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Auf der Strasse Richtung Tschilik und chinesische Grenze gesehen, ein Fleischmarkt mit vielen Ständen, an denen vorwiegend Rindfleisch angeboten wird. In Kasachstan wird sehr viel Fleisch gegessen, dies geht auf das Leben als Nomaden zurück und ist auch ein Zeichen des Wohlstandes. Das Nationalgericht Kasachstans heisst Besh Barmak, was soviel bedeutet wie “Fünf Finger”. Ein grosser Teller mit Rind, Pferde und manchmal auch Lammfleisch wird in die Mitte des Esstisch gestellt und die Hungrigen können sich mit ihren fünf Fingern bedienen.

Heutzutage wird der übermässige Fleischkonsum in Kasachstan zusehends zum Problem. Viele Menschen bewegen sich sehr wenig, vor allem in den Grossstädten und die Anzahl übergewichtiger Menschen nimmt rasch zu. Auch der Salzkonsum pro Kopf ist einer der höchsten der Welt.

Foto by R.Wiedenmeier

Beshbarmak was aus dem Kasachischen übersetzt “Fünf Finger” heisst gilt als das Nationalgericht. Bei allen wichtigen Ereignissen wird dieses Gericht gekocht, bestehend aus Kartoffeln, Teigstücken, Zwiebeln und viel Fleisch. Je nach Region wird Rinds/-Lamm und Pferdefleisch verwendet. Warum das Gericht Fünf Finger heisst wird einem schnelll klar, wenn man einmal bei einer kasachischen Familie eingeladen wird. Mit der Hand wird das Fleisch und die Teigstücke vorsichtig in den Mund geschoben – dies rührt wohl noch vom Nomadenleben her, wo Besteck kaum bekannt war. Und wenn, dann gabs höchstens rudimentäre Löffel.

Gestern habe ich für acht Gäste Lammfleisch mit Gemüse zubereitet. In Kasachstan schmeckt das Lammfleisch eindeutig besser, als dasjenige, welches viel zu teuer in der Schweiz verkauft wird. Und sicher gegen 90% des Lammfleisches, welches in der Schweiz im Regal steht stammt aus Australien oder Neuseeland. Hier eine Aufnahme des Rückenstückes, von welchem ich gestern die Filetstücke verwendet habe:

Bei der Zubereitung mache ich immer zuerst das Gemüse in der Bratpfanne: Zuerst zwei Zwiebeln im Öl anbraten, dann eine Peperoni in kleine Quadrate schneiden, dasselbe mit zwei Karotten und etwas Kohl. Bei den Gewürzen variiere ich immer etwas. Viel Paprika, Salz und Pfeffer. Das Gemüse etwa zehn Minuten braten, am Schluss noch eine oder Zwei Tomaten dazugeben. Das ist alles.

Dann fürs Lammfleisch: Zuerst Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne anbraten, das Lammfillet kleingeschnitten dazugeben, Gewürz hinzugeben, es gibt spezielle Lammmischungen, oder sonst auch Paprika und Pfeffer. Nach zehn Minuten ist das Lammmfleisch durch. Ich mische noch eine kleine Konservenbüchse Champignons hinzu, frische machen sich natürlich besser.