Am kommenden 11. März wird in einer Volksabstimmung über eine Einheitskrankenkasse abgestimmt.

Das finde ich eine super Idee und ich denke es wäre schon längst nötig gewesen, sowas einzuführen. Selber habe ich mich mit der Materie (Initiativen Text) zu wenig auseinandergesetzt. Aber schon letzten Herbst als es wieder einmal Zeit wurde die Krankenkasse zu wechseln. –>wer aber macht das schon?- störte ich mich stark an diesem unglaublichen Werbungswetteifern um neue Kunden, in Form von Plakaten und TV-Spots.

Mit den Mitgliederbeiträgen der Versicherten werden millionenterure Werbekampagnen gestartet, welche meiner Meinung nach sowieso daneben sind (Die Beispiele einer der grössten Krankenkasse, welche mit Plüschbärchen geworben hat, denen das Ohr mit einem Verband verbunden war). Eigentlich aber sollten die Beiträge dazu verwendet werden, Menschen bei ihrer Genesung zu unterstützen.

Hier die  acht grössten Krankenversicherer der Schweiz in Logos und der Grösse nach angeordnet:

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Aktuell gibt es in der Schweiz 87 Krankenkassen, welche ja gwissermassen in einem Pseudowettbewerb stehen. Jeder Schweizer und jede Schweizerin muss ja in einer Krankenkasse Grundversichert sein und Unterschiedliche Angebote können bei den Zusatzversicherungen gemacht werden.

Bei einer Einheitskasse würde also nicht nur das Grundangebot übersichtlich und leicht verständlich, sondern der gesamte bürokratische Apparat der 87 Kassen würden verschwinden und sich auf eine grosse Kasse konzentrieren.

Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, einen solchen Versuch zu starten und damit auch die Kosten im Gesundheitswesen etwas in den Griff zu bekommen!

Weitere Informationen zum Thema:

Micheline Calmy-Rey ist die neue Bundespräsidentin. Das alleine ist schon eine positive Nachricht. Wichtig aber finde ich, dass mit Calmy-Rey eine zeitgemässe Politikerin das zweithöchste Amt der Schweiz inne hat. Sie spricht Probleme oft direkt an und riskiert auch im Bundesrat gern einmal eine Rüge.

Ich wünsche ihr in diesem schwierigen Jahr, wegen der Wahlen alles Gute und hoffe, dass sie weiterhin eine solche Politik betreibt wie bisher. Hier ein Statement von der ofiziellen Seite (admin.ch), welches Michelin Calmy-Rey zum Start ins Präsidialjahr machte:

„Wir können und müssen unsere Probleme gemeinsam lösen. Mit einem starken, respektierten und solidarischen Staat. Einem Staat, der im Dienste seiner Bürgerinnen und Bürger steht. Einem Staat, der die Werte und Traditionen der Schweiz hoch hält. Einem offenen und demokratischen Staat.

Wir gewinnen unsere Stärke aus unserer Vielfalt und aus unseren Unterschieden. Deshalb brauchen wir keine Angst vor der Zukunft zu haben. Wir sind zuversichtlich, weil wir wissen, wer wir sind und was wir wollen.“

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Ich hoffe, dass die Vorsteherin des Departement des Äussern auch gleichzeitig mit dem Thema Ausländerfeindlichkeit und Integration etwas vorwärts macht und den den Bürgerlichen Aufzeigt wie wichtig für unsere Wirtschaft und Kultur AusländerInnen sind!

Links zu Micheline Calmy-Rey

Tatsächlich wird wieder vom Bau neuer AKW’s in der Schweiz gesprochen. Die Energiekonzerne machen auf eine Stromknappheit in den nächsten 10 Jahren aufmerksam und sehen als einzige Möglichkeit diesem Problem Herr zu werden, indem ein neues AKW gebaut wird.

Auch Moritz Leuenberger ist der Meinug, dass um 2025 auf Atomenergie zurückgegriffen werden kann.

