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Vor etwa zwei Wochen sind sie mir in der Nähe eines grossen Friedhofs ausserhalb Almatys zum ertsen Mal aufgefallen, die blauen Vögel. Sie fliegen zum Teil akrobatisch aus der Höhe herab und suchen auf diese Art eventuell ihr Futter. Bei einem Ausflug nach Kaskelen, einer Kleinstadt etwa 40 Kilometer von Almaty entfernt hatte es jede Menge dieser blauen Vögel, welche ich als Eisvögel identifiziert habe. Ganz sicher bin ich mir aber bis jetzt noch nicht, denn in der Schweiz habe ich nie ein lebendes Exemplar gesehen.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie gross die Artenvielfalt an Vögeln in und rund um Almaty ist. Es gibt auch immer wieder welche, denen ich keinen Namen zuordnen kann. Es ist aber mit einem 200mm Objektiv sehr schwierig diese Vögel zu fotografieren, weil sie einfach schneller sind als ich!

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In Almaty sind tatsächlich schon Streetart Kunstwerke zu betrachten. Auf das Thema wurde ich von einem jungen heimkehrenden Kasachen (aus Deutschland heimkehrend) aufmerksam gemacht, der sich selber eingehend mit dieser Kunstform auseinandergesetzt hat.

Hauptsächlich sind aktuell Gesichter an den Häuserwänden im Zentrum zu sehen “Che Guevara, Mr. Jones und auch Erfundene Sujets”.

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Das Thema ist aber unter den Künstlern wenig bekannt und als Erstes würde niemand einen Sinn darin sehen, mit Karton und Spraydose loszuziehen – zum Zweiten hätten die KünstlerInnen einfach zuviel Angst vor Repressalien.

Hier noch ein paar wichtige Streetartkünstler aus aller Welt:

Gerade in Kasachstan würde ich eine Entwicklung zu mehr Kunst auf, an und um die Strassen sehr willkommen heissen. Denn historisch gesehen hat die Sowjetunion gerade diese Kunstform sehr für ihre Zwecke benutzt. Jegliche Informationen wurden mit Kartonschablonen an Häuserwände gesprayt oder auf Plakate geklebt. Dann gab es, hab ich kürzlich gesehen in einer Art Pfadfinderbuch Anleitungen, den Leninkopf selber als Kartonfolie herzustellen und damit auf Stoff zu malen…

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Überdimensionale Kopfbedeckungen sind in allen Milizbereichen Kasachstans üblich. Wenn man zum ersten Mal nach Kasachstan kommt und im Flughafen durch den Zoll muss wird man zum ersten Mal konfrontiert mit diesen riesigen Hüten. Das Bild mutet manchmal wirklich kurios an, wenn ein Mädchen mit knapp 18 Jahren vor einem steht, keine 150 CM gross, dafür aber mit einem rieseigen Hut und Staatsplakette.

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Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich aber an die Grosshütigen und wünschte sich, dass sie etwas besser bezahlt würden, denn dann gäbe es in einer Grossstadt wie Almaty etwas weniger Probleme.

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Gestern Abend konnte ich einen Häuserbrand in Almaty vis a vis meiner Wohnung beobachten. Kurz nach Sechs war draussen im schon regnerischen Wetter eine riesige weisse Wolke zu sehen. Zuerst dachte ich mir nur, dass es ein Gewitterregen, wie schon am Nachmittag sei, als dann aber Sirenen zu hören waren und Polizeiautos anfuhren ging ich ans Fenster. Und da erschrak ich – ein ganzes Hausdach eines einstöckigen Hauses stand in Flammen.

Eindrücklich die Fotos, die ich aus meiner Küche gemacht habe:

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Die Feuerwehr rückte auch gleich an und versuchte den Brand zu löschen, was aber schwierig war, denn es brannte vermutlich Plastik oder andere schwer löschbare Materialien. Über mehr als zwei Stunden waren anschliessend noch die Informationen aus dem unten stehenden Polizeiauto zu hören, der darin sitzende Polizist schrie über Mikrophon herum, wenn ein Auto zu nahe an die Brandstelle heranfuhr, oder sich anderweitig nicht an sie Verkehrsregeln hielt.

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Das Kasachische Ökosystem, so denkt man hat bereits genug zu leiden, wenn man an die Nachlassenschaft aus den Zeiten der UDSSR denkt. Aber nein es geht genau gleich weiter, wenn nicht noch schlimmer.

Bei einem Ausflug etwas ausserhalb der Stadt denkt man, es wartet ein Naherholungsgebiet auf einen, wie es in den Kasachischen Reklamen auf TV Spots oder in der Werbung verheissen wird. Immer wieder sagen die Kasachen voller Stolz :” Schaut doch her, wir haben hier Berge, Natur, alles wie in der Schweiz!” – Nun gut, auf den ersten Blick mag das stimmen. Kurz darauf muss man fast total blind sein, um die Realität nicht zu erkennen.

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Ein schönes Flüsschen kommt durch ein grünes Bergtal hinunter. Idyllisch. Dann geht man dem Flüsschen entlang Richtung Berge und als Erstes nimmt man den Geruch wahr. Überall im Flüsschen liegen Abfälle. Nicht bloss ein paar Coladosen oder Bierflaschen. Darüber könnte man ja noch hinwegsehen. Nein es sind ganze Berge von Müllsäcken, Kinderwagen, TV’s… die da mitten im schönsten Naturgebiet liegen.

