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Eine Hafenanlage, fast völlig verrottet und deshalb interessant anzusehen, befindet sich nicht weit von der Staumauer des Kaptschagaj Stausees. Es ist nicht ganz einfach, zu den interessantesten Objekten, den halb verfallenen Schiffen zu gelangen, die auf den Wiesen herumliegen, denn wie überall in Kasachstan haben Besitzer solcher Anlagen Angst vor Spionage. Auch bei diesem Besuch dauerte es nicht lange, bis Security-Angestellte auftauchten und mit wilden Gesten das Fotografieren untersagten.

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Welchem Zweck genau die Anlage gedient hatte war nicht in Erfahrung zu bringen. Vermutlich aber wurde Zement oder andere Materiale mit den Schiffen transportiert um die Staumauer zu errichten oder später um sie zu sanieren. Verrückt ist der Kontrast an diesem Stausee. Weniger als 500 Meter von der fotografierten Stelle befindet sich eine riesige Villengegend und ein Casino!

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Das Tianshan Bergmassiv erhebt sich hinter Almaty auf eine Höhe bis 5020 Metern über Meer. Der höchste Pik dieses Gebirges eben mit 5020 Metern ist der Pik Talgar, der auf diesen Fotos sehr gut zu sehen ist. Gemacht wurden die Aufnahmen an einem äusserst klaren Tag am Kaptschagai Stausee, etwa 80 Kilometer ausserhalb Almatys. Für Jeden Reisenden, der einmal in der Zeit zwischen Juni und September in Kasachstan ist lohnt sich eine Wanderung in den Bergen des Alatau/Tienshan Gebirges auf jeden Fall.

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Gaischa Madanowa die 23 jährige Fotokünstlerin (geb. 1987   in Almaty) hat ihre erste persönliche Fotoausstellung im Goethe Institut in Almaty eröffnen können. Zehn Quadratische Fotos in Farbe mit Köpfen von hinten präsentiert Gaischa. Hier ihr eigenes kurzes Statement zur Ausstellung :

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Gaischa ist noch sehr jung, hat aber viel Erfahrung mit der Fotografie weil ihr Vater selber ein anerkannter Foto und Videokünstler aus Kasachstan ist, der schon in vielen Ausstellungen im Soros Centre Almaty seine Werke gezeigt hat. Gaischa interessiert sich auch in Europa ihre Arbeiten zu präsentieren und darum ist sie ständig auf der Suche nach Möglichkeiten für ein kulturelles Austausch oder Bildungsprogramm.

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Überdimensionale Kopfbedeckungen sind in allen Milizbereichen Kasachstans üblich. Wenn man zum ersten Mal nach Kasachstan kommt und im Flughafen durch den Zoll muss wird man zum ersten Mal konfrontiert mit diesen riesigen Hüten. Das Bild mutet manchmal wirklich kurios an, wenn ein Mädchen mit knapp 18 Jahren vor einem steht, keine 150 CM gross, dafür aber mit einem rieseigen Hut und Staatsplakette.

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Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich aber an die Grosshütigen und wünschte sich, dass sie etwas besser bezahlt würden, denn dann gäbe es in einer Grossstadt wie Almaty etwas weniger Probleme.

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So sah es früher, das heisst noch vor ca. 20 Jahren in Kasachstan aus! In schönen Paraden wurden Arbeitsleistungen Propagiert, die Bevölkerung auf die Kommunistische Lebenshaltung eingeschworen und alles schön in ein dunkles Rot getaucht. Heute ist das in Kasachstan etwas anders. Im letzten Jahr hat die Regierung komplett Abstand genommen zum Volksfest der Sowjetunion und einen 1.Mai der Kulturen lanciert.

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Auf einem der grössten Plätze Almatys wird nun dieses Volksfest ausgetragen. Auf einer überdimensionalen Bühne sind jede Menge bunte Plakate und Stofftransparente aufgehängt und aus Lautsprechertürmen hämmert die Techno-Volksmusik.

