talgat_01

Talgat Schanibekov ist ein kasachischer Jungregisseur, welcher eben seinen dritten Kurzfilm der Öffentlichkeit vorgestellt hat, dieser heisst “Okna” – “Fenster” und es dreht sich um ein Balletttänzerin, die sich in ihre Einzimmerwohnung zurückzieht und die von einem jungen Künstler wieder ins “aktivere” Leben zurückgeführt wird. Der Künstler wird von meinem guten Künstlerfreud Alexej Schindin gespielt. Im Anschluss sehen Sie auch ein paar Screenshots. Einen Kurzfilm von Schanibekov will ich Ihnen aber nicht vorenthalten. Der Kurzfilm “Astanovka” ist ab sofort in meinem neuen Videoplayer ganz unten im Blog zu sehen.

Klicken Sie auf die Bilder, um sie in Originalgrösse betrachten zu können. Auf dem letzten Bild ist der Regisseur zu sehen.

akno_01 akno_02 akno_03 akno_04

André Marty hat vor ein paar Monaten seinen eigenen Blog zu schreiben begonnen, ich meine damit nicht diesen André Marty , sondern Diesen: Den Reporter des Schweizer Fernsehens, welcher seit ein paar Jahren über den Nahen Osten berichtet.

“Brücken bauen ** Verständnis schaffen ** Informieren ** Finger drauf halten ** – der Blogger arbeite seit Sommer 2004 für Schweizer Fernsehen SF im Nahen Osten. Davor Fernseh-Korrespondent in Italien und Albanienen, Redaktor bei der Sendung “10vor10” bei SF. Den Titel “Reporter des Jahres 2006” verdankt er einem Krieg – “dem sinnlosesten Krieg, den Israel je geführt hat.”

marty-gaza_rw_kl.jpg

Quellenangaben: Foto und Info-Text stammen von André Marty

Ich finde die Idee gut, dass erstens Reporter bloggen, und zweitens, dass auch André Marty damit begonnen hat. Gerade aus einer sehr unstabilen Gegend der Erde Berichte aus erster Hand lesen zu können finde ich spannend. Ich freue mich auf der Webseite : andremarty.com neue Berichte lesen zu können.

Links zum Thema:

Der Blog : André Marty berichtet

Alexej Schindin ist ein dreissigjähriger Künstler, der ursprünglich aus Kostanaj, dem nördlichsten Kasachstan stammt. Also aus dem Kasachischen Sibirien. Er hat sich dann Anfangs zwanzig entschieden, nach Almaty an die Kunstakademie zu gehen und dort das Kunststudium zu machen, welches er dann nach fünf Jahrern auch mit dem Diplom beendete.

Ich habe Alexej oder umgangssprachlich “Loscha” vor etwa einem Jahr kennengelernt, als jungen, aufgestellten und sehr talentierten Mann. Sein Werk als Künstler besteht zum grössten teil aus Fotoarbeiten, Schwarz-Weiss Aufnahmen sind im Zentrum. Er hat die Fotos selber entwickelt und zum Teil anschliessend in digitalen Foto-Slideshows verarbeitet, die mich auch sehr beeindruckt haben, mit ihrer speziellen Stimmung.

dsc_0085_kl.jpg

Auch mit Ölfarbe arbeitet Loscha oft, in seiner “Datscha” in den Hügeln oberhalb Almatys findet er Ruhe und die nötige Distanz zum Grossstadtjungel, damit er konzentriert arbeiten kann. Um Geld zu verdienen geht er oft für grosse Filmprojekte z.B bei Kasachfilm als Artdirector arbeiten, oder auch als Bühnendekoratoeur.

Die Fotoarbeit “Верблюд” – übersetzt “Kamel” hat mich am meisten fasziniert und auch erschreckt, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Im Westen Kasachstans, also beim Kaspischen Meer hat Loscha eine Serie spektakulärer Fotos machen können, als ein Kamel in der offenen Steppe geschlachtet wurde. Von der Grossansicht bis zum abgehackten Kopf hat er alles dokumentiert.

Leider hat Alexej Schindin noch keine persönliche Ausstellung gemacht, aber ich denke es wäre an der Zeit, dass er sein Werk einmal der Öffentlichkeit präsentieren kann.

Hier ein Foto von A.Schindin mit dem besagten “Верблюд” und anschliessend zwei Ölbilder – Bitte Klicken Sie auf die Bilder für eine Ansicht in Originalgrösse :

arbeitsplatz_1 sascha_u_1 virblud

Annemarie Schwarzenbach wäre am 23. Mai 2008 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass wird ihr im Verkauf erfolgreichstes Buch «Lorenz Saladin, ein Leben für die Berge » neu herausgegeben.

Der Khan Tengri wurde am 11. September 1931 vom ukrainischen Bergsteiger Michail Pogrebetski zusammen mit seinen Begleitern Franz Zauberer und Boris Tjurin erstmals bestiegen.

khantengri_kl.jpg

Quellenangaben: Text und Bilder stammen von Emil Zopfi

Kurz vor Ankunft der »Moskauer «, wie die Expedition Saladins und Abalakows genannt wurde, erreichten die Bergsteiger Kolokolnikow, Kibardin und Tjütjünikow aus Alma Ata am 24. August 1936 als zweite Gruppe den höchsten Punkt. Ihre Route führte über den Westgrat, den heute üblichen Normalweg, den auch Saladin, Ewgeni und Witali Abalakow, Leonid Gutman und Michail Dadiomow durchstiegen. Sie erreichten am 5. September 1936 als dritte Expedition den Gipfel.

Auch die Retter, die der schwer angeschlagenen Truppe entgegengingen, stammten aus Alma Ata, die Überlebenden kamen dort ins Spital mit schweren Erfrierungen.

Dass Annemarie Schwarzenbach die Biografie eines Bergsteigers geschrieben hat, ist selbst für Kenner ihres Werks eine Überraschung. Sie war keine Bergsteigerin, doch schildert sie das Leben und die Expeditionen Saladins mit grosser Sachkenntnis, Einfühlungsvermögen und Bewunderung für seinen Mut und Unternehmungsgeist. Die Tochter aus reicher Familie war fasziniert von dem einfachen und unerschrockenen Mann aus Arbeiterkreisen, den sie persönlich nie getroffen hat. Sie entwirft in seinem Charakter ein eigentliches Gegenbild zu ihrem eigenen intellektuellen und unsteten Wesen, das von Depressionen und Drogensucht geprägt war.

Es gab aber auch Gemeinsamkeiten. Saladin war Kommunist in einer Zeit, in der sich viele bekannte Bergsteiger von den Nazis einspannen liessen. Die glühende Antifaschistin reiste für ihre Recherchen nach Moskau, traf dort Saladins Expeditionskollegen und konnte die Fotos seiner letzten, tragisch verlaufenen Expedition retten. Als Fotografin bewunderte sie die ästhetische und ethnografische Qualität der Bilder des Autodidakten.

Unsere Recherchen in russischen und schweizerischen Archiven und bei Nachkommen Saladins brachten viele neue Aspekte seines tragischen Schicksals und der literarischen Bearbeitung durch Annemarie Schwarzenbach zu Tage. Robert Steiner konnte aus russischen Quellen den Verlauf der unglücklichen Expedition genauer rekonstruieren, als das Schwarzenbach möglich war. Er würdigt die alpinistische Leistung der Expedition und recherchierte das Schicksal der russischen Expeditionsteilnehmer, von denen mehrere dem Terror Stalins zum Opfer fielen. Unter anderem wurden ihnen ihre Kontakte zu Saladin und Schwarzenbach zum Verhängnis.

Ich kenne Emil Zopfi schon seit langem, danke ihm auch herzlich für dieses Bild- und Textmaterial. Es besteht ja zwischen dem Ort des Geschehens und meinem aktuellen Aufenthaltsort eine wichtige Verbindung. Der Khan Tengri liegt unweit von Almaty beim Ort Narynkol unweit der Chinesischen Grenze er ist auch der grösste Berg Kasachstan mit 7010 Metern über Meer.

Links zum Thema:

saladin.jpg saladin_buch.jpg

012

Gestern habe ich ein interessantes Buchantiquariat an der Timirjasewa Strasse besucht, welches mir auf mein x-fach wiederholtes drängen :”wo bekomme ich sowjetische Postkarten” hin empfohlen wurde. Eine kleine Treppe rauf, dann schon beim öffnen der Eisentüre grosse Regale, überall bis an die Decke. Gefüllt mit russischer Trivialliteratur und sehr sehr vielen Detektiv-Romanen. Ich habe mich zur Kasse durchgeschlagen, zwei Frauen sassen dort beim notieren irgendwelcher verkauften Bücher und Zeitschriften. Ich habe sie gefragt, ob sie echte sowjetische Postkarten hätten.

Zu meinem grossen Glück war das der Fall. Ich wurde in ein gut beheiztes Zimmer geleitet, wo ich gleich den Mantel ablegen musste, weil ich sonst zu verschmachten drohte. Gleich darauf kam die Frau mit zwei Kisten voller Postkarten zurück. Ich hatte grosse Freude, an der riesigen Auswahl. Beziehungsweise an der bis jetzt grössten Auswahl an Sowjetischen Postkarten in Almatya. Es hatte alles: Meine Lieblingskarten, Sets à 14 Postkarten über die Städte Kasachstan während der ccp, dann aber auch jede Menge 1.Mai- Karten und Kriegserinnerungskarten.

Die Bilder zu den erwähnten Karten sehen Sie hier: Klicken Sie bitte auf die Karten, um sie in Originalgrösse betrachten zu können.

010 0042 0062 0071

Die Fahrt hat gestern mit einem wartenden weissen Auto an der Kreuzung Lenina/Klatschlova begonnen. Schön zu lesen auf der Vordertür des Geländewagens KVL-Bauconsulting. Also eine Deutsche Firma. Und die Aufschrift passt zu den darin sitzenden Personen. Sonst habe ich schon sehr viele Kleinlaster in Almaty gesehen mit Aufschriften irgendwelcher Deutschen KMU’s. Von der Metzgerei bis zum Blumenladen. Wir sind zusammen zum Skiort Chimbulak oberhalb Almaty gefahren, dann noch weiter bis auf über 2000 müM. Das Wetter war grandios, Azurblauer Himmel und keine einzige Wolke.

Ich bin noch in Begleitung etwas weiter den Berg hinaufgelaufen, beinahe auf die Passhöhe. Als wir retour zu den geparkten Autos kamen waren David und Dinko schon am Vorbereiten des Feuers, richtig professionell mit Spiritus und Karton brannte das Feuer nach wenigen Minuten lichterloh. Die mitgebrachten Salate schmeckten ausgezeichnet, wie im Anschluss auch die echten Deutschen Würste, welche auch unten auf den Fotos zu sehen sind.

Nach dem Grillieren sind wir zusammen noch auf die Mittelstation des Chimbulak Skigebietes gefahren, mit dem Sessellift. Rund um den Wintersportort Chimbulak werden Villen und auch eine neue grosse Drahtseilbahn gebaut, für das geplante Spektakel 2011 (Asian Wintergames).

almaty-2011.jpg

Bitte auf die Bilder klicken, um diese in voller Grösse betrachten zu können!

dsc_0106.jpg

dsc_0085 dsc_0105 dsc_0109 dsc_0111 dsc_0132 dsc_0135 dsc_0141

Links zum Thema:

Ich habe jetzt etwa fünf Monate kein Fernsehen mehr geschaut und darüber bin ich ausgesprochen froh. Klar fällt es mir hier leichter, meinen Fernseher in meiner Temporärwohung nicht einzuschalten, weil ich die Kasachischen Kanäle nicht allzugut verstünde.

Aber auch grundsätzlich halte ich nur noch sehr wenig vom Fernsehen. Meine Zeit ist mir zu schade, als dass ich mir irgendeine langweilige Serie anschauen würde. Auch als Informationsmedium, beziehungsweise als Sensationsgeiles “Informations”- Medium halte ich nichts mehr vom Fernsehen.

Darum sage ich Fernsehen macht:

tv_kaputt.jpg

kaputt!

Ich will jetzt niemanden auffordern, den eigenen TV, wie den oben abgebildeten zu malträtieren. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch Gedanken über euren täglichen Fernsehkonsum macht. Es ist auch nicht so dass, dass ich keinen Respekt habe, vor den FernsehmacheInnen, es ist eine ausgeklügelte Maschinerie und Massenmanipulation, die Jedermann und Jedefrau schnell in ihren Bann ziehen kann. Ich habe selber Jahrelang regelmässig Nachrichten geschaut und auch Serien, wie zum Beispiel “Star Trek” (Raumschiff Enterprise) oder Ähnliches. Jetzt würde ich nur noch die Simpsons schauen, das ist für mich das Letzte, neben einigen guten Reportage und Informationssendungen auf ARTE.

Liebe Leserinnen und Leser, – warum schaut ihr Fernsehen? Welches sind eure liebsten Sendungen? Und warum interessiert ihr euch für News-Sendungen? Schreibt mir doch eure Antworten in Form von Kommentaren hierhin!

Gerne hätte ich mal auch eine aktuelle Statistik, was das Aktuelle Fernsehverhalten in der Schweiz und in Deutschland betrifft!

Quellenangabe: Bild

Im Zentrum Almatys gibt es viele kleinere Strassen, bei denen derjenige, der oft zu Fuss unterwegs ist, weil das Kleingeld für einen Mercedes-Geländewagen oder Hummer fehlt, viel Interessantes zu Gesicht bekommt. So auch in der Nähe der Abaja-Strasse, etwas unterhalb der Kreuzung Seyfulina ist an einem Zaun das Schild angebracht:

dsc_0026.jpg

Darauf steht in etwas soviel wie: Museum-Der Geschichte der Medizin und Gesundheit – Kasachstans. Interessanter wird es dann, wenn man dem Schild folgt und sich auf ein Medizinhistorisches Museum freut:

dsc_0027.jpg

So sieht das Museum aktuell aus. Von weitem sieht das Ganze nach Brand aus. In Almaty gibt es sehr viele, auch grosse Gebäude der KP-Kasachstan (Kommunistische Partei Kasachstans), oder Sonstige die leer stehen. Vieles ist Spekulationen zum Opfer gefallen, oder Grundstücke und Liegenschaften wurden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verscherbelt und leider nicht im Stande gehalten.

Durch den Zaun habe ich mich ins Innere des Nebengebäudes gezwängt, welches nicht total zerstört ist. Das war auch ein Anblick für einen guten Indipendent-Movie. Der ganze Boden einen halben Meter hoch übersät mit alten Filmrollen. Die Negative schauten überall heraus. Ein paar Meter habe ich mitgenommen, es muss sich meiner lokalen Begleitung nach um einen sowjetischen film handeln. Ich war jedenfalls von Gebäude und “Medizingeschichte” sehr fasziniert.

Hier ein Fragment der auf dem Boden ausgebreiteten Filmrollen: Klicken Sie bitte auf die Bilder für ein eDarstellung in Originalgrösse!

kommunismus_01.jpg

In Kasachstan gibts nicht nur Erdöl, Erdgas und Uran. Sondern tatsächlich gibt es auch Schokolade, vom grösseten Süsswarenhersteller Rachat. Sie schmeckt sehr gut, diese “Kasachstanskij Schokolad“!

schokoloade_01.jpg

mann_05.jpg