit Barbara Stanwyck von 1933 sein. Von dem Film tauchte vor einigen Jahren auch eine relativ unzensierte Version auf, die im Vergleich zur geschnittenen Version sehr schön zeigt, was den Zensoren damals mißfiel.
    Barabara spielt darin die Tochter eines Schwarzbrenners, die er in seiner Flüsterkneipe anschaffen schickt. Nachdem ebendieser Vater während eines Brandunfalls stirbt, macht sich Barbara auf nach NY, um sich dort hochzuschlafen (“She climbed the ladder of success – wrong by wrong!”) und hat auch kein Problem damit, mit einem Bahnangestellten Sex zu haben, um nicht aus dem Zug nach NY rausgeschmissen zu werden.

    Dann gibt’s noch Employees’ Entrance ( http://www.imdb.com/title/tt0023986/ ). Auch von 1933. Hier erhält man einen Einblick in ein riesiges Kaufhaus zu Zeiten der Depression (die Thematik ist auch heute wieder aktuell) und wie Loretta Young so einiges macht, um einen Job im Kaufhaus zu erhalten. Bemerkenswert ist aber vor allem Warren William als Leiter des Kaufhauses, der den kalten Kapitalisten, der quasi über Leichen geht (“When a man outlives his usefulness, he ought to jump out a window. “), gnadenlos gut spielt. Ach ja, Sex gibt’s auch noch…Warren macht Loretta auf einer Party sehr betrunken, um sie dann im Penthouse des Kaufhauses quasi zu vergewaltigen. Das sieht man natürlich nicht, aber man kann es sich denken…

    Und dann wäre da noch Jewel Robbery ( http://www.imdb.com/title/tt0023074/ ) mit Kay Francis und William Powell, der Film ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Powell als eleganter Dieb erstens die Sympathiefigur ist und zweitens “lustige” Zigaretten verteilt. Damals war Marihuana wohl noch nicht illegal in den USA.

    Und wo wir gerade bei William Powell sind, High Pressue von 1932 ist absolut sehenswert ( http://www.imdb.com/title/tt0023007/ ). Die Thematik ist zwar weniger pre-Code, dafür aber ein Meer aus Lügen und Intrigen, um Anleger hinters Licht zu führen und an deren Geld zu kommen (irgendwie ein immer aktuelles Thema).

    Mehr pre-Code wären dann noch Safe In Hell von 1931 ( http://www.imdb.com/title/tt0022335/ ), The Barbarian von 1933 ( http://www.imdb.com/title/tt0023778/ mit Myrna Loy, die von Ramon Novarro schon mal ausgepeitscht wird) und The Mask Of Fu Manchu von 1932 ( http://www.imdb.com/title/tt0023194/ ). The Mask erscheint, wenn man die politisch-korrekte Brille aufhat zwar etwas sehr rassistisch gegenüber den Asiaten (“You yellow beast!”), betrachtet man den Film aber mehr als überlebensgroßen Comic, dann macht er verdammt viel Spaß und in welchem alten Hollywood-Film kommen schon fiese Foltermethoden vor, eine Auspeitschszene mit Myrna Loy (hier läßt sie mal peitschen), Opiumhöhlen, ein durchgeknallter Doktor, der nach der Weltherrschaft strebt (“Then kill the white men… and take their women! “) und der skrupellose Experimente an einem Engländer durchführt, der dann Myrnas willenloser Liebessklave werden wird…und das alles in einer guten Stunde Film.

  5. #5
    R.Wiedenmeier
    19. Februar 2009 um 11:08

    @ZAF: Riesigen Dank für die Arbeit und Recherche!!! Muss nur einen Weg finden, wie ich die Filme auch schauen kann, das Internet hier ist nicht so schnell wie in Europa – beziehungsweise wenn man dieselbe Geschwindigkeit will, bezahlt mann 2000$ pro Monat!

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