Gestern war Zügel tag. Dank der grossen Unterstützung durch Dagmar, einer sehr aktiven Frau aus Deutschland, die unter Anderem den besten deutschsprachigen Reiseführer über Kasachstan geschrieben hat, lebe ich nun in der Wohnung ihres Freundes Marat, welcher jetzt für drei Monate nach Deutschland gereist ist.

Aus Datenschutzgründen werde ich kein Foto seiner Wohnung posten, obschon das sehr sehenswert wäre. Dafür werde ich ein paar beschreibende Worte, also sicher auch Adjektive zur besseren Vorstellung verwenden. Im Wohnzimmer besteht der Boden wie vielerorts in Kasachstan aus einem Plastikbelag, welcher einen Parkett imitieren soll. An der Wand gibt es soviel, dass ich ziemlich abkürzen muss. Als Erstes sind die vielen Tiergeweihe zu erwähnen. Ein Steinbockgehweih, ein Widdergeweih, dann kleinere, bei denen ich nicht genau weiss, welche Tiere es sind, aber irgendwelche Arten von Bergziegen werden es wohl gewesen sein. Genau, das grosse Hirschgeweih zwischen eingerahmten Fotos mit Berg – und Gletscherlandschaften hätte ich beinahe vergessen. Hinter dem Bett ist ein komplettes Bärenfell mit Kopf und Pranken an die Wand genagelt und ein Fell einer solchen Bergziege. Oberhalb des Bären in kleinen Rahmen befinden sich 10 tropische Schmetterlinge.

Ein schöner Schrank mit Glasfenstern beherbergt Bücher von Turgenjew, Suworow, Shakespear und vielen Anderen. Ein grosser Teppich hängt über dem Sofa, welches sich zu meiner Linken befindet. Ich sitze am kleinen Tischchen mit einem Tüchlein belegt, ähnlich dem „Glarner Tüechli“. Vor mir der TV und DVD Spieler, oben rechts ein Regal mit der Musiksammlung von Marat, welche er systematisch auf einem Blatt Papier beschrieben hat. Auch eine Sammlung Foto CD’s gibt es, die die verschiedensten Expeditionen in die Berge Kasachstans dokumentieren. Vor dem Fenster steht noch eine dieser alten Nähmaschinen, welche mit dem Fuss betrieben werden können, die man sonst aus Schwarzweissfilmen kennt.

Die Küche besteht aus Gasherd, grossem Kühlschrank und Mikrowelle. Eine Menge Pfanne und Teller gibt es, wobei kein Teller dem Anderen gleicht.

So ich hoffe, ich habe nicht zuviel vergessen. Die Lage des Hauses ist die Kreuzung Jandossowa/Imanowna. Wobei die Jandossowa eine der Wenigen schräg verlaufenden Strassen Almatys ist. Die Wohnung ist im ersten Stock. Gleich unten an der Ecke zum nächsten Haus hat es einen kleinen Lebensmittelladen, wo ich gestern Zucker und Öl gekauft habe. Leider habe ich vergessen richtigen Schwarztee zu kaufen. So muss ich nun noch mit demjenigen von Marat vorlieb nehmen, welcher ein Apfelaroma hat. Im Laden wurde ich nett begrüsst und wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass mein Russisch nun doch gut genug sei und ich es lassen solle und besser kasachisch lernen soll. Ich habe der Verkäuferin gedankt und ihr gesagt, ich werde mir bis zum nächsten Mal Argumente für und wieder durch den Kopf gehen lassen.

almaty_center.gif

Um die Karte in voller Grösse ansehen zu können einfach auf die Vorschukarte klicken. Ich wohne aktuell dort, wo sich der rote Kreis befindet, oben Rechts. Quellenangaben: “Die Karte stammt von der Webseite www.are.kz

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4 Kommentare
  1. rafael
    rafael sagte:

    @Tara: Tatsächlich, 0815, verwunderlicher ist für mich zu hören, dass du zu solch Früher Zeit, die Gold im Mund hat auf den Beinen bist :grin:

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