Hinter meiner Wohnung, auf der anderen Seite der Lenina befindet sich eine Militärakademie. Da treffe ich auf der Strasse oder in der Nähe immer freundliche junge Kasachen aus dem Dienst:

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Ich möchte mit diesem Artikel eine Themenwoche starten. Das Thema ist „Fotografie” – Ich fotografiere täglich und bezeichne mich ab und zu auch als Fotograf. Besonders seit ich in Kasachstan bin, und auch eine eigene Ausstellung machen konnte setze ich mich vermehrt mit dem Thema auseinander.

Den Prozess von der Schwaz-Weiss Fotografie, mit selber entwickeln, bis zur seriellen Digitalfotografie habe ich selber erlebt. Ich bin ein Fan von Fotografien und freue mich auch, gute betrachten zu können.

Die Fotografie ist eine eigenständige Kunst, ein Kommunikationsmedium und ein Medium zur Dokumentation. Letzteres kennt vermutlich Jedermann, wir leben in einer gut dokumentierten Welt und somit hat Jeder ein dickeres oder dünneres Familienalbum und kann seine Biographie auf dem Tisch auslegen.

Als eigenständige Kunstform löste die Fotografie die Malerei, wie damals befürchtet nicht ab, sie entwickelte sich rasant weiter und hat in guten Kunstbuchläden eine eigene Abteilung, oder zumindest ein eigenes Regal.

Zum ersten Artikel:

Heute war ich an einem Workshop für Fotografen aus Kasachstan dabei. Das Goethe Institut in Almaty hat unter der Leitung von Günther Hasenkamp diesen Anlass realisiert. Die teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen kannte ich bis auf wenige Ausnahmen persönlich. Der Gastdozent war der Fotograf Jens Liebchen aus Deutschland, welcher dort arbeitet und ein spannendes Projekt machte, im Jahre 1999. Es gibt darüber auch einen Fotoband. „Kunst-Politik” mit Namen. Bei der Eröffnung des renovierten Bundestages fotografierte er Abgeordnete in Schwarz-Weiss, aber auch Farbe. Ich habe den Fotoband heute selber ansehen können und mir gefallen die Fotografien sehr gut!

Zum heutigen Tag, Am Vormittag zeigten Die KünstlerInnen ihre eigenen Arbeiten mit Beamer und Laptop, darunter hatte es ebenfalls eindrückliche Fotos. Herr Liebchen sagte seine Meinung zu den gezeigten Werken mit einem positiven Unterton, welcher die KünstlerInnen auch auffordern sollte weiter zu fotografieren. In Kasachstan gibt es so gut wie keine öffentlichen Gelder und somit haben es Freischaffende KünstlerInnen hier sehr schwer.

Am Nachmittag zeigten die Teilnehmer ihre Hausarbeit (Portraitfotos) Da war das Spektrum gross. Von der Teilnehmerin, die sich Augentropfen verabreicht, bis zum Bettler und den eigenen Eltern.

Soviel zum ersten Text zum Thema Fotografie. Die Bilder zeigen Jens Liebchen und ein Gruppenfoto vor dem Goethe Institut in Almaty.

Auf die Bilchen klicken für eine Darstellung in voller Grösse!

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Hier ein Beispiel eines richtig Sowjetischen Treppenhauses. Dasjenige, welches man hier sieht ist meins! Mir gefällt diese Gleichheit, –   Die Farbtöne variieren etwas. Das ist das Einzige. Auf dem unteren Foto sieht man ein dickes Stahlrohr, welches früher einem sehr guten Zweck diente. Man konnte seinen Müll einfach in seiner Etage neben der Tür in den Schlund werfen und dann rutschte dieser in einen Container im Erd – oder Untergeschoss. Leider wird diese Dienstleistung nicht mehr angeboten!

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So sieht eine Altglassammlung in Almaty aus. Derjenige, welcher die Flaschen zurückbringt erhält die darauf angeschriebene Summe in Tenge zurück. Oft gibt es Abfallwühler , die mit grossen Säcken die Flaschen zurückbringen. Während der Sowjetunion, so wurde mir gesagt war das Zurückbringen weit öfter in Usus, als heute. Prinzipiell landet Altglas mit Altblech, Altöl und Alteelektroabfall zusammen in der Mülltonne. Auf der Strasse sieht das Bild etwas anders aus. An fast jeder Kreuzung hat es grosse Müllcontainer, wo theoretisch getrennt gesammelt werden kann. Ich hab aber schon mehrfach reingeschaut und bemerkt, dass hinter der schönen Trennfassade nur ein grosser Behälter stand, und dieser von der Müllabfuhr als Gesamtpaket abgeholt wurde.

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Unter dem Motto ‘Destination Asia – Eastern Orientalism’ fand die Internatinale Konferenz zur Zeitgenössischen Kunst in Zentralasien statt. Das Kuratorentrio “Sharmila Samat (Indien, Abdul Quddus Mirza (Pakistan) und Valeria Ibraeva (Kasachstan) informierten im dritten Teil des Projekts ‘Destination Asia’ über Neues in der lokalen Kunstszene, aber auch über ganz Anderes.

Aus der lokalen Kunstszene waren im Bereiche Kuratoren und ‘gestandene’ Künstler alle Anwesend, die Rang und Namen haben. Was mich etwas überraschte, im negativen Sinne war, wie wenig junge KünstlerInnen an der Konferenz teilgenommen haben. Entweder ist das Interesse zu gering, oder die Information über den Anlass gelangte nicht weit genug.

Auf den Fotos unten sieht man Werke von Oksana Shatalova, (Die vier   hochformatigen Fotos mit den Kindern unter Stacheldraht), – die Künstlerin selber mit Brille vor dem 3M Logo. Des Weiteren sind Werke eines mir unbekannten Künstlers zu sehen. mit Fotos von Bushaltestellen aus der Zeit der cccp in Kasachstan. Mir haben diese Fotos sehr gefallen. Auch das Gebäude ist ein Überbleibsel der Kolonialmacht Russland. Das Haus der Wissenschaften. schön auch der Ausblick auf das Hotel Kasachstan über einen leicht verfallenen Innenhof.

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Am Stadtrand Almatys, Richtung Medeo wird seit geraumer Zeit an einer Riesenüberbauung gewerkt. Sie sieht für meinen Geschmack etwas zu kitschig aus. Doch ich befürchte bei diesem Bau weniger, dass er leerstehen bleibt, im Gegensatz zu vielen Anderen, über die ich auch schon geschrieben habe. Die Lage ist extrem gut, direkt am an der Waldgrenze. Man sieht in die Berge einerseits und über die ganze Stadt und damit auch den Smog auf der anderen Seite. Bei den Links eine Liste mit Bauvorhaben die in Almaty realisiert werden.

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