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Plattenbauten sind das wohl markanteste, was die Sowjetunion in Kasachstan hinterlassen hat. Die meisten Städte bestehen überwiegend aus solchen Betonklötzen. Es gibt sie in verschiedensten Variationen und Grössen. Normalerweise verfügen die Gebäude über drei bis acht Stockwerke. Ab sechs Stockwerken ist meistens ein Lift eingebaut. Ich habe nun meinen Blick etwas auf den Eingang und die Treppenhäuser dieser Wohnsilos konzentriert.

Im Normalfall sind die Eisentüren in einem Türkisfarbton gehalten. Manchmal gibt es aber auch braune und blaue Variationen. Über der Tür ist eine Betonplatte horizontal gelegt, sie soll wohl gegen den Regen schützen. Oft aber möchte man lieber ins Haus gelangen, ohne unter einer solchen Platte durchzumüssen. Denn die Metallfassung rostet fast immer und der Zement bröckelt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mal Jemand eine solche Platte auf den Kopf kriegt.

Die Türen, das scheint auch Sowjetische Einheitsordnung zu sein müssen immer übersät sein mit Dutzenden von Papierfetzen. Da werden Wohnungen gesucht, allerhand Dienstleistungen angeboten. Vom Internetzugang über den Englischkurs bis zu Japanischen Kampfsportarten.

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Um den Eintritt ungebetenen Gästen zu verwehren sind an den Türen Schlösser angebracht mit zehn Metallknöpfen. Und der Bewohner muss einen Code wie 367 eingeben. Tatsächlich sind diese Schlösser häufig unbrauchbar. Im Winter sind Sie meistens eingefroren und wenn man kein Feuerzeug hat, dann kann man Schwierigkeiten bekommen, in die eigene Wohnung zu gelangen. Oft sind die Knöpfe mit dem Code auch so oft benutzt worden, dass Niemand Schwierigkeiten hat, den Code zu erkennen.

4 Kommentare
  1. Sergej
    Sergej sagte:

    Seit neuestem sind die meisten eingänge zu solchen häusern mit elektronische schlössern versehen, es gibt 2 verbreitet arten 1 mit so einem zahlencode tabloid und die 2 variante ist so ein rfid chip den man an das Lesegerät hält http://www.sascha-markuse.de/wp-content/uploads/2009/03/schluessel.gif ein bekannter von mir installiert die dinger da. Die Firmen installieren das ding gegen eine monatliche Gebühr oder eine einmal Zahlung, meist aber eine monatliche Zahlung so kassieren sie schön Regelmässig. Die Dinger sind wahre Gelddruckmaschienen meinte er.

  2. R.Wiedenmeier
    R.Wiedenmeier sagte:

    @Sergej: Das stimmt, viele von den alten Türen verschwinden und werden durch diese Sicherheitstüren ersetzte. Doch diese sind alles Andere als sicher. Wenn der Strom ausfällt, was im Sommer mindestens einmal pro Woche geschieht, dann funktionnieren diese Türen nicht.

    Das Zweite ist die Gewohnheit der BewohnerInnen. Wenn Jemand in eine der Plattenbauten kommen will, muss er nur bei diesem Code klingeln und sagen, er sei der Postbote. Das garantiert 100% zugang :smile:

  3. NB
    NB sagte:

    Kann ich alles nur bestaetigen. Der Lichtblick: Bei Stromausfall geht auch der Fahrstuhl nicht, d. h. entsprechende Eindringlinge kaemen sowieso nicht bis zu uns nach oben…

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