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Von Neun am Morgen bis spät am Abend tanzen den ganzen Tag über die 100 Weissnichtwieviel Volksgruppen ihre “traditionellen” Tänze vor. In Anführungs und Schlusszeichen wegen der ziemlich einheitlichen Trachten und der noch einheitlicheren Volksmusik. Oft ist nicht einmal ein grosser Unterschied zu erkennen zu irgendwelchem Technobeat unterlegtem Schweizer Alpenjodlersound.

Hier ein paar Fotos zum 1.Mai in Kasachstan, welcher ganz ohne Krawalle zu Ende ging. Dafür auch mit einem guten Sicherheitsdispositiv. Die Polizei öffnete gar die Schranke zur Bühne, weil so wenig Publikum gekommen ist, dass kein grosses Gedränge zu befürchten war. Die Volksgruppen die auf den Fotos zu sehen sind   : Tataren, Usbeken, Kasachen und Juden. Leider nicht auf den Fotos ist die Gruppe des Deutsch-Kasachischen Theaters, welches auf Deutsch ein Volksliedchen zum Besten gegeben hat.

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Über das Wochenende fand ein Fotografie Workshop im Anschluss an die Ausstellung von Loredana Nemes in Almaty statt. Leider hatte ich nur die Möglichkeit, die letzten Stunden des Workshops zu besuchen. Teilgenommen haben etwa vierzig der wichtigsten JungfotografInnen Kasachstans. Viele mir bekannte KünstlerInnen waren anwesend.

Ein lustiger Zufall war für mich, dass Loredana Nemes bei der Präsentation der wichtigsten Kunstfotografinnen auch Annelies Strba erwähnte, die ich selber als Kind kennengelernt habe. Speziell war für mich Situationen auf Fotos zu sehen, die ich selber gut kenne. Ein Foto mit Bernhard Schobinger auf der Fähre in Horgen oder Aufnahmen mit der Familie Schobinger/Strba in Zürich.

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Die ursprünglich aus Rumänien stammende Fotografin Loredana Nemes ist aktuell auf Besuch in Almaty. Das Goethe Institut Almaty hat gestern zur Vernissage geladen. In der Galerie Tengri Umai wurde die Ausstellung “Portraits” vorgestellt.

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Interessant war während der Vernissage, dass mehrere KasachstanerInnen auf die gezeigten Portraits gefragt haben, ob diese Art der Öffentlichkeitsdokumentation ohne Information des Publikums nicht verboten sei. Hierzulande könne man mit einer Anzeige rechnen, wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln Menschen ohne deren Einwilligung dokumentiert.

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Einen Wiedehopf habe ich in der Schweiz nie ausserhalb eines Zoos oder einer Volière gesehen. Hier in Kasachstan habe ich gestern mehrere gesehen. Immer zu zweit sassen sie auf den Stromkabeln, beim Näherkommen sind sie dann aber rasch davongeflogen. Mit dem 200er Objektiv konnte ich den schönen Vogel dennoch festhalten:

Auf dem folgenden Foto sieht man einmal einen ganz normalen Lebensmittelladen um die Ecke, besser gesagt man sieht die Auswahl an Spirituosen. Tatsächlich nehmen die Spirituosen oft die Hälfte des Sortiments eines kleinen Ladens ein und die Werbung dafür ist im ganzen Laden sehr präsent. Hauptkonsumgut ist in Kasachstan aber nicht der Wodka, sondern das Bier.

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Die jugendlichen und Berufstrinker kaufen es sich,   Plastiksackweise und trinken auf der Bank im Hinterhof. Anschliessend bleiben für den nächsten Morgen oft Schwerbenhaufen zurück,   die meistens längere Zeit da liegen bleiben.

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Die unteren drei Fotos sind bloss Ausschnitte aus dem ersten Foto, zu erkennen sind die Preise der Alkaholika. Im Gegensatz zur Schweiz sehr billig zu haben. Umgerechnet schon ab 3-4 Franken!

Ein Foto, das ich im Familypark in Almaty vor ein paar Monaten gemacht habe. Ich find es etwas entfremdend, solche Spielzeuge in einem öffentlichen Park vorzufinden. Aber die Kinder haben es genossen, in Helikoptern, Panzern und auf Geschützen herumzuklettern!

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