Gestern bin ich seit langem wieder einmal in die Berge gewandert. Sie unterscheiden sich nicht gross von den Schweizerbergen. Gleich am Stadtrand von Almaty kann man mit dem Bus Nr.5 zum Observatorium fahren, von da beginnt ein Wanderweg, zuerst durch Birken und Fichtenwälder auf ca. 2000 MüM. Anschliessend lichtet sich der Wald und die Berge werden sichtbar.

Die Blumenvielfalt ist unglaublich. Nicht mit derjenigen in der Schweiz zu vergleichen. Es blüht lila, gelb, weiss… Immer im Rücken Almaty. Wenn man sich umdreht sieht man über die ganze Stadt bis weit in die Steppe hinein. Ein sensationelles Panorama.

Der Weg wird nun immer steiler, die Baumgrenze ist erreicht. Die ersten Enziane sind zu sehen, bald ist die Wiese blau von Enzianen. Und wenige hundert Meter weiter sah ich das erste Edelweiss. Ich dachte mir, wie ich es aus der schweizerischen Bergwelt kenne, an exponierten Lagen vielleicht eine Handvoll Edelweiss. Nein, es sind abertausende. Die ganze Wiese ist weiss von Edelweissen.

Die Blume hat bei der Urbevölkerung Kasachstans eine wichtige Bedeutung in Märchen und Sagen. Auch auf Russisch heisst die Blume Edelweiss. Ich habe dann einen Pik bestiegen, dessen Namen ich mir aber nicht merken konnte. Auf 3100 MüM konnte ich dann auf die Riesen des Alatau hinübersehen, in die Gletscherwelt und die Schneebedeckten Gipfel, unter Anderem auch den Pik Kommunistitschki (4400).

Es folgte ein etwas beschwerlicher Abstieg, da ich nicht mehr so trainiert bin. Durch die Wälder zurück, da habe ich wieder viele Fasane und Rebhüner gesehen.

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Aus meinem Fund im zerstörten Haus gibts weiteres Material. Heute drei Comix Zeichnungen aus der CCCP. Die erste Zeichnung gefällt mir am besten! Der Milizionär schaut in den Pass des Weihnachtsmannes und sagt, dass der Bart weg muss, nachher, ohne Kostüm wird er das Foto darin mit der realen Person vergleichen.

Die zweite Zeichnung zeigt ein “amerikanisches Produkt”, so steht es zumindest auf der Verpackung, wo die Köpfe herstammen (made in USA) – lustig ist, was auf den Soldaten in kyrillischer Schrift geschrieben steht : “Bundeswehr”

Die letzte Zeichnung müssen Sie anklicken, für eine Darstellung in voller Grösse. Sie ist etwas mackaber. Der Text dazu frei übersetzt: “Neue Ohrringe für die amerikanische Freiheitsstatue”

Der Präsident Kasachstans Nursultan Nasarbajew (6. Juli 1940 in Tschemolgan) hat heute Geburtstag. Die Geburtstagsfeier ist zusammengelegt worden mit den Feierlichkeiten des Zehnjährigen Jubiläums der Stadt Astana.

Hier ein Archivbild aus der Anfangszeit als Präsident.

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Auf dem kleinen Schein steht 1993 gedruckt. Kurz nach der Gründung des Staates Ksachstan gab es die Währung Tiyn. Ich selber habe dieses Geld nicht mehr kennengelernt – bis jetzt.

Das heutige Geld “Tenge” genannt sieht im Vergleich zum oben abgebildeten Geld richtig zeitgesmäss aus! Hier sieht man eine 10’000 er Note, dies entspricht ziemlich genau 100.- SFR. Es gibt des Weiternen 200er,500er 1’000er,2’000er und 5’000er Noten. Das Kleingeld gibt es als 1er,2er,5er,10er,50er und 100 Tenge Münzen.

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Vorgestern habe ich einen Einblick in das Leben in der Sowjetunion erhalten. Eine Gruppe Junger Menschen auf einem Ausflug in die Berge. Kein grosser Unterschied ist zu erkennen, zu gleichaltrigen auf historischen Aufnahmen im Westen. Sogar die Hippiekleidung mit den Trompetenhosen ist identisch. Hier ein Ausschnitt aus einer Schulklasse:

Die Fotos stammen vermutlich alle von einer Familie. Der Fundort ist auf der nächsten Abbildung zu sehen. Bei einer Tour durch eine gigantische Neubausiedlung habe ich hinter einer Metalabsperrung zwei noch nicht vollends zerstörte Häuser gesehen. Das habe ich natürlich wie immer dokumentiert. Beim fotografieren hörte ich ein Rascheln hinter mir. Ich drehte mich um und bemerkte, dass das Rascheln aus dem Innern eins der Zimmer kam. ich schaute über das Fensterloch und sah eine Obdachlose inmitten von einem Meer sowjetischer Postkarten. Ich fragte sie, ob ich mich durchwühlen könne. Sie meinte, dass das ok sei – erst zwei Tage schlafe sie hier, fügte sie noch hinzu.

Der Fundort:

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Die kasachische Künstlerin Jannat Dabildiewa (33) hat viel Zeit während der CCCP gezeichnet, wie auch Textilhandwerk betrieben. Aktuell arbeitet sie für einen Kinderbuchverlag und in ihrem Atelier fertigt sie Textilprodukte auf Kundenwunsch. Hier ein paar Ihrer Zeichnungen und Skizzen:

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