Das Fragliche für einen Ausländer in Kasachstan ist erstens wer macht so etwas und zweitens warum macht Jemand so etwas. Schliesslich leben die Menschen in dieser Gegend und man kann den Abfall genauso gut wieder dahin zurückbringen, wo man die Produkte gekauft hat. Und dann fragt man sich auch, was denn die Behörden machen, ob ihnen das wohl einfach egal ist?

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Endlich einmal erwischt! Es ist alles Andere als einfach einen Fasan zu fotografieren. Die Tiere sind ässerst Objektivscheu. In den Wäldern rund um Almaty wimmelt es im Frühling nur so von Fasanen. Die Laute, die sie von sich geben hört man kilometerweise. Und wenn man etwas abseits vom Weg geht, dann erschrickt man nicht selten, wenn ein Fasan direkt aus dem Gras hochspringt und mit wildem Flügelschlag und lautem Geschnatter davonfliegt.

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King Burger, die kasachische Alternative zu Burger King und Mc Donald’s. Wenn man in der Schweiz oder ach Deutschland essen gehen will, dann kommt man fast unweigerlich auch an einem Mc Donald’s vorbei. Und die Behörden, allen voran das Bundesamt für Gesundheit warnen immer wieder vor übermässigem Konsum bei diesen Fastfoodketten. Aber wer geht schon nicht selber mit seinen Kindern mal da essen, dann prägen sich die Markenzeichen und Logos ein und später muss man dann schon fast bis nach Kasachstan reisen, um diesem Terror zu entkommen.

Interessanterweise sind diese Fastfoodketten in Kasachstan noch ganz am Anfang ihrer Karriere und besonders beliebt sind sie in der Bevölkerung nicht. Das sieht man auch an der Besucherfrequenz tagsüber. Die Kasachen geben nicht Geld aus, für etwas zerhacktes, mit Brot und weiss nicht was sonst noch gestrecktem Fleisch. Die wollen richtig Fleisch und das am Stück. Am besten am Spiess oder in grossen Stücken mit Teig (Nationalgericht Beshbarmak) auf dem Teller. Diese Ernährung ist sicher auch nicht das allergesündeste, aber man übergibt das Geld nicht einem Multinationalen Konzern, der sowieso nur auf die totale Vereinheitlichung des Geschmacks hin arbeitet!

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Jedes Jahr am 9.Mai ist viel los in Kasachstan. An diesem Tag ist auch noch die feste Verankerung in die Russischen Traditionen zu spüren.Der Den Pobedi (Siegestag) über die Faschisten wird gross gefeiert. Im Panfilowpark, sehr zentral gelegen wird alljährlich ein grosses Spektakel aufgeführt um das Ende des 2.Weltkrieges und den Triumpf über die Faschisten zu feiern. Dabei gebührt als Erstes die Ehre den VeteranInnen des Kriegs. Wobei es jedes Jahr weniger werden. Und viele der Veteranen schleppen sich oft mit grosser Mühe an die Feierlichkeiten. In diesem Moment ist auch zu sehen, in welch desolaten Zuständen sich die alten Menschen in Kasachstan befinden. Renten reichen oft nicht einmal aus, um sich das Nötigste zu kaufen. Und in den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlt sich ein Mensch, der schlecht auf den Beinen ist alles Andere als wohl. Auch das Gesundheitswesen ist nicht auf Alte Menschen ausgelegt. Das wohl grösste Problem ist aber wohl die Vereinsamung. In schrecklichen , heruntergekommenen Wohnungen hausen alte Menschen oft beinahe ohne jeglichen Sozialkontakt.

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Aber zurück zum Tag des Sieges, an diesem Tag werden die Veteranen geehrt. Mit zum Teil Dutzenden von Abzeichen stehen sie Spalier und warten darauf, dass die Festrede so schnell als   möglich vorüber ist.

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Links zum Thema:

Aishan Turbaeva, Textilkünstlerin aus Almaty (Kasachstan) hat ab sofort eine neue Webseite. Auf dieser Webseite sind die letzten Werke (Gobelins) zu sehen, grosse Wandteppiche, 100% Handarbeit. Zudem gibt es die neuste Handtaschenkollektion, welche ebenfalls aus Gobelin-Stoff besteht, den Aishan Turbaeva selbstgemacht hat. In jeder Handtasche steckt eine Menge Handarbeit, darum sind auch die angegebenen Preise im Shop mehr als gerechtferetigt. Bei Kaufinteresse füllen Sie bitte das Kontaktformular auf der Webseite aus.

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Links zum Thema:

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Schmuck aus Kasachstan – Kambar, dessen Nachnamen zu kompliziert ist, zur Wiedergabe arbeitet im “Dom Chudoschnik” im Zentrum Almatys. Er ist Silberschmied und kreiert selber Schmuck für Kundenaufträge. Schön anzusehen sind die verschiedenen Stücke, hier eine kleine Auswahl auf den Fotos.

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Immer wieder zu beobachten beim Kunsthandwerk der Kasachen ist das ständig wiederkehrende Motiv der Jurte in allen Varianten. Das Jurtendach als Werbemotiv reduziert ist auf fast allen staatlichen Organisationslogos wiederzufinden oder bei weit über 50% der kasachischen Firmenlogos.