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Die „Banlieu“ oder Vorstadt Almatys ist sehr weit gedehnt. Vom Zentrum braucht man mit dem Taxi mindestens 40 Minuten bis zum Vorstadtgebiet Mamyr – es gibt aber noch entlegenere.   In den letzten Jahren sind auch riesige Satellitenstädte ähnlich denen in europäischen Grosssdtädten entstanden. Wohnslios für Familien mit kleinen oder keinen regelmässigen Einkommen. Oder kostenlose Übergabe von Wohnungen an sogenannte „Oralmanen“ – das sind rückkehrende Kasachen aus der ganzen Welt, die dem Rufe ihres Präsidenten folge leisteten. Hauptsächlich kommen diese Oralmanen aber aus den naheliegenden Chinesischen Grossstädten oder benachbarten Zentralasiatischen Ländern.

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Im Gegensatz zu den Unruhen in Pariser Vorstädten in den letzten Jahren und Graffitiübersprühten Hauswänden in Deutschland und Italien sind die Kasachen erstaunlich diszipliniert. Vermutlich ein Überbleibsel aus der Sowjetunion, weil die Strafen wohl auch höher ausfallen würden, als ich Europa.

Immer wieder eine Wohltat ist der Gang in die Banja am Ende einer Woche. Dieses Mal wars gleichzeitig das Ende eines Jahres. Im Zentrum Almatys befindet sich das Arasan, der grösste öffentliche Sauna-Komplex der Stadt. Ein Grossteil des Gebäudes und der Innengestaltung ist noch original aus der Zeit der Sowjetunion. Dies ist auch auf den folgenden Fotos zu erkennen.

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Der Komplex besteht aus zwei Etagen, auf denen jeweils zwei finnische und zwei Russische Saunen untergebracht sind. Für Frauen gibt es in der anderen Gebäudehälfte dasselbe. Zwischen den beiden Etagen befindet sich das Bad, ein runder Pool mit etwa Zehn Metern Durchmesser. Da kann man sich nach dem trockenen Finnischen und dem heisseren Russischen Saunagang abkühlen.

Beim Eingang gibt es eine grosse Halle, in der man sich einseifen (lassen) kann und wo verschiedene Massagen angeboten werden (seriöse). Nach der Sauna kann man im Parterre ein Bier trinken und Pistazien essen, um den Salzverlust wettzumachen.

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Im Stadtbezirk Samal 2 gibt es eine Reihe eindrucksvolle Plattenbauten, die schon seit Längerem zu meinen Favoriten gehören. Die Gebäude befinden sich direkt oberhalb des grossen Einkaufzentrums Ramstor.

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Am interessantesten an diesen Gebäudekomplexen finde ich die Balkone in den oberen Etagen an der Seite, wo ansonsten keine Fenster eingebaut sind. Etwas seltsam finde ich die Balkon und Fassadenelemente zwischen den beiden Gebäuden. Wo sich Nachbar und Nachbar hallo sagen können und die Betonaussicht gebiessen müssen.

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Ein besetztes Haus habe ich in Zürich schon oft gesehen und meistens waren das ganz interessante Leute, die da lebten. Das letzte Beispiel in meiner Wohngegend in Zürich war an der Waffenplatzstrasse. Da haben etwa fünfzehn junge Leute über mehrere eine grosse baufällige Villa besetzt, weil der damalige Besitzer die Liegenschaft nicht verkaufen, aber wegen fehlender finanzieller Mittel auch nicht renovieren konnten sah die Stadt keinen Handlungsbedarf, zumal die BewohnerInnen die Stromrechnungen immer bezahlt haben.

Nachdem das Treffen mit Jürg Vollmer vom vorherigen Artikel beendet war machte ich mich zu Fuss auf den Heimweg. Und weil ich die Gegend um die Binz nicht gut kannte schaute ich mir die Seitenstrassen etwas an. Auf einmal sah ich ein baufälliges Fabrikgebäude, über und über mit Farbklecksen und Graffitis übersät. Ich näherte mich dem Gebäude und sah eine Menge alte Fahrräder, Gegenstände denen ich keine Funktion zuordnen konnte und solche, die ihre Funktion nicht mehr ausüben konnten. Dann sah ich eine art Tor und ging durch. Unglaublich, was ich da sah. Eine ganze Fabrikhalle mit Eisentreppen, Kunstwerken, Holzkonstruktionen Schrottfahrzeugen … vollgestopft.

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Gerne hätte ich mehr über diese Fabrik und die aktuellen Bewohner erfahren und nach ein paar Minuten hörte ich auch erste Bewegungen im Gebäude. Ein junger Mann näherte sich mir und auf mein Nachfragen ging er ein, führte mich anschliessend sogar durch die ganzen Hallen, übers Dach und erzählte von den aktuellen Problemen mit der Kantonalen Regierung. Denn das Grundstück gehöre dem Kanton und werde beansprucht, wohl zum Abreissen der sich darauf befindlichen Gebäude.

Ich war sehr fasziniert von der Tatsache, was die Leute alles geschaffen haben, in dieser Fabrikhalle!

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Bern ist seit 1848 die Hauptstadt der Schweiz. Wer aber wie ich in der Ostschweiz und später in Zürich lebte kommt selten mit dieser Stadt in Kontakt. Erst vor etwa fünf Jahren nahm ich in Bern bei einer Stadtführung teil. Interessante Deatails gabs es da auf jeden Fall jede Menge. Im September dieses Jahres war ein kurzer Ausflug mehr Zufall, nach Neuenburg lag Bern auf der Strecke nach Zürich. Es gibt sogar in der Schweiz Veränderungen grösserer Art. Den neugestalteten Bahnhofsplatz habe ich zum ersten Mal gesehen, der ist gelungen, mit dem grossen Glasdach über der Tram/Bushaltestelle. Im Inneren hingegen ist der Umbau völlig daneben geraten. Der Weg zu den Geleisen ist zu weit, alles ist auf zu kleinem Platz. Da wäre eine Lösung wie in Basel mit der grossen Überführung wesentlich besser gewesen.

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Auf dem kurzen Spaziergang durch die Altstadt war das erste Ziel das Bundeshaus, welches 1902 seine heutige Form erhielt. Dann gings zum Berner Münster, einem doch beachtlichen Bau. Der Aufstieg war nicht ganz so eng wie es im Baslermünster der Fall war und der Ausblick über die Aare, das Mattequartier und die Altstadt war atemberaubend.

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Die Kollegiatskirche von Neuenburg ist ein schöner gotischer Bau aus dem Jahre 1185. der Innenraum ist ziemlich düster. Die Fenster nicht so hoch, wie es bei späteren gotischen Kirchen der Fall wäre. Die ganze Decke wurde dem Nachthimmel nachempfunden. Dunkelblau gestrichen und mit unendlich vielen Sternchen verziert ist dies auch eher ungewöhnlich für eine Kirche aus dieser Zeit.

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Wie auf den Fotos zu sehen ist gibt es auch eine Reihe Statuen aus dem Mittelalter, Ritter und heilige (Marien?).

Wie so oft in der Schweiz oder prinzipiell bei alten Kirchen konnte die Aussenseite nicht Postkartengemäss abgebildet werden, weil sie renoviert wird.

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