:::Almaty um 1970:::

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Almaty – die Stadt am Fusse des Tienschan hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Um die Veränderungen zu veranschaulichen habe zeige ich sporadisch im Gedankenbörsen-Blog Postkartensets aus der Vergangenheit. Diesmal ein Set aus dem Jahre 1970. Dabei auffällig, die intakten Fassaden der historischen Bauten, das neu erstellte Hotel Alma-Ata und der schöne saubere Gorkipark mit den Pedalo-Boten.

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:::Geschichte des Landes Glarus:::

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Die Geschichte des Landes Glarus ist auch zu einem gewissen Teil die Geschichte der Schweiz. Ich selber wurde in Glarus geboren und habe da Kindheit und Jugend verbracht. Der Kanton Glarus liegt eingebettet zwischen hohen Bergmassiven, deren südliche Grenze der mächtige Berg Tödi (3614) darstellt.

Weil ich nun seit längerer Zeit nicht in der Schweiz weile und dennoch Interesse an der Geschichte dieses Flecken Landes hatte suchte ich im Internet nach historischen Texten und Beschreibungen über die Frühzeit des Glarnerlandes.

Nach längerer Suche stiess ich auf ganze Bücher aus dem Jahre 1836 und noch früheren Perioden. Interessanterweise stiess ich auf diese Bücher bei Google-Books und die Exemplare, die eingescannt wurden stammen aus englischen Bibliotheken.

Jetzt lese ich das Buch „Geschichte des Landes Glarus“ aus dem Jahre 1836 geschrieben von Melchior Schuler. Faszinierend ist für mich die Art und Weise wie zu dieser Zeit die Lanschaft beschrieben wurde und das verwendete Deutsch. Viele Worte werden heutzutage so nicht mehr benutzt oder ganz anders geschrieben. Im Buch wird die Geschichte von Glarus beschrieben hauptsächlich beginnend mit dem 9.-10. Jahrhundert, als Glarus abhängig vom Kloster Säckingen war. Später wird die Geschichte Anhand von Schriftlichen Dokumenten erzählt, wobei dem Schein nach die Zeit zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert eine Zeit des Krieges und des Söldnerdienstes in den umliegenden Heeren (Französisches,Deutsches und Italienisches) war. Auch interessant und mir zu einem Grossteil unbekannt war die Zeit der Reformation, als Glarus zwiegespalten war, zwischen den Katholischen und Reformierten Kräften.

Für Diejenigen, die sich für die Geschichte interessieren und die wie ich nicht die Möglichkeit haben auf Bibliotheken oder Archive in der Schweiz zuzugreifen eröffnet Google mit den eingescannten Büchern eine völlig neue Möglichkeit!

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:::Lenin von Hinten:::

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Das Foto „Lenin von Hinten“ stammt aus Kaptschagai. Es geschieht nicht mehr so oft, wie noch vor ein paar Jahren – aber es gibt immer noch Leninstatuen in Kasachstan zu sehen. Zum Teil sind sie völlig verwahrlost und dem Verfall überlassen, manchmal gibt es aber noch Menschen, die sie hegen und pflegen. Schön find ich bei dieser grossen Statue die Sicht von hinten auf den „grossen“ Lenin.

:::Der Frühling ist in Kasachstan angekommen:::

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Jetzt ist der Frühling auch in Kasachstan definitiv eingetroffen. Eine der schönsten Jahreszeiten in diesem Land, die ganzen Kirschen,Apfel,Birnen und Aprikosenbäume blühen.

Ganze Hügel erscheinen dann Weiss und auf der Wiese von Krokusen Gelb oder Lila. Es wird schnell heiss. Die Frühlingstemperaturen gehen im Gegensatz zu Europa von Null direkt auf 15 oder 20 °.

:::Kaptschagais Plattenbauten:::

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Ich bin immer wieder fasziniert von der sowjetischen Architektur. Alles in Allem war diese sicher nicht schlechter als westeuropäische Siedlungsarchitektur. Die Plattenbauten mit ihrer absoluten Einheitskonstruktion haben es mir angetan. In Kaptschagai habe ich zum ersten Mal gesehen, wie diese Bauten entstanden sein müssen. Es gibt da ganze Stadtteile, wo unfertige Plattenbauten herumstehen, die nicht mehr abgerissen und auch nicht fertiggebaut werden. Das ganze wirkt dann ziemlich surreal. Hier eine Reihe Fotos, die ich von diesen Bauruinen gemacht habe:

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Zum Teil hat es schon ein paar Treppen eingebaut, dass man sich auf die zweite oder dritte Etage begeben kann. Von da aus hat man einen schönen Blick auf den Kaptschagai Stausee und die Stadt selber.

:::Mc Donald’s Werbung in Kasachstan – Unmöglich oder?:::

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Mc Donald’s Werbung in Kasachstan. Ist so etwas möglich? Ich hab es bis vor wenigen Tagen nicht für möglich gehalten. Und ich muss gestehen, dass ich weder die Werbung für Mc Donalds, noch Mc Donald’s selber im letzten Jahr vermisst habe. Bis nach Kasachstan hat es dieser Multinationale Konzern noch nicht geschafft. Obschon es schon jede Menge hiesige Annäherungen daran gibt. Zum Beispiel „King Burger“ oder „Mc Burger“. Meines Wissens nach hat es Mc Donald’s noch nicht nach Kasachstan gewagt, weil die für ihre Produkte notwenige Qualität und Lieferkonstanz nicht gewährleistet werden kann. Dafür bin ich froh!!!

Auf dem Foto, ein importierter Deutscher Städtebuss, wie sie zu dutzenden in Almaty im Einsatz sind. Und warum sollte man den Buss neu anstreichen? Kostet ja nur Geld!

:::Kaptschagai – Kapchagay:::

Einer der weltgrössten Stauseen liegt ca. 80 Kilometer vor Almaty in der Steppe. Er wird gespiesen vom Ili Fluss. Gebaut wurde die Staumauer 1965. Im Sommer ist es das Naherholungszentrum Almatys. Alle jungen Leute suchen da Sonne und Urlaubsstimmung à la Mallorca. Das Resultat davon konnte ich am Sonntag mit eigenen Augen sehen. Das Ufer des Sees ist über die gesamte Strecke an der Stadt Kaptschagai mit Abfall übersät. Und wirklich mit allen nur vorstellbaren Gegenständen. Haufen von Glasscherben aus Bierflaschen, jede Menge PET Flaschen, Industrieabfall, Eisen – und Betonrückstände… Also da muss man schon Mut haben, wenn man da im Sommer baden gehen will.

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Auf dem Foto sieht das Ganze richtig romantisch aus. Bitte auch die folgenden Fotos anschauen!

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Was sehr seltsam anmutet ist die Tatsache, dass neben den schönen Strandhäuschen die Überreste von Plattenbauten stehen, und keinen Kilometer weiter Luftlinie befindet sich das Industriezentrum Kaptschagais, die ganzen Fabrikgebäude mit ihren dreckschleudernden Kaminen. Also als Gast in dieser Erholungsgegend muss man schon ziemlich betrunken sein, um die Realität ausblenden zu können!!!

Die Stimmung für mich hat etwas absurd-faszinierendes gehabt. Und wenn ich wieder Ziet habe, fahre ich mit dem Bus gerne wieder mal dahin.

:::Der Wiedehopf:::

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Einen Wiedehopf habe ich in der Schweiz nie ausserhalb eines Zoos oder einer Volière gesehen. Hier in Kasachstan habe ich gestern mehrere gesehen. Immer zu zweit sassen sie auf den Stromkabeln, beim Näherkommen sind sie dann aber rasch davongeflogen. Mit dem 200er Objektiv konnte ich den schönen Vogel dennoch festhalten:

:::Nauris das Frühlingsfest:::

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Nauris das grosse Frühlingsfest. Über das Wochenende fand in Kasachstan und den umliegenden Zentralasiatischen Staaten das Naurisfest statt. Ein Frühlingsfest, wie es in verschiedenen Regionen dieser Welt Brauch ist. Vermutlich auch aus der Tradition entstanden, den Schnee zu vertreiben und das Vieh auf die Wiesen zu treiben. So wie es in der Schweiz oder ganz Europa Fasnacht (Karneval) oder lokale Bräuche wie das „Fridlisfüür“ im Kanton Glarus gibt.

In Kasachstan ist es aber schwer die eigentliche Herkunft zu erkennen und bis jetzt konnte mir noch kein Kasache beantworten wo der Ursprung des Volkfests liegt. Und in Almaty werden einfach grosse Bühne mit Kasachischen Schnulzsängerinnen aufgestellt, es werden Schaschliks verspiesen und grosse Abfallberge hinterlassen.

Schön ist immer wieder, an solchen Anlässen   Fotos von Menschen und Menschenansammlungen zu schliessen.