Es ist ja auch wichtig, dass positive Meldungen notiert werden und das Augenmerk nicht nur auf das Schlechte, Nichtfunktionnierende und Störende gelenkt wird. Heute in der Zeitung bin ich durch meinen Vater also auf folgenden Bericht gestossen:

Randständige feierten in Nobelhotel

Das Zürcher Marriott empfing gestern Abend eine für ein Nobelhotel ungewöhnliche Klientel zur Weihnachtsfeier: Über 300 Randständige wurden von einem Team von 20 Köchen kulinarisch verwöhnt.

«Mit der Feier für Menschen auf der Schattenseite des Lebens nehmen wir die soziale Verantwortung wahr, die wir als Zürcher Hotel tragen », sagte Olivier Rappai vom Marriott zu 20 Minuten. Das Buffet unterscheide sich nicht von dem, was man für die üblichen Gäste koche.

Nur bei den Getränken gab es eine Ausnahme: Alkohol war tabu – auf Wunsch der Sozialwerke Pfarrer Sieber, die die Gäste – Obdachlose, Alkoholiker, Junkies und Aidskranke – an die Feier vermittelt hat. Die Besucher genossen den Anlass: «Ich habe die ganze Woche nichts gegessen », sagte die 39-jährige Karin zwischen zwei Bissen zu 20 Minuten.  

1.jpg

buchsuche.jpg

Nach google-earth und der Blog-Suche folgt jetzt der wohl umstrittenste globale Suchdienst: Google-Books (Google-Buch-Suche). Ich hab den Dienst selber ausprobiert und bin fasziniert. Es ist wirklich möglich komplette Bücher online durchzusehen. Im Moment sind viele englische Titel verfügbar. Es werden aber auch immer mehr deutsche Bücher eingescannt.

Natürlich ist die Buchsuche auch kritisiert worden. Buchhändler-Verbände und Datenrechtler sind skeptisch. Das Novum und die dadurch grösste Wissensquelle der Menschheit nach Vorbild der Bibliothek von Alexandria wird realisiert. Sie ist für alle Menschen verfügbar  und jederzeit zugänglich.

buecher2.jpg

Die sensorische Qualität eines analogen Buches bleibt da natürlich etwas auf der Strecke. Der moderne Geruch eines alten und liebgewonnenen Buches fehlt, oder auch persönlich angefügte Notizen müssten digital nachgetragen werden. Auch beim Lesen wird sich da einiges ändern. Der Labtop muss auf dem Kopfkissen seinen angestammten Platz erst noch finden.

Links zum Thema:

Als ich heute bei NZZ-Online die News angeschaut habe ist mir der Zwischenbericht einer laufenden Studie bezüglich Delikten mit Schweizer Ordonanzwaffen ins Auge gestochen. Ich habe dieses Jahr schon mehrfach über das kontroverse Thema des Aufbewahrens von Armeewaffen zu Hause berichtet. Auch in den Medien wurde verschiedentlich auf das Thema eingegangen, vor allem nachdem die Frauenzeitschrift Annabelle eine Petition für das Verbot von Ordonanzwaffen Zuhause startete.

Im Nationalrat wurde entschieden, dass die Waffen und Munition als Wehrbeweis und Stärke der Schweizer Armee weiter Zuhause aufbewahrt werden dürfen. Das VBS und Samuel Schmid sind also der Meinung, dass wegen einer dummen Tradition Jährlich 300 Menschen durch Mord oder Suizid mit Schweizer Ordonanzwaffen ihr Leben verlieren dürfen.

waffen_0.jpg

waffen_1.jpg

waffen_3.jpg

Links zum Thema

13.12.2006 — Tages-Anzeiger OnlineWEF-Armee-Einsatz genehmigt

Die Armee kann den Kanton Graubünden beim World Economic Forum (WEF) in Davos in den nächsten drei Jahren mit bis zu 5000 Soldaten unterstützen. Der Nationalrat hat heute den Armee-Einsatz als zweite Kammer mit 107 zu 59 Stimmen angenommen.Das finde ich total daneben! Ich selber war auch zweimal an Demonstrationen gegen das WEF dabei. Wenn sich die reichsten Firmen aus dem westen treffen wird vor allem viel Ausgehandelt, was zum Profit der schon genügend reichen beiträgt. Die Wirtschaft möchte mit diesem Forum (World Economic Forum), verschieden Kontakte knüpfen und dabei fehlen auch representative PolitikerInnen nicht.

“Darüber hinaus beteiligt sich der Bund wie bis anhin jährlich mit 3 Millionen an den Kosten für die WEF-Sicherheitsmassnahmen.” (Zitat 13.12.2006 — Tages-Anzeiger Online)”

Dass die Schweiz Millionenbeiträge für das Garantieren der Sicherheit bei einem Privatanlass zur Verfügung stellt finde ich unangebracht. Schlimm finde ich am WEF, dass unter dem Deckmantel der “Weltverbesserung” und “Friedensförderung” gedealt wird. Wenn man sich einmal eine Liste der teilnehmenden Firmen anschaut wird einem schnell klar, worum es da so gehen wird. Vor vier Jahren war ich das erste Mal in Davos an einer Kundgebung gegen das WEF. Damals beteiligten sich viele Leute, die mit der Art und Weise, wie der Kapitalimsus funktionniert (Turbokapitalismus) und der Neoliberalen Wirtschaft, nicht einverstanden waren. Leider schwächte sich diese Gegenbewegungen in den Jahren ab. Bei weiteren Demonstrationen wurde die Polizeiliche Repression auf rabiateste Art und Weise eingesetzt. Heute wäre es wichtig, dass ein konstruktiver Austausch der Globalisierungs-Thematik stattfinden kann…unbenannt3.jpg

unbenannt1.jpg

…und das WEF soll in dieser Scheinheiligen Form nicht mehr stattfinden! Zumindest ohen Steuergelder für den Sicherheitsaufwand!

Links zum Thema:

Mein Videobeitrag zum Monat Dezember.

Link zum Thema:

Nach Jahren der Umbauzeit wurde das Museum Rietberg heute wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

riet.jpg

riet_0.jpg

riet_1.jpg

riet_2.jpg

riet_3.jpg

Die alten Gebäude wurden bloss innen etwas verändert, sonst wurde alles unter den Boden gebaut. Bloss ein kleiner Glaspavillon ist zu sehen. Auf zwei grossen Geschossen in wunderschönen Räumen werden die Kunstwerke ab nächstem Jahr ausgestellt. Am eindrucksvollsten ist ein Riesenraum im zweiten Untergeschoss. Auch die Farbgestaltung und das verwendete Material ist nur vom Besten.

Links zum Museum