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Strassenputz auf Kasachisch. Das heisst schnell und ohne Aufwand. Ein Lastwagen mit Zisterne und Druckdüsen überschneidend angebracht. Das ist alles, was nötig ist. Sobald der Tank leer ist fährt der Grusewik (Lastwagen) an eine Wasserstelle. Die sind überall in der Stadt in einer Art Werkhof untergebracht. Ein Rohr plätschert da ununterbrochen. Der Lastwagen muss nur drunter fahren und warten, bis das Wasser überschwappt. Dann geht es zurück um den Staub von der Strasse zu spritzen. Was ganz toll für die Autofahrer ist entpuppt sich aber für einen Touristen oft als kleiner Schock. Denn wenn ein solcher Putzwagen auf einen zurollt sollte man sich schnell vom Gehsteig entfernen oder man riskiert nasse, dreckige Schuhe und Hosen.

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An offiziellen Gebäuden der ehemaligen Sowjetunion finden sich oft wahre Kunstwerke! In Kasachstan besteht diese „Kunst im öffentlichen Raum“ meistens aus Mosaiken und überdimensionalen Eisenplastiken. Die Mosaike sind ebenfalls von riesigen Dimensionen. Dasjenige, welches Sie auf obigem Foto sehen ist mindestens 10 x 3 Meter gross. Viele wurden nach der Perestroika zerstört oder wurden dermassen vernachlässigt, dass eine Restauration sinnlos wäre. Ab und zu sind   aber wieder Bestrebungen im Gang, diese Überreste der Sowjet-Ära zu erhalten.

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Plattenbauten sind das wohl markanteste, was die Sowjetunion in Kasachstan hinterlassen hat. Die meisten Städte bestehen überwiegend aus solchen Betonklötzen. Es gibt sie in verschiedensten Variationen und Grössen. Normalerweise verfügen die Gebäude über drei bis acht Stockwerke. Ab sechs Stockwerken ist meistens ein Lift eingebaut. Ich habe nun meinen Blick etwas auf den Eingang und die Treppenhäuser dieser Wohnsilos konzentriert.

Im Normalfall sind die Eisentüren in einem Türkisfarbton gehalten. Manchmal gibt es aber auch braune und blaue Variationen. Über der Tür ist eine Betonplatte horizontal gelegt, sie soll wohl gegen den Regen schützen. Oft aber möchte man lieber ins Haus gelangen, ohne unter einer solchen Platte durchzumüssen. Denn die Metallfassung rostet fast immer und der Zement bröckelt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mal Jemand eine solche Platte auf den Kopf kriegt.

Die Türen, das scheint auch Sowjetische Einheitsordnung zu sein müssen immer übersät sein mit Dutzenden von Papierfetzen. Da werden Wohnungen gesucht, allerhand Dienstleistungen angeboten. Vom Internetzugang über den Englischkurs bis zu Japanischen Kampfsportarten.

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Um den Eintritt ungebetenen Gästen zu verwehren sind an den Türen Schlösser angebracht mit zehn Metallknöpfen. Und der Bewohner muss einen Code wie 367 eingeben. Tatsächlich sind diese Schlösser häufig unbrauchbar. Im Winter sind Sie meistens eingefroren und wenn man kein Feuerzeug hat, dann kann man Schwierigkeiten bekommen, in die eigene Wohnung zu gelangen. Oft sind die Knöpfe mit dem Code auch so oft benutzt worden, dass Niemand Schwierigkeiten hat, den Code zu erkennen.