:::Астана_I:::

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Astana befindet sich mitten in der Steppe. Die neue Hauptstadt von Kasachstan ist sehr beeindruckend. Nebst einem indusrtiellen Teil nordoestlich der Stadt mit angrenzendem Einfamilienhaeuschenteil befindet werden gegen Sueden die Bauten immer hoeher, bis man schliesslich, nach einer ueberquerung des Flusses Jesil, unter dem Kasachischen Triumpfbogen hindurch in den neu angelegten Regierungsteil gelangt. Hier sind die Gebaeude herausgeputzt und imposant, farbig und prunkvoll. In einem rechteck um den Astana Baiterek Turm angeordnet bilden die Gebaeude eine Art parkartige Struktur, abgeschlossen durch eine modernr Pyramide im Osten und einen See im Westen. Vieles befindet sich noch im Bau.

Ein Modell der Endphase konnten wir auf der Turmspitze betrachten. Dort befindet sich nebst einer Bar auch eine art Altar, wo die Besucher Ihre Hand in ein eisernes Handprofil legen. Daneben eine hoelzerne Weltkugel, umgeben von Holzplatten mit den Unterschriften von 17 Oberhauptern von den weltweit groessten religioesen Gemeinschaften, die an einer hiesigen Weltreligionskonferenz beigewohnt haben. Es erweckt den Eindruck, als strebe die politische Fuehrung des Landes nach einem postmodernen Mekka der vereinigten Weltreligionen, denn der Altar befindet sich im Zentrum an der Spitze der Kugel auf dem Turm.

Die anfawenglich etwas unfreundlich erscheinenden Leute tauen schnell auf, sobald man sie nach ihrem Namen fragt und ein paar Worte russisch oder noch besser Kasachisch mit Ihnen wechselt. Dann und wann sprechen sie auch ein paar Worte Englisch.

Der Sonnenuntergang ueber dem Fluss Jesil ist etwas vom schoensten was ich je gesehen habe. Die Silouhetten der postmodern-arabischen Gebaeude und der frische Steppenwind haben es mir angetan. Astana, do swedanje!

Zu den Fotos, die ersten paar stammen noch aus Almaty, auch das Foto mit dem Wilden Hanf habe ich direkt am Strassenrand aufgenommen.

Die Eule stammt aus dem Almatiner-Zoo, welchen wir noch besucht haben. Leider haben viele Tiere in diesem Zoo nicht den benoetigten Freiraum, sodass auch einige ziemlich krank aussehen.

Nachher die Fotos vom Flug nach Astana und Astana selber.

Morgen um sechs Uhr folgt dann eine sehr lange Zugfahrt zurueck nach Almaty. Wir fahren dieselbe Strecke zurueck, wie wir mit dem Flugzeug hingeflogen sind. Das bedeuten ca 22 Stunden Zugfahrt. Dafuer muessen wir aber heute noch Proviant einkaufen gehen.

:::Астана:::

Morgen gegen Mittag fliegt die Gedankenboerse ins zentrale Steppenland Kasachstans. Auf den Weg in die neue Hauptstadt des Landes machen wir uns. Seit numher zehn Jahren wird die Stadt Astana aus dem Boden gestampft, seit Nursultan Nasarbaev (Praesident) diese zur Hauptstadt erhob. Gruende dies zu tun waren vielfaeltig. Ein Hauptgrund lag aber darin, dass ueber 70% des Geldflusses Kasachstans vorher in der Region Almatys zu lokalisieren war. Ein weiterer Grund ist die Identitaetsfindung des Kasachischen Volkes, welches geschichtlich gesehen mehr oder weniger in der Gegend um Astana, also dem reinen Steppland seinen Ursprung hat.

Heute ist Astana eine Stadt mit 364000 Einwohnern und ein zentraler Eisenbahnknoten auf der Achse China-Russland und Russland Turkistan. (Turksib und Transsib)

So und wir lassen uns mal ueberraschen, was wir so zu sehen kriegen.

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:::Алматы_V:::

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Es war heute spannend zuzusehen, wie die KasachInnen den Tag der Republik feiern. Auf dem Zentralen Platz war fuer die Zuschauer abgesperrt, sodass man einmal nicht von den Autos und deren Abgasen belaestigt wurde, sondern durch die Ueberlaute Volkspopulistische Musik. Schoen war es den ganz verschieden Menschen zuzuschauen, wie sie herumspazierten, ihr Eis assen oder bIer tranken. Wirklich frei scheint sich das Volk aber noch nicht zu fuehlen. Die Partystimmun ist nicht allzu ausgelassen, man koennte sogar ab und zu das Wort „bedrueckend“ verwenden.

Es war aber eine bereichernde Erfahrung, da ich bis jetzt in KZ noch kein solches Volksfest erlebt habe.

Und somit leite ich ueber zum zweiten Teil des Berichtes, welcher sich mit unserem gestrigen Ausflug an den Charryn Canion befasst:

Es ist unmoeglich, die Dimensionen der kasachischen Steppe in Fotos wiederzugeben. Endlose weiten, dazwischen einige Huegel, am suedlichen Horizont die Verschneiten Berge, die Grenze zu China, Usbekistan. Der Boden, der eine eintoenig braune Farbe hat entpuppt sich bei genauerem hinsehen als ein Gemisch aus einer imensen Gesteinsvielfalt. Ich habe 39 verschidenfarbige Steine gesammelt. Zwischen den steinen, feinster Sand. Es ist ein unglaubliches Gefuehl, darauf zu gehen, vergleichbar mit Harst (leicht angefrohrener Schnee). Da und dort Loecher im Boden, wenn man Glueck hat sieht einem frech und neugierig eine Wuestenmaus entgegen. Auch habe ich eine kleine Eidechse entdeckt, die sich tot stellt. Ueberall Wuestenpflanzen mit wunderschoenen farbigen Blueten. Die Sonne brennt, bis zu 45 Grad im Sommer. Vor uns eroeffnet sich der Canion der gleichzeitig auch militaerisches Sperrgebiet ist, also betreten Verboten.

Es ist erstaunlich dass vereinzelte Spuren der Zivilisation, sprich Abfall am Strassenrand gar nicht so extrem stoert. Er geht buchstaeblich unter in den weiten Dimensionen der Steppe. Ich komme mir vor wie in einem amerikanischen Road-Movie. Hungrig begeben wir uns auf die vierstuendige nach Hause fahrt mit dem Audi 100. In einem Bauerndorf essen wir in einem Restaurant.

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:::Алматы_IV:::

Heute, der 25.10. ist der Nationalfeiertag in Kasachstan. Der „Din Reszpublika“. Da sind viele Geschaefter geschlossen. Nicht aber das Citycenter an der ToleBi-Strasse, denn sonst koennte ich nichts schreiben. Es wird einen grossen Umzug auf dem Zentralen Platz geben,w elchen wir uns nachher anschauen gehen.

Hier noch ein paar Links uber Kasachstan, Almaty…

Doswedanje.

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:::Алматы_III:::

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Dobro vecher.

Die Abenteuer gehen weiter. Jeden Morgen um 7.00 steht Claudio auf und macht seine „obligatorischen“ Yoga-Uebungen. Das ist Auch fuer mich jeweils eine Augenweide, wenn ich mich mit einem leichten Kater vom Vorabend aus dem Bett herausquaele.

Ein Abenteuer von Ende letzter Woche, welches einen ganzen Tag dauerte, ist besonders spannend. Um ca 9 sind wir an die ToleBi Strasse gegangen und haben versucht einen Taxifahrer dazu zu bewegen, dass er uns auf 2000 Meter ueber Meer faehrt, da wir den Wintersportort Chimbulak besuchen wollten. Das klappte auch, nach einer kleineren Uebberredungsdauer.

Die Schwierigkeiten waren dieses Mal ausnahmsweise nicht die Finanz. Verhandlungen, sondern das Auto des Taxifahrers. Dieses gab den Geist bei 1500 Metern ueber Meer vollends auf. Sodann mussten wir den Restlichen Weg mit einem leidenden Taxifahrer zu Fuss ueberwinden.

Endlich beim Skiort angekommen, bei strahlend blauem Himmel war das dann aber eine Augenweide, die man nicht allzugleich wieder vergisst. Mit zwei verschiedenen Seilbahnen und einem frierenden Taxifahrer sind wir schlussendlich auf 3000 Metern ueber Meer im ewigen Eis angekommen…

Beim obersten Punkt angekommen genossen wir einen sensationellen Blick ueber die umliegenden Berge, welche bis 5000 Meter hoch sind und die Stadt Almaty, wobei von dieser war hauptsaechlich eine grosse Dunstwolke zu sehen.

Heute haben wir noch das beruehmte Eisstadion Medeu oberhalb Almaty besucht, welches fuer jeden Almatiner als Wahrzeichen der Stadt gilt und mindestens einmal im Leben besucht werden sollte. Da heute Montag ist waren sehr wenige Leute da und wir hatten die Bahn beinahe fuer uns alleine. Das genossen wir auch aus Leibeskraeften…und kurz darauf folgte ein audgiebiges Mahl mit Schaschlik, Turienskii Wein und Laghman.

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:::Алматы_II:::

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Priwjet. In zwei Tagen ist wieder vieles geschehen. Wir haben uns in der Wohnung, welche an der Strasse Morotbaewa Kreuzung Kasibek Bi liegt eingelebt. Auch zusammen gekocht und gewaschen wurde schon. Natuerlich sind wir ausgestattet mit jeder Menge Technik-Schnikschak. Jeder hat einen eigenen Kasak-Telekom Chip, mit denen wir ungehemmt im Land herumtelefonieren koennen und so Kontakte herstellen koennen. Zudem haben wir einen Ipod, welcher uns mit Musik versorgt und auch TV fehlt in der Wohnung nicht, damit wir immer etwas besser Russich lernen.

Zu diesem Thema muss noch gesagt werden, dass Claudio auch ziemlich rasch in den Wortschatz hineinfindet.

Gestern haben wir den groessten Markt der Stadt besucht, die Baracholka. Das ist ein Markt, welcher sich ueber mehrere Kilometer an einer Strasse auf beiden Seiten hinzieht. Da konnten wir uns neu einkleiden , auch Schuhe mussten dabei her…und zusaetzliche Kontakte konnten ueber die Handynummer geknuepft werden…
Am Abend hatten wir dann ein kleineres Problem mit dem Heimweg. Gleich zwei Taxifahrer brachten uns nicht wirklich in die Naehe unserer Wohnung und so wateten wir etwa zwei Stunden bei triefendem regen in der Stadt umher.

Heute Morgen machten wir uns auf den Weg ins Nationalmuseum und dort schauten wir uns alles ausfuehrlich an. (Spass). Wir gingen durch und spazierten zu einem Grossen Einkaufscenter, wo wir wieder einmal einen Hamburger geniessen konnten, dies wohlgemerkt nach mehreren Kilogramm Schaschlik. Nach dem Essen fuhren wir dann mit der Seilbahn auf den Uetliberg Almatys, den Koktebel. Von da aus hat man einen Atemberaubenden Blick ueber die Stadt.

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:::Алматы:::

Priwet. Seit vier Tagen ist die Gedankenboerse (Rafael) und Claudio in Almaty,der ehemaligen Hauptstadt von Kasachstan. Es ist schoen, laut und lebendig hier. Zuerst mussten wir die Zeitverschiebung etwas verarbeiten, wozu eine Menge Vodka noetig war (Spass).(anm.Claudio:“Ich trinke keinen Alkohol“)

Spaeter folgten die ersten Gehversuche von Claudio auf Russisch, sie ausserten sich manchmal mit einem laechelnden ne panimaju russki oder einem Gegenueber, welches zu lachen begann.

Das Wetter spielte weitgehend mit, ab und zu regnete es ein wenig, wobei die Temperaturen bisweilen angehem sind. Lange Wanderungen nach noch laengeren Diskussionen in der Hotelbar folgten. Diese Wanderungen durch Almaty, diese pulsierende und chronisch durch Autos verstopfte Stadt, sind etwas angenehmes.

Heute folgte dann eine einschneidende Aenderung des Tagesablaufes, weil es nach langen und schwierigen Verhandlungen gelungen ist eine eigene Wohnung zu erkaempfen. Das freuete auch Claudio, denn in der Wohnung poltern nicht um zwei morgens sturzbetrunkene Kasachen durch das Treppenhaus. Die Lage der Wohnung ist mehr oder weniger zentral.

Gestern Abend konnten wir noch einer Vorstellung von verschiedenen Projekten des juedischen Vereins (Almaty) beiwohnen. Mascha stellte sich netterweise zur Verfuegung, uns bei jedem Projekt, wobei es zum Beispiel um Jugendarbeitslosigkeit, Praevention im Alter ging…eine exklusive Fuehrung auf Deutsch zu geben. Das warein spannendes Erlebnis.

So das waren die ersten Zeilen aus Almaty.

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:::kasachische Musik:::

Bei meinem letzten Aufenthalt in Kasachstan habe ich verschiedene almatiner Museen angeschaut. Darunter war auch das Volksinstrumente Museum. Ich bin da hingelaufen, es war so gegen Mittag. Ich wusste nicht, ob es geöffnet hat. Ein älterer Mann kam heraus und zündete sich eine Zigarette an. Ich fragte ihn, ob ich das Museum betrachten könne. Er sagte, dass das selbstverständlich möglich sei und gegen einen kleinen Aufpreis werde er mir ein wenig von der Musikgeschichte und über die Instrumente erzählen. Dies tat er auch und ich war faszinniert. Ich alleine als Zuhörer eines „Privatkonzertes“. Das dauerte etwa eine halbe Stunde. Das, was der Mann zwischen dem Singen und Spielen erzählt hat, verstand ich nicht alles, wegen meiner zu schlechten Russisch-Kentnisse. Auf jeden Fall war es ein tolles Erlebnis.

Hier noch Links zu meinen Fotogalerien von den bisherigen Kasachstanreisen

Links zum Thema:

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:::Die Steppe:::

Ich versuche mich wieder mit Videobearbeitung. Dabei gefällt mir vor allem mein Material, welches ich in Kasachstan aufgenommen habe. Im Anhang ein Beispiel, welches ich auf einer Zugfahrt aufgenommen habe, von der Grenze zu China zurück nach Almaty. Es ist beeindrückend, wieviele Stunden einfach Steppe,Steppe und nochmals Steppe vorbeizieht. Jedoch immer mit kleinen Nuancen.

Links zum Thema: