Usbekistan,

Die Ankuft mit der TU 154b war gaz unspektakulaer. Die Eingangkotrollenach Usbekistan zeigte schon erste Unterschiede zu Kasachstan. Hie gibt es keine high-tech Kameraueberwachung und keine massive Milizpraesenz
im Flughafen.Am Ausgang dann wie immer in der Gegend das abpassen der ankommenden durch die Taxifahrer. Nach etwas Geduld und durch zufaellige Auswahl bin ich dann mit zwei 60jaehrigen Usbeken nach Taschkent City gefahren.
Weil ich gedacht habe dass Usbekistan aehnlich sein muss wie Kasachstan und ja auch nur ein paar Kilometer
dazwischenliegen waere ich nie auf die Idee gekommen, dass Welten zwischen den Laendern liegen koennten. weil in Kasachstan vor Abflug Naurus (kasachisches Neujahrsfest) war kam ich nicht mehr dazu Geld zu beziehen. Somit bin ich in Taschkent mit 100 Dollar angekommen.Ich fragte den Taxifahrer,ob ich irgendwo an einem Bankomaten
Geld beziehen koenne. Es zeigte sich also schon hier, dass der Unterschied zu KZ immens ist, dort steht an jedem Eck
in der Stadt ein Bankomat.Schlussendlich gelang es dem Taxisten ein grosses Hotel zu finden, in dem ein Automat
stand. Doch der Bildschirm zeigte nur die Farbe Schwarz an und war demnach nicht funktionstuechtig. Zwei weitere Hotels brachten mich nicht weiter. Beim Dritten konnte ich wenigestens dann die Dollar wechslen. Auch dies ein Abenteuer. Aus zwei Noten wurden etwa 100. Ganze Buendel an 1000 Sum Noten habe ich bekommen. Ich fuehlte mich damit schon wie ein kleiner Bankraeuber.

Nach kurzer Absprache mit der deutschen Archaeologin M.in Samarqand hab ich mich dann entschieden mit dem Auto
weiter nach Samarqand zu fahre. Dies weil es mir mit dem Zug einfach zu lange gedauert haette und ich schon vom Flug etwas muede war. Die Fahrt dauerte etwas mehr als vier Stunden   und sie fuehrte duch eine schoene Landschaft mit Huegeln, Bergen und grossen Gruenflaechen.
Dabei haben die zusaetzlichen drei Mitfahrer immer wieder so gruenes Zeugs, eine Art Kautabak, welcher schrecklich
gerochen hat zu sich genommen und waerend der Fahrt die Tueren aufgemacht und rausgespuckt. Dem Sonnenuntergang entgegen sind wir am fruehen Abend in Samarqand beim Gur Emir Mausoleum angekommen. Ich habe M. ein SMS geschrieben: “Ich bin jetzt hier.” Im Licht der nun brennenden Scheinwerfern konnte ich in der Naehe dieses Mausoleums eine Gestalt ausmachen. Ich habe dann die Tuere aufgemacht (und nicht rausgespuckt) und gerufen, ob die Person M. sei.Die Antwort fiel positiv aus.

M.stellte mir gleich ihre drei Begleiter vor, den Schweden und Pakistani, welche hier Urlaub machten, dann D. welcher im Hotel arbeitet, in welchem ich wohenen werde. Kurz darauf weg vom Mausoleum in die engen Strassen Samarqands, in denen es nicht gerade appetitlich roch durch Schlagloecher und das alles im Dunkeln, denn hier gibt es sogut wie keine naechtliche Strassebeleuchtung.Aber welche eine ueberraschung in einer Abzweigung, welche zu einer schoenen mit Holzschnizereien verzierten Tuer fuehrte befand sich dann das Hotel, wo ich naechtigen sollte mit Name: “Antika” ein sehr schoener Innenhof mit grossen Weinstoecken und alte Bauten. Auch auf deutsch wurde ich durch die Chefin K. des Hotels begruesst, was natuerlich sehr angenehm war. Ich plazierte in meinem mit Schnizerieien und Farbornamenten verzeirten Zimmer meine Sachen und machte mich gleich auf mit M. dem Schweden,dem Pakistani und dem Hotelgehilfen etwas essen zu gehen.

Mit dem Taxi durch Samaqand in der Nacht fuhren wir in ein schoenes Restaurant, welches komplett in Holz gebaut war.
Dort gab es gutes Lammfleisch mit Doerrfruechten, Bier und Salat. Der Teekrug Schwarztee durfte dabei natÑŒrlich nicht fehlen, wie der abschliessende Cognac. Die Unterhaltungen beim Essen haben dem gegenseitigen Kennenlernen
zugetragen. Ich habe M.auch schon ein Jahr nicht mehr gesehen. Im Hintergrund, manchmal auch im Vordergrund lief
gute usbekische Musik, ein Gemisch aus elektro und traditionellem Sound. Etwas spaeter konnten wir noch einer guten Darbietung des Bauchtanz – Striptease mixes beiwohnen.

Der zweite Tag Samarqand

…hat schon um 7Uhr Morges begonnen. Fuer mich. Fuer alle Anderen vermutlich um 8Uhr. Dies weil mir nicht beusst war
dass zwischen Kasachstan und Usbekistan eine Stunde Zeitverschiebung besteht. Ich bin also herumgelaufen und habe das Fruehstueck gesucht. K.die Hotelchefin, welche auch Deutsch spricht fragte mich, ob ich etwas suche. Ich   agte ,dass ich nicht wuesste, wo das Fruehstueck sei. Sie wiederholte, dass dieses um acht sei. Somit bin ich wieder ins Zimmer gegangen und hab noch ne Stunde geschlafen. Das Fruehstueck hat sich in einem sehr schoenen Raum ein paar Meter vom Hotelzimmer weg befunden. Ein wunderschoener
Raum. In der usbekischen Tradition gebaut. Mit vielen kleinen Nischen, ueberall mit Schnitzereien und Malereien verziert. Dann ein langer Tisch, auf welchem sich etwa fuenfzig kleine Schaelchen mit Nuessen, Konfituere, Honig, Butter, Brot, Wurst, Kaese und noch vielem mehr befunden hat. Dazu gabe es Joghurt, Kaffee (Nestle) und Tee.

Der dritte Tag Samarqand
Nach dem Fruehstueck setzten wir uns alle in einen Kleinbuss. Die Hotelchefin K, M, und die Tochter der Hotelchefin,
welche mit ihren siebzehn Jahren schon ein Auslandjahr in Amerika gemacht hatte. Zudem noch eine Deutschlehrerin,
welche schon ein Jahr hier wohnt und den SchuelerInnen deutsch vermittelt. Und ein paar andere Leute. Etwa   ineinhalb
Stunden fuhren wir Richtung Berge und machten dort ein paar Spaziergaenge in der Fruehlingssonne. Auf dem Rueckweg
haben wir bei einer Usbekischen Familie ein grosses Mahl mit verschiedenen Speisen, die ich nicht mehr alle aufzaehlen kann geniessen koennen. Durch M.habe ich da schon so einiges ÑŒber Usbekistan erfahren. Sie bezeichnet es als Drittweltland. Fakt sei eine miserable Politik und eine Tiefgreifende Kontrolle, beziehungsweise ueberwachung der kritischen Meinungsaeusserung. Nach der Rueckkehr vom Ausflug haben wir uns ein paar Minuten aufs Ohr gelegt, sind aber in der selben Konstellation plus Schwede und Pakistani in einem Restaurant essen gegangen. Dort haben sich hinter uns zwei Prostituierte gesetzt, die lautstark mit uns Kontakt aufnehmen wollten. Das Essen war gut und wir waren alle ziemlich muede vom Tagesausflug.

Der vierte Tag Samarqand
Am Mittag haben wir die Usbekin G. getroffen, welche Germanistik studiert und somit schon ziemlich gut Deutsch spricht. Damit sie sich zum Studium etwas dazuverdienen kann macht sie in der Stadt Samarqand Stadtfuehrungen. Ich diente dabei etwas als Testlauf. Zusammen schauten wir die verschiedenen Mausoleen, Moscheen und Weiteres an. Zusammen haben bei eienr Pause Schaschlik gegesssen. Die waren excellent.G ist schon etwa 23 Jahre alt. Muessete also eigentlich der usbekischen Tradition nach schon laengst verheiratet sein, was sie aber nicht ist und was sicher nicht
einfach fuer sie ist. Ihre Mutter haette damit kein allzugrosses Problem, dem Vater gefaellt das aber nicht. Fuer die
Maenner ist es hier sicher nicht von Vorteil, wenn die Frau viel denkt und noch Fremdsprachen beherrscht, letzteres
ist wohl das groesste Problem. Nach dem Schaschlik machten wir mit der Fuehrung weiter und ich habe einen guten Eindruck der historischen Innenstadt bekommen.
auf nach Buchara
Frueh am Morgen aufstehen, und das waehrend meinen Ferien in den Ferien!!! Fruehstuecken, wie immer in dem schoenen Raum im Hotel, mit allem nur gewuenschtem. Ein Taxi hat uns K. reserviert, mit dem haben wir dann B. die Lehrerin bei ihrem Haus in Samarqand, einem wunderschoenen Haus, welches ich auch gerne als Sommerresidenz haette, abgeholt.
In vier Stunden haben wir die etwa 300km zurueckgelegt, dazwischen noch bei einer Keramikwerkstadt eine Pause eingelegt, woch auch schon Hillary Clinton gewesen ist, was ein Brief von dieser an den Chef der Werkstadt und ein Foto
bezeugte. Angekommen in Buchara sind wir zum gebuchten Hotel gefahren, wo wir warm empfangen wurden. Die Zimmer
waren alt und noch spektakulaerer, als die in Samarqand. Das Haus in dem ich wohnte war von der Grundsubstanz her etwa
300 Jahre alt, das bezeugte die Tueren, welche original waren. Die Tueren waren fuer mich in Buchara im Nachhinein das Faszinierendste!Nach dem beziehen der Raeumlichkeiten haben wir zu dritt die Altstadt erkundet, meine beiden
Begleiterinnen kannten die Stadt jeweils schon von frueheren Besuchen. Im Zentrum gefiel es mir wegen der unzaehligen
Souvenirshops und TouristInnen nicht allzugut. Aber auch dort mussten wir nur etwas herumspazieren, um unglaublich schoene Orte zu sehen, vor allem alte und zum teil verfallene gebaeude uebten ihren Reiz auf. All die vielen kleinen Gaesschen einem Irrgarten gleich mussten erkundet werden. Und in all den Haeusern leben Menschen, davon konnten wir uns ueberzeugen. Bei einem ganz alte Haus klopften wir an die Metalltuere und wurden hoeflich eingelassen, somit standen wir im Innenhof des Hauses, wo Huehner, ein Hahn und Hunde herumliefen. Dazwischen Holz fuer den traditionellen, beziehungsweise autentischen Ofen, mit dem Brot gebackne wird. Ich durfte auch Fotos machen, von den Soehnen und dem Vater, wie er das Brot in den Ofen und wieder hinausnahm. Auf dem weiteren Weg durch die Stadt wurden wir von einem Tadschiken (diese haben eine Bevoelkerungsmehrheit in der Stadt) angesprochen, welcher uns in sein Haus einladen wollte. Und uns da Tee und Suessigkeiten angeboten hat. Auch von ihm und seiner Familie hab ich Fotos gemacht.

Am spaeteren Abend das heisst um 20Uhr haben wir uns im Hotel auf zum Abendessen gemacht.Da habe ich dann einen speziellen Menschen kennengelernt, durch B. die Deutschlehrerin. Dieser Herr war W. der polnische Pater, welcher seit ,meheren Jahren in Buchara lebt und seine katholische Gemeinde auf die Beine stellt. Ausfuehrlich erzaehlte W. von den Schwierigkeiten mit den Behoerden und der allgegenwaertigen Korruption, welche auch etwas Ermuedendes hat. W. mit dem ich schlnell per du war
hat in Polen sein Theologiestudium begonnen, es dann in Fribourg (Schweiz) zu ende gemacht und nachher in Kirchen
deutschlands gearbeitet. Seine Art zu erzaehlen, auch die bisweilen absurden Huerdenlaeufe mit den lokalbehoerden fuer die Registrierung der Kirche als Religionsgemeinschaft, war ausgesprochen angenehm. Zudem habe ich vom Hotel-
angestellten noch eine Flasche griechischen Cognac bekommen. Die Themengebiete ware vielschichtig auch das
Zoellibat und die Verhuetung waren Thema, wie auch das Verschwinden der kath. Kirchen in Europa und die Frage nach
einer Neuorientierung. Am interessantesten fuer mich war das Thema des Komplexes sozialer Arbeit als Pater. Dabei hat
W. eine ausgesprochen humanistisches Verstaendnis des Menschen. Ich habe vom Film Adams Aeblers aus Schweden
erzaehlt, welcher mir bei Pater.W in den Sinn gekommen ist. Da ich gesagt habe, dass ich in der Psychiatrie arbeite
interessierte mich auch die Frage nach der Auffassung der Psychischen Krankheiten in Usbekistan. Und meinen
Informationen nach friste die meisten Menschen in Usbekistan, die an einer psychiatrischen Erkrankung, wie auch Trisomie 21 leiden, ein fuerchterliches Dasein, isoliert zu Hause und vermutlich nicht auf hohem Stande, denn von der Bevoelkerung werden sie als nutzlos angeschaut.

Pater W, erzaehlte, dass er selber mit vier psychisch Kraken zusammenarbeitet. Ein Mann, ein Russe in den
Dreissigern, welcher Schizophren sei und einen Hass auf Usbeken hat, sodass ihm kein solcher ÑŒber den Weg
laufen sollte, denn dann wuerde er eine Axt holen, was er schon mal gemacht hat, arbietet fuer den Pater als Nachtwaechter. Denn in der Nacht sieht er keine Usbeken. Auch die Medikamente, welche ausserordentlich teuer sind besorgt der Pater fuer den Kranken. Es gibt noch einen sechzigjaehrigen usbekischen Alkoholiker, welchen er beschaeftigt, dieser kan nicht mehr in sein Zuhause, weil ihn sein Sohn nicht mehr is Haus laesst. Von den Anderen habe ich vergessen, was die hatten. Pater W. erzahlte von den verschiedenen Projekten, welche in der Gegend existieren, und mit denen er in verbindung steht. Eins sei ein Heim fuer Kinder aus inzestuoesen Familien. Auch mit der Islamischen
Gemeinde steht er im Kontakt und versucht einen interreligioeen Zusammenschluss, was aber nicht immer so einfach ist. Der Russisch orthodoxe Pfarrer wollte keine weitergehenden Gespraeche fuehren, weil er die Kirchen als zu
inkompatibel betrachtet. Eine Story, welche auch Selteheitswert hat und wo ich beim erzaehlen ab und zu leise oder auch lauter lachen musste war das Treffen mit dem deutschen Aussenminister Steinmeyer letzten Herbst.
Dieser ist fuer einen interreligioesen   Kirchenkongress nach Samarqand gekommen. Es waren die Islamische, die juedische und die katholische Kirche vertreten. Barfuss im Raum sei es Steinmeier sichtlich unwohl gewese. Der juedische Pfarrer, welcher zuerst das Wort hatte erzaehlte etwas ueber seine Kirche, dass im Namen des Praesidenten alles gut laufe usw.
Der junge orthodoxe Pfarrer hat sich mit einem dutzende Seiten langen Papier vorbereitet und war so nervoes, dass
er gezittert hat, auch weil er sich mit etwas Wodka zu beruhigen versuchte. Jeder hatte etwa fuenf Minuten zur Verfuegung um ueber Probleme der Kirche und/oder Schwierigkeiten im Umsetzen des Tagesgeschaefts zu berichten.
Der Tischnachbar des orthodoxen Pfarrers fluesterte selbigem gleich zu beginn seiner Rede zu, er solle doch bitte einfach
die letzte Seite seiner Rede vorlesen, was dieser dann auch tat. W. der Kath. Pater fasste seine Rede kurz zusammen
und berichtete sachlich ueber Mitgliederzahlen ,Finanzen und zukuenftige Plaene, wie den Bau seiner Kirche. Kurz nach Beendigung des Kongresses hat Steinmeyer W.angesprochen und ihm gesagt, er solle doch jetzt ehrlich berichten, wie es hier in dem Land so steht. Seinen Sachverstaendigen schickte Steinmeyer zu Pater W. und dieser berichtete etwas
detailierter ueber die Steine, welche der Kirche in Usbekistan in den weg gelegt werden. Auch die Sache mit dem ewigen “Trinkgeld”, welches hier so zu   ziemlich jeder Gelegenheit bezahlt werde muss.

Der zweite Tag in Buchara

Am Morgen im Hotel fruehstÑŒcken, dann gleich mit dem Handy und einem Beeline-Chip, welchen ich mithilfe des Visums von M. kaufen konnte Pater W. anrufen, ob es ok sei, wenn wir anschliessend zu ihm kommen. Am Vorabend haben wir noch abgesprochen, dass wir am folgenden Tag die Baustelle betrachten koennen. Zu Fuss waren wir in einer halben Stunde an der Baustelle, wo schon klar aus den entsteheneden Mauern ersichtlich war, dass daraus einmal eine Kirche entstehen wird. Doch weil es regnete und ziemlich kÑŒhl war musten wir im Kirchenprovisorium platz nehmen. Ein Raum 10×5 m. Mit einem kleinen Elektroofen, einem kleinen Keyboard und drei Bildern an der Wand, die Pater W. selbstaendig am Photoshop bearbeitet und nachher geprintet hat. Es folgte eine wundervolle detailgetreue Erzaehlug des Paters, wie er vor wenigen Jahren hier mit der Planung der Kirche begonnen hat. Das Grundstueck sei von einem Stadtparlamentarier
fuer 11.000 Dollar an die Kat.Kirche verkauft worden, davor stand ein Kindergarten auf dem Grundstueck.Das Fundament
wollten sie noch benuetzen, merkten aber beim Sondieren, dass die Qualitaet zu schlecht war. So haben sie auch die
massiven Zementbluecke aus der Erde gegraben und komplett, fundamental mit dem Neubau begonnen. Alle Skizzen
und Bauplaene hat und W. gezeigt. Ebenso ein Buch mit dem Titel :”Was man beim Bau eines Hauses alles wissen muss.”
W. sagt, mit etwas Stolz, dass er der einzige auf der Baustelle sei, der alles mit dem richtigen Namen benennen koenne. Nach dem Betrachten der Plaene und des Masterplans bekamen wir eine spezielle BaustellenfÑŒhrug. Dabei
konnte man erkennen, dass Pater W. ÑŒber ausgepraegt humanistisches Gedankengut verfuegt. In dern Oberen Stockwerken hat er neben einem Ruheraum fuer die Geistlichen auch an einen Raum fuer Jugendliche gedacht, dass die dort spielen koennen und auch Musik machen duerfen. Seine ueberlegung fuehrte dabei soweit, dass er die Gebaeude mit eiem zehn Zentimeter Luftkanal trennte, dass die Geraeusche nicht in die angrenzenden Raeume dringen koennen. Auch an drei Gaestezimmer, mit schoenem Bad dachte er, wo auch ich das naechte Mal eine uebernachtungsmoeglichkeit haette. Kroenender Abschluss war nicht eine Beichte, nein W. hat uns alle zu einem guten Essen in der Stadt in einem Lokal eingeladen, wo sich juengere leute aufhalten. Da haben wir gespiesen und ich konnte meinen ersten Cheesburger
in Usbekistan geniessen.

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Mit der Deutsch-Kasachischen Universitaet auf Reisen

Gestern wurde ich durch Maria eingeladen mit den LehrerInnen und StudentInnen der Deutsch-Kasachischen Universitaet einen Ausflug zum Lli-Fluss zu machen. An die Puschkina-Chambula-Strasse, wo sich eben die Deutsch-Kasachische Universitaet befindet, bin ich am Morgen um 8.30 (schrecklich frueh) gefahren. Dort wartete schon Maria und ein paar mit Rucksaecken bepackte 18-19 jaehrige StudentInnen.

Bald darauf kam der Bus samt kasachischem Chauffeur angerollt, welcher den mittlerweilen 30 Wartenden nie gerecht werden konnte. Zur not wurden aus den Schulzimmern noch ein paar Stuehle in den Bus getragen , damit noch ein paar mehr sitzen konnten.

Es folgte eine etwas mehr als zweistuendige Fahrt, erst auf der Schnellstrasse, dann auf einer Holperpiste durch die Steppe Richtung Lli-Fluss, welcher aus China nach Kasachstan und dann in den Balchasch-See fliesst. Angekommen am Fluss, bei schoenem Wetter und etwa 20 Grad machten wir gemeinsam einen kleinen Spaziergang zu den Felsen, welche als UNESCO Welterbe gelten, da darauf ueber Jahrtausende Petroglyphen eingemeisselt wurden von verschiedensten Staemmen und ueber mehrere Geschichtsepisoden. Ich habe diesen Ort schon vor eineinhalb Jahren besucht und war fasziniert.

Nach dem Spaziergang folgte ein ausgiebiges Russisches Mahl mit Fleisch, Russischem Salat, Kuchen, Cognac und vielem mehr. Nach dem Essen ergaben sich interessante Gespraeche mit den LehrerInnen, welche auf verschiednsten Wegen zur Deutsch-Kasachischen Uni gefunden haben. Auch ein Lehrer fuer Wirtschaft aus Tuebingen war dabei und eine in der Ukraine Aufgewachsene Frau, welche jetzt Deutsch and er Uni unterrichtet. Alle konnten mehr oder weniger gut Deutsch und so viel das Sprechen weniger schwer, als mit den nur Russisch sprechenden KollegInnen. Die Frage nach meinem eigenen Akzent musste ich mehrfach beantworten, da mich die Leute schlecht verstehen, wenn ich nicht ein “Astreines” Hochdeutsch spreche, was ich ja sowieso nich beherrsche.

Die Heimreise im Bus ueber die 250Kilometer kam mir lange vor, denn durch die Platznot wurde es ziemlich warm.

Gittarre zum Zweiten

Am Abend nach der Rueckkehr folgte ein weiteres Highlite und zwar fand in meinem Hotel, ich besitze es noch nicht, sondern bin da als Gast fand ein weiterer Gittarreabend statt. Der Anlass wurde rege besucht und die MuikantInnen haben wirklich schoene Stuecke von sich gegeben. Ausserordentlich war auch dass Maria selber ein Stueck komponiert hat und dieses dann begleitet durch einen Gittaristen vorgetragen hat.

Hier noch die dazugehoerigen Fotos:

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Links zum Thema

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Die ersten Eindruecke, die ich auf Mikrochip, (ehemals Film) gebannt habe bestehen aus der Kueche des Hotels Transit, welche nicht unseren ultrahygienischen Anspruechen genuegen durfte, in der aber sensationelle Gerichte mit Lammfleisch gekocht, gebraten und sonstwie zubereitet werden.

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Die historischen Aufnahmen aus Almaty habe ich hier gefunden. Auf dem Foto mit den Eiern ist ein Eier-Laden zu sehen. Hier gibt es noch keine Supermaerkte, jedes Produkt hat seinen eigenen kleinen Laden an der Strasse. (Spass) Zum Foto mot der “Heiligen Auferstehungskathedrale von Turkestan” , dazu ein kurzer historischer Abschnitt aus wikipedia:”Die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist sicher die Heilige Auferstehungskathedrale, der 1907 erbaute Sitz des Bischofs von Turkestan. Die Kathedrale ist im „russischen“ Stil erbaut worden, deren Formen, Ornamente und die helle Farbenfröhlichkeit an die Terem erinnert, die alten russischen Paläste. Dieser Tempel mit seinen Gewölben, Kuppel, dem Glockenturm und einem System von Treppen und Galerien wird häufig mit der Basilius-Kathedrale in Moskau verglichen, der man die Züge des Barock verliehen hat. Doch die Kirche hat noch mehr zu bieten, als mit dem Auge zu sehen ist. Nicht umsonst wurde sie in den russischen Katalog der 100 Weltwunder aufgenommen.”

ich wandere gerne mehrere Stunden am Tag in Almaty umher und kann dabei immer wieder etwas Neues entdecken. Zuerueck im Hotel gibt es mit Shura imme spannende Unterhaltungen, sie stammt aus Georgoien und ist vor etwa zwei Jahren gefluechtet. Dort arbeitete sie als Journalistin, was ihr nicht allzu gut bekommen ist, sonst haette sie ja nicht hierher fluechten mussen. Jeden Abend ezaehlt sie mir von ihren neuen Diatversuchen, waehrend sie eine grosse Wurst mit Kartoffeln isst.

