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Willkommen beim Gedankenbörsen-Blog

Der Gedankenbörsen-Blog besteht seit 2006. Aktuell ist ein Schwerpunkt die bauliche Veränderung in Zürich, aber auch anderen Gegenden der Schweiz.


Glarus

Der Kanton Glarus ist ein schönes Ziel, um sich auszuruhen von der hektischen Stadt / und Arbeitswelt. Er ist ein Pionierkanton der Industrialiserung und beherbergt eine wunderbare Bergwelt.


Almaty (Kasachstan)

In drei Jahren Aufenthalt sammelten sich so einige eindrückliche fotografische Dokumente. Ein Teil davon ist in den Archiven des Blogs einzusehen, Weitere Aufnahmen findet man auf

Fraktal-Design

Architektur Experimente

Bauexperimente wie sie in der Schweiz nicht zu sehen sind! Ein mehrstöckiges Architekturexperiment in der grössten Metropole Kasachstans, einer aufstrebenden Stadt.


Good bye Lenin!

Die Überbleibsel des Sowjetimperiums üben eine grosse Faszination aus. Der Gedankenbörsen-Blog widmet sich oft dieser Faszination und Sammelt Sowjet Relikte!

29. Juli 2010

Glarus – Die kleinste Hauptstadt der Schweiz

Geschrieben von R.Wiedenmeier in fotografie, schweiz
fotos by r.wiedenmeier

Ein Besuch in Glarus, der kleinsten Hauptstadt der Schweiz lohnt sich. Auch wenn man selber nicht aus dem Kanton Glarus stammt. Bei schönem Wetter kann man auf einen der Hügel am Stadtrand spazieren und hat einen prächtigen Blick auf Stadtkern und den alles überragenden Glärnisch. Die Glarnerinnen und Glarner sind ein spezielles Völkchen mit einer schönen Sprache und sie versuchen noch Traditionen aufrecht zuhalten – was in den aktuellen Zeiten nicht immer so einfach ist.

Man kann Glarus problemlos in einem Tag abwandern. Sehenswert sind die Kirche, das Kunstmuseum und der Landsgemeindeplatz, wobei Letzterer wenn keine Landesgemeinde stattfindet vor allem ein grosser Parkplatz ist.

Alle hier gezeigten Fotos sind käuflich und auf der Webseite www.wiedenmeier.ch befindet sich das Stock-Foto Archiv.

9 Kommentare

  1. #1
    Stuephi
    29. Juli 2010 um 12:55

    Ist Appenzell nicht noch etwas kleiner als Glarus?
    Aber spätestens nach den Gemeindefussionen ist das Thema sowieso gegessen…. *ggg*

  2. #2
    R.Wiedenmeier
    29. Juli 2010 um 13:18

    @Stuephi: Das mag stimmen. Ich war nie in Appenzell und kann es darum schlecht vergleichen. – Ist aber schon schön, dass es noch so ‘intakte’ kleine Welten wie das Glarnerland gibt :grin:

  3. #3
    Harald Jenk
    30. Juli 2010 um 09:22

    Ich habe auch gute Erinnerungen an einen Besuch in Glarus während einer Velotour. Kriegte im besten Hotel der Stadt für lediglich 100 Fr. ein riesengrosses Zimmer. Der Besuch liegt allerdings auch 15 Jahre zurück. Heute finde ich es toll, wie der Kanton Glarus vorausgeht und seine kommunalen und kantonalen Strukturen modernisiert. Er ist damit ein Vorbild für den Rest der Schweiz.

  4. #4
    R.Wiedenmeier
    30. Juli 2010 um 13:39

    @Harald Jenk: Danke für Ihren Kommentar. Das seh ich prinzipiell auch so, mit der Gemeindeentwicklung, dass das ein Richtiger Schritt ist. Parallel aber gibt es im Kanton viele Probleme mit der Abwanderung, der Überalterung und fehlenden Visionen bezüglich Attraktivität für Tourismus und Wirtschaftsinvestitionen.

  5. #5
    Stuephi
    31. Juli 2010 um 08:40

    Zumindest das Glarner Hinterland bzw. Glarus Süd. Glarus Nord wächst ja munter weiter. Und aus wirtschaftlicher Sich jammern die Leute da auch auf hohem Niveau, unglaublicherweise ist das GLland in Sachen Lebensqualität und auch bei realen Vergleichen der frei verfügbaren (Geld-)Mittel immer in den eresten Positionen, schweizweit gesehen.
    (Tiefe Arbeitslosigkeit, hohe Einkommen, günstige Mieten. Nicht mal die etwas höheren Steuern mögen da gross was zu ändern)
    Und wieso eine weitere riesige Tourismusdestination basteln, da besteht wohl schweizweit nicht gerade ein riesiger Bedarf?
    Aus rein infrastruktureller Sicht wäre das einzig richtige alle diese (Hinterländer-)Kuhdörfer zuzumachen und da ein Naturschutzgebiet zu machen…..
    Sollte man vielleicht auch mal an einer Langsgemeinde vorschlagen. *ggg*

  6. #6
    R.Wiedenmeier
    31. Juli 2010 um 09:35

    Wo wächst denn das Glarner Hinterland? Aktuell wird ein grosser Staudamm gebaut, da sinkt die Arbeitslosigkeit kurzfristig – aber sonst? Ansonsten stimmt das mit den Mieten und Steuern.

    Bezüglich Tourismus meinte ich eher die Reaktivierung des Tourismusorts Braunwald, obschon nach den letzten Zeitungsberichten da wohl niemand viel Geld investieren möchte.
    http://www.nzz.ch/nachrichten/.....20661.html

    Einverstanden, – der erste Kuhdorf Nationalpark der Schweiz. Hauptattraktionen ‘Kleinstbauern + Bergbauern in ihrer natürlichen Umgebung’

  7. #7
    Stuephi
    1. August 2010 um 21:47

    Wer sagt denn dass das Glarner Hinterland wächst? :neutral:
    Und die Arbeitslosigkeit war da ja wirklich nie ein Problem.

  8. #8
    Simon Gerber, Humankonzept
    1. Oktober 2010 um 21:55

    Ob das, was im Kanton Glarus zusammenfusioniert worden ist, vorbildlich ist oder nicht, wird die Zukunft zeigen.
    Interessant zu sehen ist jedenfalls, welche Philiosophie dem Ganzen zugrunde liegt, welches Verständnis gegenüber unseren über Jahrhunderte gewachsenen föderalen Strukturen, dieses Fusionsprojekt ermöglicht und geformt hat. Es lohnt sich, da etwas geanuer hinzuschauen. Ich habe mir diese Mühe gemacht.

    Jedenfalls bestehen zur Fusionitis Alternativen. So sind zum Beispiel die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Gemeinden und einzelnen Teilen von Gemeinden bei Weitem nicht ausgeschöpft. (Es geht nicht nur um Quantität sondern hier vor allem um Qualität.)

    Wie Gemeinden sich entwickeln können, auch kleinste Gemeinden, ist zum Beispiel hier in einem spannenden Bericht aus einem Dorfentwicklungsprojekt zu lesen, erscheint diesen Oktober als Buch: “Leben und Entwicklung im Dorf”.
    http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-934-9

  9. #9
    R.Wiedenmeier
    3. Oktober 2010 um 17:42

    @Simon Gerber: Danke für die Infos. Ich selber bin immer skeptisch bei Fusionierungen und Kosteneinsparungen, die oft nicht wirklich das Problem lösen. So kann zum Beispiel schon eine sinnvolle Verlagerung der Gemeindeadministration aufs Internet Recoursen bündeln und dennoch Platz offen lassen für das Gemeindeleben, welches tatsächlich in der Schweiz über viele hundert Jahre gewachsen ist. Da ist es dann am Stimmbürger zu partizipieren und dem Gemeinwesen einen Beitrag zu leisten.

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