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Am letzten Sonntag habe ich es endlich geschafft, den Rangierbahnhof in Almaty anzuschauen, dies ist alles Andere als einfach. Es steht überall in Grossbuchstaben auf Russisch, dass das Betreten verboten ist. Nach Eineinhalb Jahren Kasachstan ist es auch nicht mehr so einfach einem Pförtner oder Security Angestellten weisezumachen, dass ich kein Wort Russisch verstehe. Aber am Sonntag ist mir dann das Glück hold gewesen. Es war ein Feiertag und darum war sogut wie niemand auf dem Gelände.

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Von der Auwezova Strasse her bin ich dem Gleis nach auf dem frisch gefallenen Schnee aufs Umschlaggebiet gelaufen. Der Himmel war erfüllt von einem wunderbaren Blau, gerade erst haben sich die Wolken verzogen vom wohl letzten Schnee in diesem Jahr. Ab und zu fährt eine kleine hellblaue Rangierlokomotive an mir vorbei. Dann komm ich an verschiedenen Wartungshallen und Eisenbahnzubehörlagern vorbei. Alles ist in Hellblau getaucht. Der einzige Weggefährte ist ein Bettler, welcher mir einen Schleichweg zu erklären versucht, zwischen der Margarinefabrik und der Wagonfabrik.

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Kein einziger Security Angestellter droht mir und zwingt mich das Gelände zu verlassen. Das ist mir so noch nie passiert.

Vor wenigen Jahren noch war am Stari Ploschet in Almaty der Sitz der Regierung Kasachstans, der Kasachischen SSR. Kunaev hiess der letzte Regierungschef der Kommunistischen Partei in Kasachstan. Jetzt sind die roten Fahnen am „Alten Platz“ gewichen, verschiedenen westlichen Werbeplakaten. An ganz zentraler Stelle eine überdimensionale Mercedes Reklame. Der riesige faszinierende Gebäudekomplex, wo meines Wissens nach auch die kommunistische Partei ihren Sitz hatte wurde umfunktioniert und renoviert. Jetzt ist darin die „KBTU“ die Kasachische Britische Technische Universität.

Quellenangaben: Das obige Bild stammt von der Webseite der KBTU

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Das Foto zeigt die immensen Dimensionen des Gebäudekomplexes (Auf das Bild klicken für eine Ansicht in voller Grösse :). Autos und Menschen verschwinden beinahe bei soviel Beton uns Säulen.

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In Almaty wird gebaut und gebaut, was das Zeug hält. Ungeachtet der Finanzkrise werden ganze Stadtteile aus der Erde gestampft. Sowohl im Norden und Osten Richtung Berge – da vor allem Viertel für Wohlsituierte und Staatsleute. Das Schlossähnliche Gebäude, welches man auf den folgenden Fotos sieht hat der Finanzminister bauen lassen (Information aus der Bevölkerung). Rund um diesen Gebäudekomplex spriessen die verrücktesten von Architekten geschaffenen Experimente aus dem Boden. Jeder will da seinen Millionenschweren Traum verwirklichen. Etwas weiter werden Villenkomplexe in Serie produziert – von den grössten Immobilienfirmen Kasachstans.

Auch am unteren Stadtrand beim Rayon Aksai werden Haufenweise Häuser und ebenfalls ganze Stadtteile gebaut. Dies ist auf dem ersten Foto gut zu erkennen. Die Hausreihen ähneln den Satellitenstädten in Paris, Mailand und anderen europäischen Städten.

Wenn ich mich mit der Bevölkerung unterhalte sehe ich, dass viele Menschen schlecht informiert sind, was zum Beispiel die Veränderung ihrer Stadt oder nur schon des umliegenden Wohnraums betrifft. Das Stadtparlament (Akimat) informiert den Gesprächen nach willkürlich, wenn überhaupt. Und wie ich mich frage, fragen sich auch viele Andere für wen denn nun die ganzen Häuser und Wohnungen gebaut werden. Denn der normale Kasache wohnt in einer Plattenbauwohnung oder nur Mietwohnung, die man auf dem Zweiten und Dritten Foto sieht. Und soviele Reiche gibt es nun auch wieder nicht, die sich eine solche neue Wohnung oder eine dieser Villen zulegen können. Zu den Plattenbauwohnungen möchte ich noch hinzufügen, dass selbige auf mich als Schweizer eine seltsame Anziehung ausüben. Insgesamt gefallen mir die minimale Ästhetik und der Versuch trotz allen Vereinheitlichungsdranges während der Sowjetunion individuelles einzufügen, auch wenn es nur die Fassade oder der Balkon war.

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Wieder war kein Bus nach Chimbulak zu finden. Erneut mussten wir einen Taxifahrer damit quälen, bis in den Skiort hinaufzufahren. Oben angekommen gabs eine Überraschung, unser kasachischer Kollege von der Kasmys hat Leute aus dem Freundeskreis eingeladen. Das Mädchen verfügte statt eines Rucksacks über ein hübsches Handtäschchen, der Rest sah nicht gerade bergtauglich aus. Doch da muss ich anmerken haben mich KasachInnen schon schön überrascht. Die sind ziemlich zäh! Der erste Sessellift befindet sich in Reperatur, so mussten wir bis zum Zweiten hochlaufn. Die Gruppe mit der Handtäschchen Kasachin gab nach 500Metern Auf. Wir konnten mit der zweiten Seilbahn rauffahren, dann begann die eigentliche Tour. An der Gletschermoräne entlang über Steinfelder, schliesslich auf den Gletscher. Das war dann schon ein Erlebnis. Zum ersten Mal bin ich einen Gletscher komplett bis zum Ursprung hochgewandert. Etwa drei Kilometer lang ist dieser. Schöne Fels-Eisformationen haben uns begleitet und das Wetter spielte mit. Langsam müde erreichten wir den Gipfel gegen 16 Uhr. So blieben uns nur zehn Minuten und wir mussten rasch ins Tal zurück. Zum Glück arbeitet unser Bergführer Ilijtsch im Winter als Skilehrer. So hat er gute Connections zu den Seilbahnbetreibern. Gegen acht Abends konnten wir schon ziemlich erschöpft durch die Dämmerung zum Wintersportort herunterfahren.

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Am östlichen Rand Almatys liegt der Gorki-Park, einer der grösseren Stadtparks mit Aquapark, Kinderpark und einem Zoo, in welchem die Tiere ein nicht immer ganz Artgerechtes Leben führen. Was mir gefällt, am Park, das sind die sowjetischen Karusselle und ein sowjetisches Riesenrad, von dem man eine prächtige Sicht auf die umliegenden Stadtteile und die Berge hat. Auch der Teich, auf dem man Pedaloboot fahren kann ist oft nur eine dreckige Lache, bis dann im Spätfrühling das Wasser eingelassen wird. Doch auch im Sommer würde ich niemandem raten dort ein Bad zu nehmen.

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Der schon im letzten Post erwähnte Spaziergang, der mich auf den Hügel hinter Almaty führte, bei kaiserlichem Wetter, brachte mir auch die bislange besten Panoramafotos über die Stadt ein. Auf den folgenden Fotos sehen Sie die verschiedenen Grossbaustellen am Stadtrand, die Aussicht auf die Villengegenden und zum Teil sieht man bis ins Kasachische Steppenland hinein. Mir gefällt vor allem das Foto mit dem fliegenden Vogel.

Klicken Sie auf die Bilder, um sie in Originalgrösse betrachten zu können!  

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