Ich finde das eine ziemlich unverständliche Haltung. Die Sozialdemokraten waren in der Schweiz über Jahrzehnte auf der Seite der Atomkritiher & Gegner. Das zu Recht, denn diese Energie birgt wie jedes Kind in der Schule lernt ein ungemeines Zerstörungspotential. Sogar in Deutschland wurde der komplette Ausstieg aus der Atomenergieproduktion beschlossen. Es wird in Zukunftsträchtigere Energegewinnungen investiert. Das sollte auch bei uns gemacht werden. Die idee mit der Erdwärme ist sicher auch nicht schlecht, wie sie in Basel getestet wird, obschon da jetzt dummerweise ein paar Erdbeben daraus resultierten.

Ich finde jeder Energieverbraucher sollte sich selber Gedanken zum Thema machen. Ich selber bin auch ein solcher Verbraucher und stehe der Atomenergie sehr kritisch gegenüber, obschon ich sie ja selber auch verbrauche oder Produkte gebrauche,welche mit Hilfe von Atomenergie hergestellt wurden. Bei diesen Statistiken, welche von diesem Nahen Strommangel in der Schweiz sprechen bin ich nicht zu überzeugen. Ich glaube da wird schwäzer gemalt, als es der Realität entspricht. Es sollte ja eigentlich auch damit gerechnet werden, dass gleichviel oder weniger Energie verbraucht wird. Die industrie spricht immer von Energie sparenden Geräten (TV,Kühlschrank;Beleuchtung). Wenn das stimmt und die Heimelektronik weniger Strom verbraucht, warum besteht denn solche Panik oder welche Interessen stehen dann dahinter? Möchte die Wirtschaft mit Strom mehr an der Börse spekulieren? Sind die Grosskonzerne nicht ebnso verantwortlich dafür energie zu sparen?

Mir fehlt da eventuell das Wissen oder die Hintergrundinformationen aber ich finde es nicht richtig, dass von Neuen AKW’s gesprochen wird. Es sollten die Alternativenergien gefördert werden und die Konsumenten sollten auch partizipieren und selber etwas energiebewusster leben!

Hier eine Grafik aus dem aktuellen Spiegel (3/2007), die Aufzeigt, dass die Atomenergie gefragt ist, wie nie zuvor:

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Vom 24-28 Januar 2007 findet das alljärliche Treffen der Global Players in Davos statt; das World Economic Forum (WEF).

Aber auch die Gegenbewegung gibt es noch! In verschiedenen Aktionen werden dieses Jahr Demonstrationen und Kundgebungen durchgeführt, welche der Öffentlichkeit aufzeige sollen und können, was nebst den glorreichen Versprechungen für eine bessere Welt hinter dem World Economic Forum stehen.

Die Geschichte des WEF beginnt schon 1969 mit Klaus Schwab. Damals hiess das Forum noch European Management  Conference. 1987 wurde es in World Economic Forum umbenannt. Mehr über die Geschichte können Sie auf wikipedia.de nachlesen.

Dies ist eine Liste der Initiativen, welche das WEF in jährlichen Reporten weiterferfolgt. Diese Dinge sehen alle gut und schön aus und sind an und für sich nicht zu kritisieren…wenn sie nicht dazu benützt würden in Tat und Wahrheit die Machtpositionen der Welzgrössten Konzerne zu erhalten oder noch zu vergrössern. Zudem Können mit vielen dieser Initiativen ganz unterschiedliche Interessen verfolgt werden, welche garantiert nicht der Weltbevölkerung zugute kommen.

  • Global Institute for Partnership and Governance
  • Globale Gesundheitsinitiative (GHI)
  • E-Learning Bildungs-Initiative (Jordanien Bildungsinitiative)
  • Globales Treibhausgas Register (GGGR)
  • Wasser-Initiative
  • Initiative gegen die Korruption
  • IT-Zugang für jedermann
  • Globale korporative Staatsbürgerschafts-Initiative
  • Der Rat der 100 Führer: Westlich-Islamischer Dialog
  • Globale Regierungsgewalts-Initiative

Am nächsten Sonntag findet in St.Gallen eine Demonstration gegen das WEF statt, hier der Fleyer:

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Zudem sind weitere Aktionen in der ganzen Schweiz geplant, welche ungewohnte, wie auch unkonventionelle Anlässe demonstrieren.

