Der Sicherheitswahn führt zum Überwachungsterror!

Wenn ich mich am Morgen auf den Weg zur Arbeit mache, werde ich unendlich viele Male von einer Videokamera erfasst und damit werden meine Daten für mindestens 48 Stunden in einem Server gespeichert. Das gefällt mir nicht!

Am Hauptbahnhof in Zürich alleine sind über 100 Kameras positioniert.

000.jpg

Auf dem Bild sehen sie einen kleinen Ausschnitt der am Hauptbahnhof Zürich platzierten Videokameras.

Aber das ist ja erst der Anfang. Wenn ich in die S7 steige werde ich auch immer öfters von mindesttens einer Kamera im Zug erfasst. Bis jetzt sind noch nicht alle alten S-Bahn Kompositionen mit Überwachungskameras ausgestattet.

vbz1.jpg

Alle neuen Fahrzeuge werden aber serienmässig mit Kameras ausgestattet sein. Der folgende Bericht bewog mich, erneut über dieses Thema zu berichten:

Quelle: SDA/ATS Akt: 05.12.06; 15:54

Überwachung der Videoüberwacher gefordert

“Immer mehr öffentliche Räume werden mit Videokameras überwacht. Gesetze, welche die Privatsphäre schützen, existieren aber kaum. Zu diesem Schluss kommen Forscher von vier Westschweizer Universitäten.

Die vom Nationalfonds unterstützte und am Dienstag veröffentlichte Studie weist auf verschiedene Unzulänglichkeiten und Gefahren der Videoüberwachung hin. Die Kameras hätten sich beispielsweise als vollkommen nutzlos erwiesen, um Taschendiebe aufzuspüren, sagte der Genfer Rechtsprofessor Alexandre Flückiger auf Anfrage.

Es habe sich auch gezeigt, dass in den ersten Wochen nach der Installation von Überwachungskameras an einem Ort das Sicherheitsgefühl von Kunden oder Passagieren gestiegen sei. Danach sinke es aber wieder.

Die Verfasser der Studie wundern sich über die fehlende öffentliche Diskussion über die Videoüberwachung. Die heute verwendeten Kameras könnten präzise und detaillierte Aufnahmen machen, sagte Flückiger. Es sei ein Leichtes, diese Bilder später ins Internet zu stellen.

Das Problem ist laut der Studie, dass kaum jemand die Videoüberwacher beaufsichtige. Erst der Kanton Basel-Stadt habe ein Gesetz für die Überwachung des öffentlichen Raums. In Genf, Aargau, Zürich und der Waadt sind ähnliche Vorlagen in Vorbereitung.”

Unserer lieber Herr Blocher und seine Untertanen freuen sich natürlich über die aktuelle Rechtslage, denn wo Grauzone herrscht wird bis an die Grenzen des Illegalen gegangen. Der ganze Überwachungswahn hat sich nach 9/11 verstärkt und dient dem rechten Lager als politisches Druckmittel. In der Pipeline des EJPD befindet sich aber schon eine weitere Gesetzesrevision, welches die Freiheit der BürgerInnen weiter einschränken wird (BWISII). Genauer Auskunft zu BWIS II kann der Blog Akte Surveillance geben.

Manchmal habe ich mich auch schon gefragt, ob ich einfach zu stark auf das Thema Überwachung im öffentlichen Raum reagiere. Aber ich glaube, dem ist nicht so. Nach dem obigen Bericht der Schweizerischen Depeschenagentur muss ich auch sagen, dass das Thema viel zu wenig diskutiert wird. Einer einigermassen rationalen Diskussion wird aus dem Weg gegangen, weil Sicherheit von allen gewünscht wird. Aber scheinbar ist das totale überwacht werden ein Wunsch der Bevölkerung.
Zurück zu meinem Arbeitsweg. Ich steige am Bahnhof aus und wechsle dort auf einen Bus der VZO, natürlich wurden die neuen Busse der VZO jetzt auch mit Kameras ausgerüstet (zur Sicherheit der Fahrgäste).

vbz.jpg

Einen positiven Faktor hat der Überwachungsterror auf jeden Fall: Die Firmen, die Sicherheitssysteme, wie Kameras, Alarmanlagen, Bewegungsmelder verkaufen, boomen wie nie zuvor!

Hier ein paar zufälli ausgewählte Websites solcher Firmen:

Andere Links zum Thema:

In Zürich wurde 1916 der Dadaismus von Tristan Tzara; Hugo Ball; Richard Huelsenbeck und Hans Arp gegründet. Sie lehnten mit ihrer Bewegung das Bürgerliche und die “traditionelle” Kunst ab und Parodierten diese auch.

Ich selber habe den Dadaismus zum ersten Mal in der Kunstschule F+F am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Bei einem bestimmten Lehrer mussten wir jeden Morgen die “Karawane” von Hugo Ball zusammen rezitieren. Als Übung und Verbalakrobatik war das sehr spannend und auch eine gewisse Zeit nötig, bis alle mehr oder weniger einstimmig mithalten konnten.

ball.jpg

Aus Wikipedia zum Thema Dadaismus:

“Im Obergeschoss der Spiegelgasse 1, wo sich die Kneipe Meierei befand, eröffnete Hugo Ball am 5. Februar 1916 das Cabaret Voltaire. Nur wenige Meter vom damaligen Wohnsitz Lenins in der Spiegelgasse Nr. 14 fanden dort allabendlich Veranstaltungen statt, bei denen zu Musik Manifeste, Gedichte und dramatische Szenen vorgetragen wurden, unter anderem von Hans Arp, Emmy Hennings, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Tristan Tzara. Zum weiteren Umkreis gehörten auch Walter Serner und Friedrich Glauser. An den Wänden hingen Bildern von bis dahin unbekannten Malern, die später jedoch Ruhm erlangen sollten wie Picasso, Arp, Macke, Marinetti, Modigliani und vielen anderen.

Im Zürich der damaligen Zeit sammelten sich zahlreiche Exilanten, die aus ihren Krieg führenden Ländern fliehen wollten oder mussten. Hugo Ball meinte später, seine Idee bei der Gründung sei gewesen, dass dort zahlreiche junge Menschen ihre Freiheit und Unabhängigkeit nicht nur leben, sondern laut proklamieren wollten.”

dada_2.jpg

Hier das Cabaret Voltaire von aussen. Zwischen 2002 und 2004 wurde das Haus komplett restauriert und ist jetzt wieder dem Publikum zugänglich. Es finden regelmässig Konzerte und andere Anlässe statt, zudem ist im oberen Stockwerk ein wirklich gutes Cafe mit angenehmer Athmosphäre untergebracht.

Links zum Thema:

Ich habe meine Impressionen des Oktoberanfangs gefilmt und ein kleines Video geschnitten. Viel Spass.

Links zum Thema:

DSC_0038
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

DSC_0009 DSC_0012 DSC_0021 DSC_0024 DSC_0033 DSC_0042 DSC_0047 DSC_0051 DSC_0054 DSC_0057

Heute war ich zum ersten Mal am Knabenschiessen in Zürich auf dem Albisgüetli. Meine Begleitung aus St.Gallen brachte mich auf die Idee, dorthin zu gehen. Gegenüber dem Albisgüetli hegte ich schon eine gewisse Abneigung, weil das ein zentraler Punkt der Blocher-Politik darstellt. Hr.Blocher hielt dort jeweils seine Reden, die rechtspopulistisch und z.T auch fremdenfeindlich waren. Nun, wir haben also das 13-er Tram genommen, welches schon nach kurzer Zeit vollgestopft war. Von der Laubegg mussten wir noch mit hunderten Anderen bis ins Albisgüetli laufen. Im grossen und Ganzen ist das Knabenschiessen ein grosser Jahrmarkt. Gut zum Schiessen selber sind wir sowieso nich gegangen, weil das zu spät war. Schön aber war doch zu sehen, dass die Kinder ihre Freude an einem solchen Fest haben und es insgesamt eine Ablenkung vom täglichen Leben darstellt.

 

DSC_1087
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

DSC_1079 DSC_1086 DSC_1094 DSC_1095 DSC_1103 DSC_1104 DSC_1111 DSC_1113 DSC_1114 DSC_1115

Heute war die Fernsicht auf die Glarneralpen wunderbar. Vom Bürkliplatz oder Mythenqui hatte man das Gefühl direkt vor den Bergen zu stehen. Natürlich verstärkt sich dieser Effekt noch durch ein 200mm Zoom Objektiv. Der Tödi mit seinen 3614m.ü.M war auch gut zu erkennen. Unten können Sie die dazugehörigen Fotos betrachten. Ebenfalls hab ich beim Spaziergang dem Seeufer entlang noch etwas Tiere aufgenommen.