Das Buch von Michel Houllebecq “Ausweitung der Kampfzone” habe ich vor vielen Jahren einmal gelesen und damals hat es mich auch noch fasziniert. Er hat für Aufruhr gesort, mit seinem Schreibstiel. Nun habe ich auch den Film “Ausweitung der Kampfzone” gesehen. Er ist gut gemacht und trifft ziemlch genau die Stimmung des Buches.

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“Auf Nomadenwegen zwischen Kaspischem Meer und Altaj” – so der Titel des wichtigsten Deutschsprachigen Reiseführers für Kasachstan. Geschrieben wurde der Reiseführer von Dagmar Schreiber (Jahrgang 1962, studierte Philosophie in St. Petersburg und Moskau und arbeitete sieben Jahre als Soziologin, bevor sie 1994 in das Weltbank-Projekt ›Lebensstandard-Studie‹ in Kasachstan einstieg).

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Für mich war der Reisefüher ständiger Begleiter auf meinen ersten Reisen nach Kasachstan. Die Informationen darin sind nicht nur fundiert und gut recherchiert, sondern auch Grafisch gut dargestellt. Letzteres vor allem in der neuen Ausgabe 2009.

Zum ersten Mal erscheinen in dieser Auflage auch zwei meiner Fotos beim Kaptel über die grösste Stadt des Landes “Almaty”.

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Dagmar Schreiber bietet über ihre Webseite “www.kasachstanreisen.de” immer wieder geführte Reisen in die entlegensten Ecken Kasachstan an. Zudem ist die Webseite das elektronische Pendant zum gedruckten Reiseführer.

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Von Prof. Hakan Kültürbek habei ich News erhalten. Auf der Webseite ‘piszavod.org‘ startet ein Onlineroman, hier die kurze Stllungsnahme von Hr.Kültürbek:

Der Ramadan ist da. Wir hungern, dürsten und abends schleicht der sanfte Geruch von Hammelkuchen durch unsere Häuser. Nach dem unendlichen Abendmahl klemmen wir uns für gewöhnlich Sitzkissen in den Nacken und halten uns die Bäuche. Irgendwann erhebt sich dann die Großmutter und holt ein ehrwürdiges Buch mit Ramadangeschichten aus dem Schrank. Doch noch immer gibt es viel zu wenig erbauende Ramadanliteratur mit spannenden Inhalten. Diesen Mangel versucht Vjatscheslav Kurdaschwili mit seinem Buch „Tatarenreisen. Ein Spiegel für Prinzen“ zu beheben. Mit schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht deshalb Piszavod VODT dieses wunderbare Werk kostenlos unter: http://www.piszavod.org/balschoj/roman.html

Wer sich übrigens die Mühe machen möchte, diesen Roman für unsere blinden Freunde auf Tonband zu lesen, erhält von uns als Belohnung einen Gebetsruf-Wecker.

Wir wünschen unterhaltsame Lektüre und einen gesegneten Ramadan!

Ihr

Prof. Hakan Kültürbek

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Vom Leiter des hiesigen Goethe-Institutes habe ich ein Exemplar des Buches “Machtmosaik Zentralasien” bekommen. Ich werde es in den nächsten Wochen mit Vergnügen durchlesen. Was ich schon beim Durchblättern gesehen habe, das sind die vielen Karten, zu Aktuellem, politischem, geographischem aber z.B auch zu den Wegen des Drogenhandels. Auffällig ist die Qualität der Karten. Zitat von der Webseite “Bundeszentrale für politische Bildung

Im Juni 2007 hat der deutsche Außenminister die Strategie der Europäischen Union gegenüber den Ländern Zentralasiens vorgestellt. Zentralasien wird darin als strategischer Partner der EU bei der regionalen Zusammenarbeit in Fragen der Wirtschaft, des Umweltschutzes, der Energieversorgung, der internationalen Sicherheit und der Entwicklung von Menschenrechten und Demokratie identifiziert.

Zentralasien mit Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan ist für die meisten Europäer eine terra incognita. Der Band versucht, historische und aktuelle Entwicklungen wie Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Über 50 AutorInnen entwerfen das Mosaik eines geopolitischen Raumes von inzwischen globaler Bedeutung.

Hier zwei Kartenbeispiele und das sehr gelungene Umschlagsbild:

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Annemarie Schwarzenbach wäre am 23. Mai 2008 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass wird ihr im Verkauf erfolgreichstes Buch «Lorenz Saladin, ein Leben für die Berge » neu herausgegeben.

Der Khan Tengri wurde am 11. September 1931 vom ukrainischen Bergsteiger Michail Pogrebetski zusammen mit seinen Begleitern Franz Zauberer und Boris Tjurin erstmals bestiegen.

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Quellenangaben: Text und Bilder stammen von Emil Zopfi

Kurz vor Ankunft der »Moskauer «, wie die Expedition Saladins und Abalakows genannt wurde, erreichten die Bergsteiger Kolokolnikow, Kibardin und Tjütjünikow aus Alma Ata am 24. August 1936 als zweite Gruppe den höchsten Punkt. Ihre Route führte über den Westgrat, den heute üblichen Normalweg, den auch Saladin, Ewgeni und Witali Abalakow, Leonid Gutman und Michail Dadiomow durchstiegen. Sie erreichten am 5. September 1936 als dritte Expedition den Gipfel.

Auch die Retter, die der schwer angeschlagenen Truppe entgegengingen, stammten aus Alma Ata, die Überlebenden kamen dort ins Spital mit schweren Erfrierungen.

Dass Annemarie Schwarzenbach die Biografie eines Bergsteigers geschrieben hat, ist selbst für Kenner ihres Werks eine Überraschung. Sie war keine Bergsteigerin, doch schildert sie das Leben und die Expeditionen Saladins mit grosser Sachkenntnis, Einfühlungsvermögen und Bewunderung für seinen Mut und Unternehmungsgeist. Die Tochter aus reicher Familie war fasziniert von dem einfachen und unerschrockenen Mann aus Arbeiterkreisen, den sie persönlich nie getroffen hat. Sie entwirft in seinem Charakter ein eigentliches Gegenbild zu ihrem eigenen intellektuellen und unsteten Wesen, das von Depressionen und Drogensucht geprägt war.

Es gab aber auch Gemeinsamkeiten. Saladin war Kommunist in einer Zeit, in der sich viele bekannte Bergsteiger von den Nazis einspannen liessen. Die glühende Antifaschistin reiste für ihre Recherchen nach Moskau, traf dort Saladins Expeditionskollegen und konnte die Fotos seiner letzten, tragisch verlaufenen Expedition retten. Als Fotografin bewunderte sie die ästhetische und ethnografische Qualität der Bilder des Autodidakten.

Unsere Recherchen in russischen und schweizerischen Archiven und bei Nachkommen Saladins brachten viele neue Aspekte seines tragischen Schicksals und der literarischen Bearbeitung durch Annemarie Schwarzenbach zu Tage. Robert Steiner konnte aus russischen Quellen den Verlauf der unglücklichen Expedition genauer rekonstruieren, als das Schwarzenbach möglich war. Er würdigt die alpinistische Leistung der Expedition und recherchierte das Schicksal der russischen Expeditionsteilnehmer, von denen mehrere dem Terror Stalins zum Opfer fielen. Unter anderem wurden ihnen ihre Kontakte zu Saladin und Schwarzenbach zum Verhängnis.

Ich kenne Emil Zopfi schon seit langem, danke ihm auch herzlich für dieses Bild- und Textmaterial. Es besteht ja zwischen dem Ort des Geschehens und meinem aktuellen Aufenthaltsort eine wichtige Verbindung. Der Khan Tengri liegt unweit von Almaty beim Ort Narynkol unweit der Chinesischen Grenze er ist auch der grösste Berg Kasachstan mit 7010 Metern über Meer.

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Von einem guten Kollegen (Polotologe), hier ausgeliehen bekommen – das Buch “Imperium” von “Ryszard KapuÅ›ciÅ„ski”. Bis zur Hälfte hab ich es jetzt gelesen. Eindrücklich geschildert ist die Zeit währen der Russischen Vorherrschaft im ganzen Osten, dann aber auch die Zeit des Zusammenbruchs und die Reisen KapuÅ›ciÅ„ski durch die Länder der ehemaligen Sowjetunion. Kapitel über Armenien, Georgien, Aserbajan usw. eindrücklich, flüssig und aufs Wesentliche reduziert geschrieben.

Für mich, der sich aktuell im fernen Osten befindet sehr spannend, wie das ein Journalist und Schriftsteller aus Polen erlebt hat. Denn ich konnte ja den “echten” Kommunismus nicht erleben. Vieles davon ist hier noch übrig und spürbar, doch eben, sicher nicht mehr so stark und totalitär, wie es vor 20 oder 3o Jahren gewesen ist.

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