Ich selber finde es wichtig, einen Begriff wie Globalisierung nicht bloss als globale Form des Konsumierens zu interpretieren, sondern auch aus kritischer Distanz zu betrachten. Denn alles ist gewissermassen globalisiert. Und es gibt eine grosse Palette an Themen, die uns beschäftigen und auch Angst machen. Darum sollten sich Leute mit einem kritischen Geist zusammenschliessen und solche Dinge ansprechen und sich eine eigene Meinung dazu bilden.

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Mein Hauptgrund, warum ich gegen das World Economic Forum in seiner jetztigen Form bin ist die Tatsache, dass aus der Liste mit den obigen Initiativen nichts wirkliches gefruchtet hat. Die globalen Probleme werden nicht wirklich mit vereinten Kräften angegangen, sondern sie Multinationalen Konzerne walten im Gegenteil immer verantwrtungsloser. Im Anschluss eine Liste mit Links zum Thema:

Bücher zum Thema:

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Als ich heute bei NZZ-Online die News angeschaut habe ist mir der Zwischenbericht einer laufenden Studie bezüglich Delikten mit Schweizer Ordonanzwaffen ins Auge gestochen. Ich habe dieses Jahr schon mehrfach über das kontroverse Thema des Aufbewahrens von Armeewaffen zu Hause berichtet. Auch in den Medien wurde verschiedentlich auf das Thema eingegangen, vor allem nachdem die Frauenzeitschrift Annabelle eine Petition für das Verbot von Ordonanzwaffen Zuhause startete.

Im Nationalrat wurde entschieden, dass die Waffen und Munition als Wehrbeweis und Stärke der Schweizer Armee weiter Zuhause aufbewahrt werden dürfen. Das VBS und Samuel Schmid sind also der Meinung, dass wegen einer dummen Tradition Jährlich 300 Menschen durch Mord oder Suizid mit Schweizer Ordonanzwaffen ihr Leben verlieren dürfen.

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Links zum Thema

13.12.2006 — Tages-Anzeiger OnlineWEF-Armee-Einsatz genehmigt

Die Armee kann den Kanton Graubünden beim World Economic Forum (WEF) in Davos in den nächsten drei Jahren mit bis zu 5000 Soldaten unterstützen. Der Nationalrat hat heute den Armee-Einsatz als zweite Kammer mit 107 zu 59 Stimmen angenommen.Das finde ich total daneben! Ich selber war auch zweimal an Demonstrationen gegen das WEF dabei. Wenn sich die reichsten Firmen aus dem westen treffen wird vor allem viel Ausgehandelt, was zum Profit der schon genügend reichen beiträgt. Die Wirtschaft möchte mit diesem Forum (World Economic Forum), verschieden Kontakte knüpfen und dabei fehlen auch representative PolitikerInnen nicht.

„Darüber hinaus beteiligt sich der Bund wie bis anhin jährlich mit 3 Millionen an den Kosten für die WEF-Sicherheitsmassnahmen.“ (Zitat 13.12.2006 — Tages-Anzeiger Online)“

Dass die Schweiz Millionenbeiträge für das Garantieren der Sicherheit bei einem Privatanlass zur Verfügung stellt finde ich unangebracht. Schlimm finde ich am WEF, dass unter dem Deckmantel der „Weltverbesserung“ und „Friedensförderung“ gedealt wird. Wenn man sich einmal eine Liste der teilnehmenden Firmen anschaut wird einem schnell klar, worum es da so gehen wird. Vor vier Jahren war ich das erste Mal in Davos an einer Kundgebung gegen das WEF. Damals beteiligten sich viele Leute, die mit der Art und Weise, wie der Kapitalimsus funktionniert (Turbokapitalismus) und der Neoliberalen Wirtschaft, nicht einverstanden waren. Leider schwächte sich diese Gegenbewegungen in den Jahren ab. Bei weiteren Demonstrationen wurde die Polizeiliche Repression auf rabiateste Art und Weise eingesetzt. Heute wäre es wichtig, dass ein konstruktiver Austausch der Globalisierungs-Thematik stattfinden kann…unbenannt3.jpg

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…und das WEF soll in dieser Scheinheiligen Form nicht mehr stattfinden! Zumindest ohen Steuergelder für den Sicherheitsaufwand!

Links zum Thema: