Ich habe jetzt etwa fünf Monate kein Fernsehen mehr geschaut und darüber bin ich ausgesprochen froh. Klar fällt es mir hier leichter, meinen Fernseher in meiner Temporärwohung nicht einzuschalten, weil ich die Kasachischen Kanäle nicht allzugut verstünde.

Aber auch grundsätzlich halte ich nur noch sehr wenig vom Fernsehen. Meine Zeit ist mir zu schade, als dass ich mir irgendeine langweilige Serie anschauen würde. Auch als Informationsmedium, beziehungsweise als Sensationsgeiles „Informations“- Medium halte ich nichts mehr vom Fernsehen.

Darum sage ich Fernsehen macht:

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kaputt!

Ich will jetzt niemanden auffordern, den eigenen TV, wie den oben abgebildeten zu malträtieren. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch Gedanken über euren täglichen Fernsehkonsum macht. Es ist auch nicht so dass, dass ich keinen Respekt habe, vor den FernsehmacheInnen, es ist eine ausgeklügelte Maschinerie und Massenmanipulation, die Jedermann und Jedefrau schnell in ihren Bann ziehen kann. Ich habe selber Jahrelang regelmässig Nachrichten geschaut und auch Serien, wie zum Beispiel „Star Trek“ (Raumschiff Enterprise) oder Ähnliches. Jetzt würde ich nur noch die Simpsons schauen, das ist für mich das Letzte, neben einigen guten Reportage und Informationssendungen auf ARTE.

Liebe Leserinnen und Leser, – warum schaut ihr Fernsehen? Welches sind eure liebsten Sendungen? Und warum interessiert ihr euch für News-Sendungen? Schreibt mir doch eure Antworten in Form von Kommentaren hierhin!

Gerne hätte ich mal auch eine aktuelle Statistik, was das Aktuelle Fernsehverhalten in der Schweiz und in Deutschland betrifft!

Quellenangabe: Bild

Im Zentrum Almatys gibt es viele kleinere Strassen, bei denen derjenige, der oft zu Fuss unterwegs ist, weil das Kleingeld für einen Mercedes-Geländewagen oder Hummer fehlt, viel Interessantes zu Gesicht bekommt. So auch in der Nähe der Abaja-Strasse, etwas unterhalb der Kreuzung Seyfulina ist an einem Zaun das Schild angebracht:

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Darauf steht in etwas soviel wie: Museum-Der Geschichte der Medizin und Gesundheit – Kasachstans. Interessanter wird es dann, wenn man dem Schild folgt und sich auf ein Medizinhistorisches Museum freut:

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So sieht das Museum aktuell aus. Von weitem sieht das Ganze nach Brand aus. In Almaty gibt es sehr viele, auch grosse Gebäude der KP-Kasachstan (Kommunistische Partei Kasachstans), oder Sonstige die leer stehen. Vieles ist Spekulationen zum Opfer gefallen, oder Grundstücke und Liegenschaften wurden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verscherbelt und leider nicht im Stande gehalten.

Durch den Zaun habe ich mich ins Innere des Nebengebäudes gezwängt, welches nicht total zerstört ist. Das war auch ein Anblick für einen guten Indipendent-Movie. Der ganze Boden einen halben Meter hoch übersät mit alten Filmrollen. Die Negative schauten überall heraus. Ein paar Meter habe ich mitgenommen, es muss sich meiner lokalen Begleitung nach um einen sowjetischen film handeln. Ich war jedenfalls von Gebäude und „Medizingeschichte“ sehr fasziniert.

Hier ein Fragment der auf dem Boden ausgebreiteten Filmrollen: Klicken Sie bitte auf die Bilder für ein eDarstellung in Originalgrösse!

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In Kasachstan gibts nicht nur Erdöl, Erdgas und Uran. Sondern tatsächlich gibt es auch Schokolade, vom grösseten Süsswarenhersteller Rachat. Sie schmeckt sehr gut, diese „Kasachstanskij Schokolad„!

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Gestern war ich wieder einmal seit drei Monaten im Atelier von Erbossyn Meldibekov und lauschte seinen Ausführungen über die Kunst in Kasachstan und die Probleme. Er zeigte seine ganzen Fotos und was über ihn in den verschiedenen Katalogen usw. geschrieben wurde. Sein aktuelles Hauptthema sind die Fleischskulpturen. Er imitiert Skulpturen von Giacometti, arbeitet aber nicht mit Metall, sondern mit dem Fleisch, vorwiegend von Pferden, was seiner Ausführung nach mehr nach Zentralasien passt. Auch Actionfotos hat er verschiedenste gemacht. Die Werke haben nur eine Kurze Lebensdauer und darum ist das Foto das Kunstwerk, welches am Ende übrig bleibt.

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Gestern gabs eine grössere Tour zum Bahnhof Nummer eins in Almaty. Da bin ich erst einmal gewesen; bei der Rückkehr mit dem Zug von Astana. Das liegt nun auch schon über ein Jahr zurück. Ich wusste nicht mehr wie weit das von mir entfernt ist. Aber mit dem Taxi dauerte die Fahrt eine halbe Stunde. Das waren demnach weit über zehn Kilometer. Es war eine schöne Fahrt, zur Mittagszeit, alles unter einer Neuschneedecke von ein paar Zentimetern. Angekommen beim Bahnhof folgte die Frage, wohin wir nun gehen sollen. Ich wollte Rollmaterial fotografieren, was auch erstaunlich leicht gelang. Ein kleiner Fusstrampelweg zeichnete sich im Schnee ab, welcher zu den Depots führte. So machten wir uns auf. Nur einmal wurden wir davon abgehalten, zu fotografieren, einer Zugführerin rief uns von Weitem zu, dass das nicht erlaubt sei.

nach wenigen Metern wurde es schon sehr interessant. Riesige Lokomotiven, bei welche die Motoren liefen standen herum. Russische Ausführungen, mit dem Sowjetischen Stern vorne drauf. Die Dimensionen sind auf den Fotos knapp zu erahnen. Die Lokomotive ist im Schnitt doppelt so gross wie eine übliche in der Schweiz. Beinahe doppelt so hoch und mindestens doppelt so lang. Sie muss auch andere Naturgewalten aushalten und andere Distanzen zurücklegen.

Hier die Fotos, klicken Sie bitte auf selbigen, um sie in voller Grösse betrachten zu können!

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Ganz in der Nähe des Bahnhofs Nr. 1 habe ich dann die erste echte Leninstatue zu Gesicht bekommen. Der Name wurde aber von der Statue entfernt. Somit fiel es weder mir, noch meiner Begleitung leicht, die Statue als Lenin zu identifizieren. Eine Junge Frau beim Monument fragte ich deshalb :“Ist das hier Lenin“ – Sie bezeugte es mit einem Kopgnicken.

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