Das erwaehnte Konzert hat mir gefallen, es waren etwa zehn verschiedene MusikerInnen, die mit Gitarre und Gesang auf russisch vorgetragen haben. Die meisten Lieder, wie ich durch meine Begleitung erfahren habe handelten von der Liebe und der Seele. Das Publikum war etwas aelteren Semesters, aber auch das war interessant, zu beobachten. Der Grossteil der ZuschauerInnen war der russischen Volksabstammung zuzuordnen. Das Konzert dauerte etwa zwei Stunden, nachher war ich etwas geschafft, von den mir ungewohnten Gitarrenklaengen und der Anstrengung ein paar worte verstehen zu wollen. Hier noch ein Foto, mit etwas marginaler Qualitaet, da ich es mit meinem Mobiltelefon aufgenommen habe.

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Nun, ich bin seit wenigen Stunden zurueck in meiner Lieblingsmetropole. Noch ein wenig leide ich unter der Zeitverschiebung, doch das gibt sich bald wieder. Bei Ankunft war das Wetter wunderschoen, die Temperatur so gegen 20Grad.

Die erste grosse Aenderung, welche ich zu spueren bekommen hab sind die neu eingefuehrten Banknoten der Nationalbank. Die sind wirklcih gut gelungen , nur ein wenig ueberladen wirken sie. Ich hatte schon Angst, dass ich meine alten Noten, die ich noch zu Hause hatte nicht mehr loswerden wuerde, doch diese Angst war unbegruendet.

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Mein erstes grosses Mal mit Lammfleisch und Bier habe ich auch geniessen koennen. Von der Managerin des Hotels, in dem ich wohne und mit der ich schon bekannt bin wurde mir auch ein Cognak spendiert.

Nun muss ich ins Kleideraenderungs-Atelier, wo ich vor eineinhalb Stunden meine neugekauften Hosen abgegebn habe, damit sie mir die Hosenbeine kuerzen und umlegen. Die Hosen und neue Schuhe hab ich schon gestern am groessten Markt der Stadt, der Baracholka gekauft.

Es ist wieder soweit. Am Donnerstag geh ich wieder einmal nach Kasachstan, diesmal für etwas längere Zeit, eineinhalb Monate. Auch Usbekistan werde ich dieses Mal erkunden.

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Natürlich werde ich von dort aus auch an der Gedankenbörse arbeiten und die Schweiz aus einem anderen Winkel betrachten.

Ich hoffe, dass Sie sich auch weiterhin auf meinem Blog aufhalten. Im Voraus bedanke ich mich für die vielen geleisteten Kommentare, Anregungen und Kritiken und freue mich auf viele neue solche.

Natürlich sind auch Fragen zu Kasachstan und der Region erwünscht und ich werde diese sogut wie möglich beantworten.

[MEDIA=4]

Die neuste Form der Integration von Asylsuchenden in der Schweiz heisst : “Mache Stimmung gegen ein geplantes Heim in Graubünden”. So hat die Gemeinde Valzeina in Graubünden hier eine ganze Sparte auf ihrer Webpräsenz dem Kampf gegen ein Asylheim in ihrer Nähe gewidmet. Erstellt wurde das Video und die Seite von der Arbeitsgruppe : “Öffentlichkeitsarbeit Valzeina”

[Nachtrag aufgrund eines Mails der Arbeitsgruppe. Zitat:” Leider glaube ich, dass Sie uns, die Arbeitsgruppe »Öffentlichkeitsarbeit Valzeina «, missverstanden haben. Zugegebenermassen lieferten viele Zeitungsberichte auch die besten Voraussetzungen dazu, unseren youtube-Film misszudeuten. Und es ist mir bewusst, dass ich wohl in Ihren Augen nun als ein Vorbelasteter schreibe… Bitte geisseln Sie daher unseren Film nicht als verdeckte Fremdenfeindlichkeit. Er richtet sich denn auch nicht gegen das geplante Asylheim, sondern gegen die unmenschliche Asylpolitik, die im Kanton Graubünden dem Polizeiwesen und nicht dem Sozialwesen unterstellt ist.”]

