Beiträge

pfaeffikon_03
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

pfaeffikon_01 pfaeffikon_02 pfaeffikon_04 pfaeffikon_05 pfaeffikon_06 pfaeffikon_07 pfaeffikon_08 pfaeffikon_09 pfaeffikon_10

Hier sind noch ein paar Fotos, die ich bei einem Spaziergang um den Pfäffikersee gemacht habe, vor wenigen Tagen. Das Wetter war sensationell und die Glarner Alpen schienen sich unmittelbar vor mir in die Höhe zu stemmen.

Einfach auf das Foto klicken um die weiteren anzusehen.

DSC_0359
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

Zum Abschluss der Kasachstan-Reise hat sich noch die Möglichkeit ergeben, ein Dorf abseits der Grossstadt kennenzulernen. Von einer Frau, die wir am Markt Baracholka kennengelernt haben bin nach Hause eingeladen worden. Und sie stammt vom Dorf Koram, welches ca.120 km von Almaty entfernt liegt.

Mit dem Taxi (bis auf den letzten Platz belegt), sind wir vom Busbahnhof in Almaty losgefahren. Das Vollgestopfte Taxi wirkte sich positiv auf den Geldbeutel aus, denn so kostete die Fahrt pro Person gerade mal 500 Tenge.

Zuerst fuhren wir auf der Autobahn und man hatte einen wunderbaren Panoramabllick auf den Altai zur Rechten Seite und links bereitet sich schon bald die Steppe ins Unendliche aus. Ausnahmsweise hämmerte keine Musik aus dem Radio, der Grund war aber nicht in der Musikfeidlichkeit des Fahrers zu suchen , sondern das Radio wurde gestohlen.

Nachdem alle Mitfahrenden Abgesetzt waren führte die Reise weiter auf einer holprigen Landstrasse. Die Letzten Kilometer fehlte der Asphalt dann vollstänig. Die Natur wurde dafür umso schöner. Auf beiden Seiten der Strasse die majestätischen Bäume, welche sich nun doch langsam der Jahreszeit anpassten und sich gelb verfärbten. Ab und zu überquerten wir ein kleines Flüsschen und jede Menge Esel und Pferde standen an den Strassenrändern herum. Ab und zu kam uns ein von Eseln gezogener Wagen entgegen, welcher je nachdem Menschen oder Esswaren transportierete.

Vor einem kleinen Haus war Endstation und Arsigul, meine Begleitung bat mich ins Haus zu kommen. Zuerst musste ich aber noch dringend Wasser lassen. Die Toilette war etwas Abseits und bestand aus einem Bretterverschlag, mit einem kleinen Loch im Boden fürs Geschäft. Von der Toilette bis zum Haus machte ich noch etwas Fotos, denn ein kleiner Stall mit kleinen Kühen und Hühnern gefiel mir ausserordentlich.

Im Haus wurde ich begrüsst von Vater,Mutter und Geschwistern. Sie baten mich sogleich mich auf den Boden an den Ehrenplatz zu sitzen und stellten mir ein Festessen mit traditionellem uigurischem Brot hin. Der Tee ist auch uigurische Tradition, mit verdickter Milch und Salz versetzt. Es braucht erst etwas Gewöhnung, nach dem zweiten oder dritten Mal genossen möchte man sowas aber nicht mehr missen. Früchte und Süssigkeiten gehörten auch zum Programm. Die Grossmutter wurde mir auch noch vorgestellt, mit dieser gestaltete sich die Komunikation aber etwas schwieriger, da sie kein Wort Russisch versteht. Sie spricht nur die Uigurische Sprache.

Der Vater unterhielt sich etwas mit mir und erzählte mir, dass er Bauer sei, auch Äpfel- und Birnenbäume habe und viel draussen zu tun habe. Seine Frau sei Krankenschwester und arbeite in der nächstgelegenen Kleinstadt im Spital. Er fragte mich danach, ob es in der Schweiz auch Bauern gebe, mit meiner positiven Antwort war er zufrieden.

Nachdem ich vom Gedeck etwas gegessen hatte und mich schon etwas voll fühlte sagte mir Arsigul, dass das erst die Vorspeise gewesen sei. Nachher komme noch das Traditionsessen „Mante“, das ist in Teig eingerolltes Lammfleisch mit Zwiebeln und Gemüse.

Mit vollem Magen spazierte ich draussen etwas herum. Weil ich gesagt habe, dass mir die Berge gefallen setzte sich Arsigul gleich ans Telefon und rief einen Onkel an, welcher uns (Arsigul,kleine Schwester und noch kleinerer Bruder) mit dem Auto in die Berge fuhr. Das sind etwa 10 Kilometer. Und die Aussicht von dort war wieder atemberaubend, die Sicht über die unendlich weite Ebene, die schönen Farbtöne, das ist etwas, was sich mir bis tief ins Herz eingeprägt hat.

DSC_0355   DSC_0361 DSC_0363 DSC_0364 DSC_0375 DSC_0377 DSC_0386 DSC_0389 DSC_0395 DSC_0401 DSC_0402 DSC_0406 DSC_0408

resize-of-dsc_0533
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

resize-of-dsc_0460 resize-of-dsc_0466 resize-of-dsc_0469 resize-of-dsc_0478 resize-of-dsc_0480 resize-of-dsc_0484 resize-of-dsc_0485 resize-of-dsc_0487 resize-of-dsc_0489 resize-of-dsc_0491 resize-of-dsc_0495 resize-of-dsc_0500 resize-of-dsc_0503 resize-of-dsc_0509 resize-of-dsc_0512 resize-of-dsc_0516 resize-of-dsc_0524 resize-of-dsc_0541 resize-of-dsc_0548 resize-of-dsc_0553 resize-of-dsc_0557 resize-of-dsc_0560 resize-of-dsc_0564 resize-of-dsc_0566 resize-of-dsc_0586 resize-of-dsc_0591 resize-of-dsc_0593 resize-of-dsc_0595

Es war heute spannend zuzusehen, wie die KasachInnen den Tag der Republik feiern. Auf dem Zentralen Platz war fuer die Zuschauer abgesperrt, sodass man einmal nicht von den Autos und deren Abgasen belaestigt wurde, sondern durch die Ueberlaute Volkspopulistische Musik. Schoen war es den ganz verschieden Menschen zuzuschauen, wie sie herumspazierten, ihr Eis assen oder bIer tranken. Wirklich frei scheint sich das Volk aber noch nicht zu fuehlen. Die Partystimmun ist nicht allzu ausgelassen, man koennte sogar ab und zu das Wort „bedrueckend“ verwenden.

Es war aber eine bereichernde Erfahrung, da ich bis jetzt in KZ noch kein solches Volksfest erlebt habe.

Und somit leite ich ueber zum zweiten Teil des Berichtes, welcher sich mit unserem gestrigen Ausflug an den Charryn Canion befasst:

Es ist unmoeglich, die Dimensionen der kasachischen Steppe in Fotos wiederzugeben. Endlose weiten, dazwischen einige Huegel, am suedlichen Horizont die Verschneiten Berge, die Grenze zu China, Usbekistan. Der Boden, der eine eintoenig braune Farbe hat entpuppt sich bei genauerem hinsehen als ein Gemisch aus einer imensen Gesteinsvielfalt. Ich habe 39 verschidenfarbige Steine gesammelt. Zwischen den steinen, feinster Sand. Es ist ein unglaubliches Gefuehl, darauf zu gehen, vergleichbar mit Harst (leicht angefrohrener Schnee). Da und dort Loecher im Boden, wenn man Glueck hat sieht einem frech und neugierig eine Wuestenmaus entgegen. Auch habe ich eine kleine Eidechse entdeckt, die sich tot stellt. Ueberall Wuestenpflanzen mit wunderschoenen farbigen Blueten. Die Sonne brennt, bis zu 45 Grad im Sommer. Vor uns eroeffnet sich der Canion der gleichzeitig auch militaerisches Sperrgebiet ist, also betreten Verboten.

Es ist erstaunlich dass vereinzelte Spuren der Zivilisation, sprich Abfall am Strassenrand gar nicht so extrem stoert. Er geht buchstaeblich unter in den weiten Dimensionen der Steppe. Ich komme mir vor wie in einem amerikanischen Road-Movie. Hungrig begeben wir uns auf die vierstuendige nach Hause fahrt mit dem Audi 100. In einem Bauerndorf essen wir in einem Restaurant.

DSC_0550
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

DSC_0563 DSC_0592 DSC_0601 DSC_0604 DSC_0606 DSC_0609 DSC_0610 DSC_0611 DSC_0645 DSC_0652 DSC_0666 DSC_0667 DSC_0675 DSC_0681 DSC_0688 DSC_0691 DSC_0696 DSC_0711 DSC_0792 DSC_0796 DSC_0799 DSC_0803 DSC_0865

Die Diesjährige Streetparade zeigt doch, dass die Zeit der Raver,Plateauschuhe und freizügig gekleideten Geschichte sind. Es wirkte mehr wie ein grosses Volksfest. Eine Menge Essstände,Bier in rauhen Mengen und leider weniger Leute,die sich verkleiden. Gut ich gehöre auch nicht mehr zu denen, die sich da etwas einfallen lassen. Was mir immer noch gefällt ist das Wummern, welches durch die ganze Stadt dröhnt und die alten Häuser ums Seebecken zum beben bringt. Es gefällt mir auch, dass die Streetparade ein Anlass für alle ist. Eine Menge Familien mit hüpfenden und tanzenden Kleinkindern habe ich gesehen.

Und endlich bin ich auch auf dem Riesenrad gewesen und hab da etwas fotografieren können.