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Ansichtskartensammlung R.Wiedenmeier

So hat das Dorf Linthal um die Jahrhundertwende ausgesehen. Zu der Zeit wurden überall im Kanton Glarus Fabriken gebaut und die Textilindustrie kam voll in Fahrt. Die Ansichtskarte wurde aus dem Hotel Tödi ganz am Ende des Tals abgesendet.

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Linthal die hinterste Gemeinde des Kantons Glarus ist auch die Flächengrösste selbigens, mit 131 Quadratkilometern. Während der Industrialisierung zwischen 1870 und 1900 hatte die Gemeinde mehr als doppelt soviele Einwohner als heute. Jetzt sind es noch ca. 1000. Viele Hotels, Restaurants und Geschäfte stehen leer oder sind am verfallen. So auch der Dorfkern Oberdorf – Richtung reformierte Kirche.

Etwas Leben ist wohl in die Gemeinde mit dem Erweiterungsbau des Wasserkraftwerks Linth-Limmern zurückgekehrt. Das zurzeit modernste Pumpspeicherkraftwerk der Schweiz befindet sich in en Bergen oberhalb Linthals im Bau.

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Das Tierfehd, der Abschluss des Kantons Glarus ist ein malerischer Ort. Da entspringt die Linth, die sich anschliessend durchs gesamte Glarnerland windet und es fängt das Tödimassiv an. Auch einen Besuch wert ist die Pantenbrücke, welche zu Fuss vom Hotel Tödi aus erreichbar ist.

Für die nächsten Jahre ist es aber im Tierfehd aus mit der Ruhe. Denn die Axpo (einer der grössten schweizer Energieliferanten)   baut das grösste Pumpspeicherwerk der Schweiz.

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Der Limmernstausee wurde zwischen 1957 und 1968 gebaut und er produziert jährlich 460 Mio kWh. Aberhalb des Limmernsees liegt der Muttsee, von welchem ich auch schon einmal schöne Fotos im Blog gezeigt habe hier. Dieser kleine Bergsee wird nun ebenfalls aufgestaut und bis 2015 mit einer grossen Staumauer versehen.

Das ist aber nur der Anfang. Denn das auch deshalb umstrittene Projekt nutzt Fremdenergie, um mit gigantischen Pumpen Wasser in den höher gelegenen Muttsee zu verschieben. Dieses Wasser wird als sogenannte Spitzenenergie dann abgelassen und auf die Turbinen gerichtet, wenn in der Schweiz Bedarf an kurzfristiger Energie besteht, beziehungsweise wenn Energieengpässen auftreten.

Insgesamt soll das Kraftwerk laut Angaben der Axpo soviel Energie wie ein Kernkraftwerk produzieren. Das mag ja schön und gut sein, aber wenn die Pumpen Jeweils mit externer Atomenergie betrieben werden müssen ergibt sich da aber auch ein grosses Fragezeichen.

Leider habe ich keine Zwiet geahabt, bei meinem Kurzbesuch in der Schweiz die Grossbaustelle beim Muttsee zu besichtigen. Dafür konnte ich zusehen, wie gigantische Seile für die Transportseilbahn gespannt wurden.

Links zum Thema.

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Heute war ich wieder einmal auf einer Wanderung im Glarnerland. Die Begleitung dabei waren meine Schwester und Mutter. Am Morgen in Zürich um 7.00 auf den Zug. Danach Zustieg der Mitwanderinnen in Diesbach. In Linthal waren wir einem Rummel ausgesetzt,welcher zum absoluten Seltenheitswert gehört, im Glarnerland. Aber heute fand das 4.Klausenrennen statt und da war die ganze Oldtimerelite der Welt in Linthal versammelt. Wir bahnten uns also einen Weg durch die Vorkriegsvehikel Richtung Tierfehd. Ein schöner Spaziergang an der ursprünglichen Linth bis zum Ende des Tales.

Nun haben wir mit der Gondelbahn des Kraftwerks Linth Limmern die Fahrt mit 1000 Höhenmetern Differenz gemacht, was etwas Spezielles war. Es folgte aber Spezielleres, und zwar die Wanderung durch den Versorgungsstollen, mit dessen Hilfe die riesige Staumauer im Jahr 1963 gebaut wurde. Diese Stollenwanderung dauerte etwa 40 Minuten.

Nachher bestaunten wir die verschiedeen Blautöne des Limmernsees und begannen den Aufstieg Richtung Muttsee-Hütte. Dieser war ziemlich steil aber sehr schön. Die Fauna tritt etwas in den Hintergrund, dafür kommen aber die verschiedenen Felsformationen und geologische Formen zum Vorschein, welche einen in den Bann ziehen.

Angekommen bei der Muttsee Hütte genossen wir unser Mittagessen. Nach einer Pause machten wir uns auf den Rückweg.