Ich hoffe, dass die Debatte, welche auch durch diesen Vorfall ausgelöst wurde wieder vermehrt zum Überdenken unserer Haltung gegnüber AusländerInnen führt. Denn die Hetze, welche durch die bürgerlichen Parteienen und die letzte Abstimmung zugenommen hat ist skandalös. Bei meinem Beitrag zum Valzeina-Film wollte ich den BürgerInnen nicht auf die Füsse treten, denn ich kenne sie ja nicht mal.

Ich bin auf das dort präsentierte Video [via Lupe] gestossen. Es wurde auf youtube schon über 2000 Mal angesehen.

Ich habe in einem vorgängigen Post schon mitgeteilt, dass mir der Cartoon auf der letzten WOZ gut gefallen hat, gezeichnet von Ruedi Widmer. Ich habe selbigen gefragt, ob ich den besagten Cartoon nicht ebenfalls veröffentlich könne, dies hat er mir bewilligt.

Hier können Sie ihn nun sehen, zur Vergrösserung einfach aufs Bild klicken.

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Ruedi  Widmer hat eine eigene Homepage zu dieser gelangen sie hier  und hier. Ich hoffe, dass Sie alle noch zum Thema Einheitskasse abstimmen werden und freuen würde ich mich über ein “Ja”!

In der Schweiz wird geplant, eine Gesundheitskarte einzuführen, das heisst jeder schweizer Bürger und jede schweizer Bürgerin soll eine solche Karte sein Eigentum nennen können. Die Karte ist in grösse und Beschaffenheit gleich gross wie eine handelsübliche Kreditkarte und sowohl ein Magnetstreifen, als auch ein Chip sollen darauf Platz finden.

Die Befürworter einer solchen “gesunden Karte” sehen eine Vereinfachungen in der Handhabung mit Patientendaten. Auch das Abrechnen von Leistungen gegenüber dem Patienten, als auch der Versicherung soll vereinfacht werden und dabei sollen Kosten eingespart werden (natürlich Jahre nach der einführung der Karte, denn deren Einführung kostet mehrere Millionen Schweizerfranken).

Die Fachhochschule beider Basel und Nordwestschweiz hat eine Webseite ins Netz gestellt, die über die über :”Potenzial einer elektronischen Gesundheitskarte in der Schweiz”, informieren soll. Sie können hier zu dieser Seite gelangen. Auch über allfällige Risiken dieser Karte wirdberichtet und zwar hier.

Einige Grafiken sind auf der Webseite der Fachhochschule zu sehen, welche die Verknüpfungen und möglichen Anwendungsbereiche darstellen. Die Folgende Grafik stammt von der Webseite :FHBB.ch.

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Ich finde eine solche Karte unnötig. Sie anonymisiert sensible Daten, macht sie gleichzeitig aber viel leichter elektronisch verarbeitbar, kopierbar und lagerbar. Der gläserne Patient wäre realität und wenn eine Karte verloren ginge wäre das Kopieren oder illegale Verwenden sensibler Daten vorprogrammiert. Zudem kostet das Einführen der Karte unmengen an Geld, welches garantiert in vielen Bereichen des Gesundheitswesens vernünftiger investiert wäre.

Auf dem deutschen alt.hazforum hat ein Kunde diese Zeilen hinterlassen, welche ich nicht vorenthalten möchte:

Liebe Patienten!
Ihr letzter Abstrichbefund des gerade behandelten Trippers/der Syphilis/des Genitalpilzes
steht am Tag nach Erhalt Ihrer Gesundheitskarte im Internet.
Ihre Medikamente gegen Impotenz werden ebenso wie der ausführliche Metastasenbefund Ihres
Blasentumors nur durch ein dürftiges Passwort abgedeckt 100.000 Nutzern zugänglich sein !

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Veröffentlichungen Ihrer Krankendaten
fragen Sie den nächsten Hacker oder Ihre Kranke Kasse.

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Ich sehe keinen Grund eine solche Karte einzuführen. Meiner Meinung reichen dem Bürger die: Kreditkarten, Fahrausweise in Kreditform, Cumuluskarten, und Idenditätskarten! Oder kennt der Datensammelwahn keine Grenze? – Und wer seine Daten gerne in Chipform unter die Haut transplantieren lassen möchte kann das mit dem VeriChip auch gerne machen, über dieses Thema hab ich schon hier berichtet.
Links zum Thema: