Artikel in der Kategorie: politik

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Hier die Fotos vom heutigen 1.Maiumzug im Stadtzentrum Zürichs. Bei schönem sonnigem Wetter zogen mehrere Tausend Menschen friedlich durch die Strassen und wollten Selbige zum Teil lautstark für sich in Anspruch nehmen. Der Umzug hatte ein buntes Gemisch von Gewerkschaften, Jungsozialisten, Jungen Grünen und auch Kurdenverbänden wie auch jeder Menge Sympathisanten zu bieten.

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Am 7. Dezember fand im Schweizerhof in Bern der Anlass der Kasachischen Botschaft in der Schweiz zum Unabhängigkeitstag Kasachstans statt. Dieses Jahr war der Anlass besonders, weil Kasachstan das 20. Jubiläum feiert. Damit ist das Land gewissermassen auch erwachsen geworden. Der Unabhängigkeitstag selber findet am 16. Deszember statt. Nebst dem obligaten ausgiebigen Buffet gab es ein schönes Konzert von den Geschwistern Botagoz und Bulat Tynybekov (Violine/Cello).
Eröffnet wurde der Anlass mit einer kurzen Rede vom Botschafter Mukhtar B. Tileuberdi. Nebst vielen Vertretern der Schweizer Wirtschaft konnte man auch designierte Nationalräte treffen und wie auf einem der Fotos zu sehen Peter Finke, den Vorsitzende des Departements für Soziale und Kulturelle Anthropologie.
Es war ein gelungener Anlass im neu renovierten Schweizerhof, direkt neben dem Hauptbahnhof in Bern.
Eben kam die Meldung aus dem Nationalrat, dass die Schweiz den Ausstieg aus der Atomenergie befürwortet. Der Beschluss des Nationalrats ist vermutlich ein Signal auf den Wunsch der Bevölkerung auf eine hochgefährliche und nicht mehr zeitgemässe Energie zu verzichten. Jetzt muss dem Beschluss ein Plan zur Realisierung dieses Entscheides folgen – das wird wohl ein Zankapfel werden und die dominierenden Energielieferanten (Axpo & Co) werden zum Handeln aufgefordert.
Sicher hat der Entscheid aus Deutschland dazu beigetragen, dass die Schweiz einen ähnlichen Kurs verfolgt.
Jetzt drohen dann die Wirtschaftsführer und Wirtschaftsliberalen mit dem Verlagern von Arbeitsplätzen ins Ausland, dies wegen eventuell steigender Energiepreisen. Und die ganzen Umweltverbände werden sich weigern alternativen Energien eine Chance zu geben. Eine andere Schwierigkeit oder Unmöglichkeit ist es die Bevölkerung und Industrie zum Energiesparen zu bewegen.
Damit steigt dann das Risiko wieder dass billiger Atomstrom von unseren Nachbarn, vorgängig den Franzosen importiert wird.
Wie auch immer. Der Grundentscheid auf die Atomenergie zu verzichten ist lobenswert und ein gutes Signal für die Zukunft!
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Heute Vormittag gesehen vor dem Migros City Hans Fehr am Unterschriften sammeln für die Volksinitiative «Volkswahl des Bundesrats». Die gleiche Initiative wurde bereits 1900 und 1942 abgelehnt.

André Marty schreibt aus dem Brennpunkt Kairo: “Sie packen. In der Hotellobby stehen Dutzende von Metall- und Plastikkisten, vollgepackt mit Fernseh-Equipment. Ein Grossteil der ausländischen Journalisten haben Ägypten bereits verlassen, oder sind am Koffer packen. Verständlicherweise. Denn auf der Strasse zu arbeiten ist nach wie vor kaum möglich, auch heute Morgen berichten Kollegen von Übergriffen auf Journalisten.”
Den ganzen Artikel kann man auf dem Korrespondenten-Blog des Schweizer Fernsehens lesen, aus dem obiger Auszug stammt.
Links zum Thema:

Morgen finden die Wahlen in Kirgistan statt. Die Welt schaut gespannt auf das kleine zentralasiatische Land. Für mich ist die Entwicklung spannend, weil ich drei Jahre wenige Kilometer Luftlinie von Bischkek weg gelebt habe und aktuell ein guter Freund in Bischkek an einer Uni doziert.
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Ausländer? und auf dem angrenzenden Plakat Volksbefragung.ch! So agiert die SVP (Schweizerische Volkspartei) aktuell. Beim anklicken der Webseite volksbefragung.ch steht dann als Willkommensbotschaft: Welche Ausländerpolitik wollen Sie?
Ein Armutszeugnis, dass in der Schweiz Rechtspopulisten den Feind und die Fehlerhafte Politik immer noch bei den Minderheiten sieht! Zum Glück gibt es ein paar Leute die schnell reagieren und die Plakate mit einer Entschuldigung im Namen der Schweiz versehen haben:

Ich selber muss zugestehen, dass ich den Wahlkampf so gut wie nicht mit verfolgt habe. Ich lebe ja im Ausland. Und zudem habe ich etwas gelächelt, als ich vernommen habe, dass die SVP eine solche Initiative lanciert. Ich habe in meinem Blog auch schon sehr lange keine politischen Themen mehr behandelt , weil ich der Meinung bin, wenn ich nicht selber in die Debatte involviert bin, wie früher als Parteimitglied oder bei Diskussionen in der Ausbildung/Beruf, dann halte ich den Mund. Bei dieser Sache ist das anders. Das ist eine Katastrophe und nicht so “harmlos” wie ein Bundesrat Blocher oder eine Isolierung im EU-Raum. Heute hat sich die Schweiz mächtige Feinde geschaffen!!! Das Resultat dieses Gebärdens wird sich garantiert auf die wirtschaftliche Beziehungen mit Ländern in denen der Islam verbreitet oder als Staatsreligion gelistet wird auswirken. Zudem verliert die Schweiz im Bezug auf ihre Rolle als “neutraler” Staat und “Vorreiter” in humanistischen Angelegenheiten, wie auch auf diplomatischem Terrain an Rückhalt.
Ich bin zutiefst betroffen von diesem Mittelalterlichen Entscheid und werde mich im Ausland wegen diesem Entscheid schämen müssen. Ich leben in Kasachstan, seit über zwei Jahren, einem Land mit einem gemässigten Islam. Das heisst in Kasachstan gehen weniger Menschen in die Moschee, als aktuell in der Schweiz in die Kirche. Und hier leben die unterschiedlichste Religionen friedlich miteinander. Ein solches Gesetz wäre hier absolut unmöglich.
Die Schweiz, die ich kenne ist eine kulturelle und innovative Perle. Aber auch ein Land mit Problemen, die es sich nicht eingestehen will/kann. Ich bin im Kanton Glarus aufgewachsen. Habe ab der 1.Klasse immer wieder mit Kindern verschiedener Religionen zusammengesessen. Dazu zählten SchweizerInnen aus Katholischen/Reformierten Elternhäusern die zum Teil absurdeste Äusserungen von sich gaben über Gott und die Welt. Dann hatte ich vermehrt Kinder aus türkischen Familien, die dem Islam angehörten. Eine Religion von der ich zum ersten Mal gehört haben. Doch diese Kinder unterschieden sich nur in einer Sache von mir. Sie schauten PayTV Kanäle und durften keine Zweifel Chips mit Schinkengeschmack essen. Dann gab es SchülerInnen aus dem Tibet/Sri Lanka und Ex-Jugoslawien ich war schon damals interessiert von den Ländern dieser MitschülerInnen mehr zu erfahren. Ich fragte nach dem Essen, nach dem Aussehen der Landschaften und lernte von jeder Sprache erste Wörter kennen.
Wer die Initiative für das Bauverbot von Minaretten lanciert hat, wer dafür und wer dagegen gestimmt hat, das interessiert mich nicht. Aber ich bin der Meinung, dass das sofort rückgängig gemacht werden soll, beziehungsweise dieser Artikel niemals in ein Gesetzbuch mit “allgemeiner” Gültigkeit gedruckt werden darf. Ich hoffe auf grosse Proteste aus der Schweizer Bevölkerung und ich hoffe auf massive Kritik aus dem nahen und vor allem Deutschsprachigen Ausland!!!
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Maiak heisst soviel wie Leuchtturm – das Wort stammt aus dem Russischen. Ob Maiak ein Leuchtturm in der schweizerischen Nachrichten/Presselandschaft ist oder noch werden wird, diese Beurteilung überlasse ich Anderen. Die Idee hinter Maiak ist auf jeden Fall Hintergrundberichte aus Russland und ganz Osteuropa zu liefern, mit gut recherchierten Berichten.
Ende September konnte ich mich mit Jürg Vollmer, dem Leiter des Maiak-Projekts eine Stunde im offenen ISO-Container in der Binz Zürich angeregt unterhalten. Der ISO Container gehört zu einem ganzen Containerdorf, wo preiswert Raum für Künstler und JungunternehmerInnen entstanden ist.
Das Gespräch mit Jürg handelte vom Projekt Maiak, wie das Ganze entstanden ist und welche Ziele das Projekt hat. Denn gerade Letztere sind ziemlich hoch gesteckt. Es soll in der Schweizer Medienlandschaft, die in den letzten Monaten vor allem bezüglich entlassener Auslandskorrespondenten von sich hat reden lassen, qualitativ hochwertige Hintergrundberichte geben. Maiak erarbeitet auf der Creative Commons Basis Artikel/Dosssiers und Fotomaterial, welches die Schweizer Presse kostenlos verwenden kann. Damit das funktionniert braucht es Investoren, die dieses Projekt unterstützen und ebendiese hat Jürg Vollmer in der Schweiz letztes Jahr gefunden.
Da das Projekt mit integriertem Newsroom und guter Webseite noch ganz am Anfang steht braucht es viele Leser und Leserinnen, die auch zu besagten Artikeln ihre Meinung schreiben oder Anregung zur Optimierung geben können. Ich wünsche Jürg Vollmer beim Projekt weiterhin viel Energie und auch Spass.
Links zum Thema:
Innerhalb von drei Monaten hat sich in Almaty etwas geändert. Diejenigen, die schon längere Zeit in Almaty leben haben sicher dieses Schild in den letzten Tagen immer Öfters gesehen:

Der-
Tatsächlich erlebt Almaty in kürzester Zeit ein Revival der Spielhöllen, Zockerstuben und Casinos. Am 15.April 2007 habe ich noch einen Artikel über das komplette Casino- und Spielverbot in Almaty berichtet! Und innerhalb etwa mehr als einem Jahr wird alles wieder rückgängig gemacht – das hat schon was Lustiges an sich, wenn das Resultat nicht dermassen unangenehm wäre. An wirklich jedem Strassenzug und das ist keine Übertreibung gibtg es jetzt Spielsalons mit oben abgebildetem Zeichen. Es müssen ungeheure mafiöse Strukturen dahinter stehen, dass so etwas möglich ist!
Sogar mein Lieblingstürke, der Kebab 007 ist von einem Tag auf den Anderen verschwunden, das letzte Mal, als ich da einen Kebab essen wollte befanden sich im Innern Spielkästen.
Was ich ach interessant finde ist die Tatsache, dass ich nie öffentlich etwas von einer Gesetzesänderung oder eben Rückgängigmachung gehört habe.
Links zum Thema:
- Gedankenbörsen-Blog (Casinos per Gesetz geschlossen)
Den Gedankenbörsen-Blog kann man kostenlos abonnieren. Oben im kleinen Feld ihre Email Adresse Eingeben (diese wird nicht weitergegeben und ist nicht öffentlich einsehbar), dann auf absenden klicken. Sie erhalten von diesem Zeitpunkt an alle neuen Artikel in Ihr Elektronisches Postfach geliefert.
In Kasachstan gab es in den letzten Jahren eine Menge Zuwachs an Wochenzeitungen. Ich selber wage mich selten daran, eine Zeitung zu lesen. Erstens kann ich noch zu wenig flüssig Russisch lesen und Zweitens sind die Zeitungen zum grössten Teil grafisch so hässlich, dass ich sie überhaupt nicht erst aufschlage. Riesige Schocktitel, grauenvolle Fotos niedrigster Qualität und fragwürdige Quellenangaben.

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Das Globale Weltgeschehen verschwindet unter einem gigantischen Werbeberg. Nachrichten kommen oft direkt aus der Presseveranstaltung und es ist zu erkennen, dass der Journalist keine Lust oder Zeit hatte einen schönen und lesbaren Artikel zu verfassen. Was hingegen oft in den Tages – oder Wochenzeitungen auftaucht sind persönliche Tragödien mit Fotos, Geschichten über Stars und Sternchen Kasachstans und in jeder Zeitung darf eine Aussage des Präsidenten nicht fehlen.
Dazu hat die kasachische Presse eine Art Kodex für sich selber geschaffen, dass über den Präsidenten nie etwas Schlechtes Gesagt wird. Es gibt dazu keine explizite Regierungsposition oder ein Staatsverbot, die Presse zensuriert sich dahingehend selber!
Hier eine kleine Auflistung der gängigsten Kasachischen Zeitungen mit Weblink!
zeitungen
| Name | Region | Webseite |
|---|---|---|
| Argumenty i Fakty | Kasachstan | Link |
| Deutsche Allgemeine Zeitung | Kasachstan | Link |
| Ekspress-K Экспресс К | Almaty | Link |
| Karavan - Караван | Kasachstan | Link |
| Kazakhstanskaya Pravda - Казахстанская Правда | Kasachstan | Link |
| Megapolis - Мегаполис | Almaty | |
| Novoe Pokolenie - Новое Поколение | Kasachstan | Link |
| Novyj Vestnik - Новый Вестник | Karaganda | |
| Vremya - Время | Kasachstan | Link |
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Quellannagabe: Das Bild stammt von feinheit.ch
Ich habe etwas den Faden verloren, was das politische Geschehen in der Schweiz anbelangt, doch erreichte mich heute eine originelle Email , die mich gleich etwas überrascht hat. Auf der Website www.tagesnews.com kann man seinen Namen eingebenes wird eine Newssendung mit Charles Clerc gezeigt, die jeden Einzelnen sehr direkt anspricht! Senden Sie dieses Video anschliessend an x-beliebig viele Freunde weiter!
Links zum Thema:
Gerhard Schröder war heute zu Besuch in Kasachstan, das Ziel war die Deutsche Kasachische Universität. Bloss mit einem Polizeiauto als Eskorte kam er an, begrüsste Rektor und Direktor. Die StudentInne waren alle versammelt und grüssten auf Deutsch lautstark. Anschliessend stellte sich Gerhard Schröder den Fragen der versammelten. In einer halben Stunde wurden verschiedene Themenberieche gestreift. Die Frage warum Deutschland so Energiegeladen in die Welt trat nach dem 2. Weltkrieg war ebenso Thema, wie die Frage nach dem Idenditätsverständnis der Kasachstaner. Letztere Frage wurde von einer jungen Studentin gestellt. Sie ist gut gestellt aber wie Herr Schröder selber sagte aus seinem Standpunkt und wegen zu wenig Wissen um lokale Fragen aus Kasachstan schwenkte er auf eine Folgefrage zur Bildung und Ressourcen über.
Klicken Sie auf die Fotos um diese in Originalgrösse zu betrachten.
Ich habe Gerhard Schröder zum ersten Mal live erlebt. Schon länger habe ich ihn als einen der sympathischsten Politiker wahrgenommen. Dies muss ich heute bestätigen. Seine Art zu formulieren, aber auch auf Fragen einzugehen ist bemerkenswert.
Heute war der amtierende Nationalratspräsident André Bugnon in Almaty zu Gast. Mit einer Delegation reiste er die letzten Tage durch Kasachstan. Leider habe ich, weil mein Französisch stark nachgelassen hat, nicht alles verstanden, was er in den wenigen Sätzen gesagt hat, in denen ich ihn gesehen habe. Enrico Pianta, der Generalkonsul in Kasachstan hat eingeladen zu einem Treffen über Mittag. Viele Schweizer Firmen, ansässig in Kasachstan sind gekommen. Es gab dabei spannende Unterhaltungen und Einblicke ins EDA. Hier das Foto, welches ich gemacht habe von Herrn Bugnon und Enrico Pianta.
Bitte aufs Foto klicken, um dieses in voller Grösse betrachten zu können.
Gestern habe ich eine Arte Sendung gesehen, ‘das Geheimnis der Atombombenversuche’, eindrücklich, was die Russen da in die Luft gejagt haben. Im Film geht ein kasachischer Forscher, der in Deutschland lebt nach Semipalatinsk, um die Strahlung zu messen und auszukundschaften, ob das Gelände für Abenteuertouristen attraktiv sein könnte. Die verbotene Stadt, wo die Arbeiter des Testgeländes gearbeitet haben ist zu sehen und die Wirkungen der Explosion auf Tiere wird gezeigt. Zum Schluss wird auch eingegangen auf den weniger positiven Teil, welcher an der Bevölkerung ohne deren Wissen durchgeführt wurde. Insgesamt leidet die Bevölkerung, welche nahe des Testgeländes wohnt an doppelt sovielen Krebserkrankungen wie im übrigen Kasachstan.

Und heute habe ich in den Nachrichten im TV Medwedew gesehen, wie er über die Unabhängigkeit Süsossetiens und die Antwort auf eine Stationierung US-Raketen in Polen gesprochen hat. Es scheint so, dass die beiden Supermächte nichts aus dem kalten Krieg gelernt haben. – Gleichzeitig lese ich gerade das Spiegel Special Geschichte über den kalten Krieg. Da ich selber diese Zeit nicht erlebt habe, nun aber sehr nahe an oben erwähntem Atomtestgelände lebe erkenne ich doch sehr viele Parallelen.

Links zum Thema:
- Wissen im WDR – Beschreibung
- RIA Novosti – kehren die kalten 80er zurück?
- Stern – Wie David gegen Goliath
- Der Ed2K Link : download
Gestern habe ich auf Tagesanzieger online gelsen, dass die Schweiz Rüstungsausgaben von bis zu einer Milliarde Franken genehmigen will. Das ist eine absolut schwachsinnige Ausgabe des Geldes! Gerade die Kampfjets, welche der Schwiez in keinster Weise dienlich sind sollen nachgerüstet werde. Schon der Kauf dieser Jets um 1997 herum war eine idiotische Geldausgabe.

Ich kann mir auch keinen bürgerlichen Politiker vostellen, der in der akuellen politischen Situation in Zentraleuropa für das Aufüsten dieser Flugzeuge ist. Sie verbrauchen bloss unmengen von Sprit, welchen ja schlussendlich auch der Steuerzahler berappen muss!
Quellenangaben: Das Foto stammt vom Tagesanzeiger online – DPA
Vor etwas über einer Woche konnte ich beim Deutschen Wirtschaftsklub in Almaty einer Präsentation über die Tätigkeiten der OSZE in Zentralasien beiwohnen.
Frau Kloetzer erzählte von einem Projekt, das vor Kürze in Armenien durchgeführt wurde. Die dortige Regierung rief die OSZE um Unterstützung, weil die Russen nach dem Zusammenbruch der cccp hochgiftigen Raketentreibstoff in fast allen ehemaligen Republiken hinterlassen haben. Mehr als 1000 Tonnen dieser “Melange” genannten Flüssigkeit lagen in Armenien. Die Behälter hatten Schäden und das Gift konnte in die Natur entweichen. Mit Wissenschaftlicher Unterstützung konnte die OSZE das Material mit einem simplen chemischen Prozess in Dünger umwandeln, welcher problemlos auf die umliegenden Farmen verstreut werden konnte. Die folgenden Bilder stammen aus einer 20Minütigen Filmreportage, welche ebenfalls beim Deutschen Wirtschaftsklub gezeigt wurde:
Interessant waren auch die Ausführungen von Frau Kloetzer über den anstehenden Vorsitz über die OSZE Kasachstan im folgenden Jahr. Welche Vorbereitungen hier laufen, und wie viel Kasachstan auch im Austausch steht mit ehemaligen Ländern, die den Vorsitz geleitet haben. Auf Jedenfall, so wurde gesagt hat Kasachstan eine grosse Aufgabe, neben dem OSZE Vorsitz, auch Innenpolitische Veränderungen durchzuführen und wie versprochen rasch Demokratische Reformen umzusetzen!
Links zum Thema:
Diese Werbung habe ich auf einem grossen schweizer Nachrichtenportal gesehen, die Debatte um die Armeewaffen, welche noch immer zu tausenden in den Schweizer Kleiderschränken herumliegen, scheint noch immer aktuell zu sein. Über das Thema habe ich schon etwa drei Texte vor etwa einem Jahr veröffentlicht. Und ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb dieses Thema so umständlich diskutiert wird und welche Hornochsen von Parlamentariern eine schnelle Änderung des Gesetzestextes blockieren.
Ich gratuliere dir Schweiz! Tatsächlich ist ein Antidemokrat, Unruhestifter und Politiker mit stark Volksaufhetzenden Tendenzen endlich weg vom Fenster! Das ist ein wichtiger Tag für die Schweiz, eine offene und integrative Schweiz.
Das soll keineswegs bedeuten, dass die Werte, die Traditionellen dieses Landes in den Hintergrund gedrängt werden sollten!
Nein, ich finde jede Schweizerin und jeder Schweizer sollte stolz sein, wenn in einem demokratisch wählenden Land progressive und und damit meine ich klar weniger konservative Kräfte ans Ruder kommen.
Der abgewählte Politiker hat mit scheinheiligen Reden und scheinheiligem Brauchtum etwas vorgegaukelt was weder schweizerisch ist, noch in unserer Tradition steht.

Geht es der Schweiz so schlecht, dass eine Rechtspopulistische Partei wie die SVP dermassen zulegen kann, oder ist die gesamte politische Entwicklung ein Symptom einer grösseren Erkrankung? Denn es ist schnell gesagt, der Rechtstrend sei auf die „Blocher“ – Partei zurückzuführen und die ersten Gründe, welche dazu aufgezählt werden sind die Angst vor einem EU-Beitritt eines Grossteils der Bevölkerung und die noch grössere Angst vor der Überfremdung. Also eine Urangst, die Angst die eigene „Arische“ Blutslinie zu verlieren. Obschon gerade dies in der Schweiz, einer jeher Multinationalen Bevölkerung ein Witz ist.
Demnach muss an verschiedenen Orten in der Schweiz gesucht werden. Alleine solche Argumente reichen in einem der wohlhabendsten Länder der Welt garantiert nicht aus, um das Phänomen zu erklären.
Der Blog „Lupe“ titelt nach der Abstimmung „Braune Tsunami-Welle überrollte die Schweiz“, darin geht der Verfasser auf den Wahlkampf der letzten Monate in der Schweiz ein, stellt auch die überaus berechtigte Frage, warum sich das Volk nicht wehrt gegen eine dermassen hässliche und unmenschliche Polarisierung.
Auf der Webseite world socialist web site gibt es einen spannenden, gut geschriebenen Text mit dem Titel:“ Wahlkampf deckt tiefe Brüche in der Gesellschaft auf.“ : wsws.org – hier ein Ausschnitt aus dem Artikel
Die 7,5 Millionen Einwohner zählende Schweiz verfügt über vier offizielle Sprachen (deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch) und über zwei Hauptreligionen (römisch-katholisch und evangelisch-reformiert), die sich vor 160 Jahren noch in einem Bürgerkrieg bekämpften. Neben den Sitzen internationaler Großbanken (UBS, Credit Suisse) und globaler Konzerne (Nestlé, Novartis, Roche) finden sich auf engstem Raum ländlich Gegenden, in denen die bäuerliche Folklore noch zur Alltagskultur gehört. Hochentwickelte Industriezweige (Maschinenbau, Feinmechanik, Pharma) paaren sich mit primitivsten Formen der Landwirtschaft in den Bergen.
Die Neutralität in Verbindung mit dem Bankgeheimnis hat die Schweiz reich gemacht. Die Neutralität ermöglichte es ihr in zwei Weltkriegen, mit allen Seiten Geschäfte zu machen. Das Bankgeheimnis machte sie zum Anziehungspunkt für Großvermögen aus der ganzen Welt. Die Schweizer Großbank UBS ist mit 3,3 Billionen Franken Kundengeldern auch heute noch der größte Vermögensverwalter weltweit. Hinzu kommt dank der Naturschönheiten des Landes eine lukrative Tourismusindustrie.
Solange es gelang, die Grenzen einigermaßen abzuschotten, konnten die Gegensätze im Innern des Landes mit Hilfe dieses Reichtums abgedämpft werden. Der Sozialstaat erreichte zwar nie das Ausmaß der europäischen Länder mit einer starken Arbeiterbewegung. Aber die Arbeitslosigkeit war gering und das Lohnniveau relativ hoch. Die Landwirtschaft wurde hoch subventioniert und vor Importen geschützt.
Mit der Globalisierung, dem Wachstum der Europäischen Union und dem Ende des Kalten Krieges hat dieses System Risse bekommen. In der Schweizer Gesellschaft sind tiefe Gräben aufgebrochen. Der Aufstieg der SVP ist ein direktes Ergebnis davon. Zitat Ende.
Ein Grossteil des Artikels widmet sich auch dem Aufstieg der SVP und zeigt die massiven Verknüpfungen der Schweiz zwischen Politik und Wirtschaft. Eine beinahe Schizophrenes Gebärden müsste da auch Blocher attestiert werden, welcher einer der reichsten Männer der Schweiz ist, einen Grosskonzern führte, das Bankgeheimnis unbedingt beibehalten will, gleichzeitig den Bauern möglichst viele Subventionen überlassen möchte und seine Ansprachen durch Folklore (Kuhglocken und Schweizerkreuze) untermalt.
Um noch einmal auf den Titel zurückzukommen: “ Wahlkampf deckt tiefe Brüche in der Gesellschaft auf“, – den finde ich wirklich gut. Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten massiv verändert. Die Bauern sind genau wie die Industrie verschwunden. Die Industrie befindet sich nun in Asien und die Bauern, sind in Süd- und Osteuropa. Die Schweiz hat sich zu einer beinahe reinen Dienstleistungsgesellschaft entwickelt. Importiert werden Unmengen von Ausländerinnen und Ausländern, die sich auf einem Fachgebiet spezialisiert haben, zum Beispiel im Bankensektor, dem Medizinalwesen und der Pharmazeutik. Durch die Gesamtentwicklung in den letzten Jahren hat es auch viele Schweizer gegeben, die an der Armutsgrenze“ leben, die working poors und die Stadtflucht hat den ländlichen Gegenden massiven Schaden zugefügt. Die Politik von Blocher manipuliert viele der ärmeren Schichten mit angstmachenden Parolen. Eine Schweiz wird heraufbeschworen, wo ein Mythos, wie Wilhelm Tell und die „Neutralität“ im zweiten Weltkrieg grossgeschrieben werden. Es werden „saubere“ Finanzgeschäfte der Grossbanken aufgetischt, die Überwachung innerhalb der Schweiz wird zum Nationalheiligtum erklärt und insgesamt eine völlig verklärte Sicht auf die Position der Schweiz inmitten Europas beschrieben.
Diese Entwicklung ist schade. Die Schweiz ist ein Land der Traditionen. Doch Echte Bräuche, wie ein „Fridlisfeuer“ oder das „Chlausschälle“ im Glarnerland, sind akut vom Aussterben bedroht. Künstliche Volksfeste, die nicht wirklich alt sind dienen als Instrumente eines sehr gefährlichen Nationalpopulismus. Und wohin Nationalpopulismus führen kann sollte Jedermann und Jederfrau klar sein.
Die Linken Parteien haben, wie mir eben jemand per sms aus der Schweiz geschrieben hat im Wahlkampf einfach die schlechteren Wahlstrategen gehabt. Vielleicht haben die bürgerlichen Parteien einfach zwanzig Millionen Schweizerfranken mehr in den Wahlkampf investiert.
Was läuft falsch in der Schweiz? Ich will die Schweiz nicht verurteilen, wie ich im Titel aber geschrieben habe empfinde ich die Schweiz als einen kränkelnden Staat. Es fehlt an einer guten integrativen Zusammenarbeit. Es fehlt an Respekt Ausländerinnen und Ausländern gegenüber und vor allem fehlt es an Visionen!
Wieder einmal konnte ich gestern eine politische Debatte führen, mit Spaniern aus Sevilla und dem Norden des Landes. Über die Türkei, eine dortige Kunstmesse hat Pablo die Mail Adresse von Valeria erhalten. In den letzten Zwei Wochen machte er mit seinem Freund und Ragel eine Tour an den Aralsee, weiter geht es in den nächsten Tagen über Semipalatinsk in den Norden. Kennengelernt hatten wir uns im Soros Center, bei einer Vernissage vorgestern. Valeria war so entgegenkommend und hat mir alle Englischsprachigen Gäste vorgestellt, darunter hat sich eben auch Pablo befunden. Zum ersten Mal ist er in Zentralasien und er zeigt sich begeistert und offen für Neues. Obschon er auch die etwas spezielleren Momente in Kasachstan schon hat kennenlernen dürfen. Auf der Strasse in der Nähe des Aralsees musste er mit ansehen, wie ein Auto mit einem Pferd kollidierte. Das Auto war nachher kaputt und das Pferd tot, mit zerrissenen Körperteilen, was garantiert keinen schönen Anblick bot. Dies nachdem die Reisenden schon am gleichen Tag eine Kollision mit einer Kuh mit ansehen mussten.
Gestern haben wir uns beim Kastejev Museum getroffen, wo uns Catherin Rezhnikova freundlicherweise eine Führung offerierte, in Erstklassigem Englisch. Das schreib ich nur, weil sie sich immer schämte und sagte, ihr Englisch sei sehr schlecht. Im Gegenteil, lobte ich sie immer wieder und ermunterte sie ihre Geschichten zu den Werken weiterzuerzählen. Dabei konnte ich auch noch einiges Dazulernte, das ich auch nach dem fünften Besuch in besagtem Museum nicht wusste. Zum Beispiel bei den traditionellen kasachischen Exponaten gibt es spezielle Flaschen für die gegorene Stutenmilch. Die gleichen alten Lederflaschen, sind auch aus Leder hergestellt, verfügen aber auf den Seiten über konische Zusätze, die beim Reiten und folgenden Schütteln des Inhalts und Druckaufbaus verhindern, dass der Zapfen wie bei einer Champagnerflasche davonfliegt. Weiter beschrieb Catherine ins Detail die Kunst Anfangs 20.Jahrhunderts, an Werken, die die Veränderungen Kasachstans mit dem Kommen des Kommunismus zeigten. Die ganzen Maschinen, die neben den Jurten zu sehen sind, wie die Turksib gebaut wird. Am Ende der Führung, als wir im Raum ankamen, wo zuvor die Contemporary (zeitgenössische) Ausstellung war befindet sich jetzt die Geburtstags Ausstellung eines kasachischen, traditionellen Künstlers. Wegen des Wechsels der Direktion verschwand die gesamte Ausstellung der jüngsten kasachischen Künstler. Catherine schämte sich etwas für die neue Direktion, welche der Identitätsfindung der jungen Künstler schaden könnte. Grundsätzlich werde das Museum aktuell von der jungen zielstrebigen Kasachstanerin geführt, als ob es eine wirtschaftliche Institution sei und Profit machen müsse. Aber das Verschwinden der Zeitgenössischen Werke hat auch eine politisch-traditionelle Komponente.
Die Regierung ist bestrebt ein Nationales, patriotisches Kasachstan zu gestalten und sieht ihre Werte mehr in der traditionellen kasachischen Handwerkskunst und der Mythologie. Verehrt werden da Helden und Krieger, wie auch hart arbeitende Bauernfamilien. Nichts daran ist schlecht und braucht auch nicht verurteilt zu werden. Schade ist bloss, dass nicht ein friedliches Nebeneinander stattfinden kann. Denn die Zeitgenössische Kunst ist ein wichtiger Faktor in diesem Land. Insgesamt wird einfach der Geldhahn zugedreht, wenn die politischen Wertehüter der Meinung sind, dass etwas nicht der Nation dient.
Die Spanier schauten sich die Ausstellung an, anschliessend gingen wir zusammen etwas essen und mit Pablo habe ich mich über Globalisierung, die Probleme, die meiner Ansicht nach in Europa bestehen, unterhalten. Dabei war sicher ein Schwerpunkt die Zunahme an Kontrollen in den zentraleuropäischen Ländern, wie auch die Verstärkung der schon jetzt markanten Polizeistaaten, wozu ich auch die Schweiz an einer der ersten Stellen erwähnen würde, anschliessend Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien. Dabei haben wir uns über den Vorfall von Genua unterhalten und auch das Heiligendamm Debakel. Die Ursache des Problems haben wir aber nicht in solch kurzer Zeit lokalisieren können. Der Kapitalismus, die Gewinnmaximierung und Passivität eines grossen Teils der Bevölkerung ist meiner Meinung nach mitschuldig.
Interessant ist für mich auch der Unterschied in Sachen Reaktion und Aktion auf ein bestehendes System, aktuell gesehen aus der Perspektive Kasachstans. Während in der Schweiz jeder seinen Kommentar in der Zeitung veröffentlichen kann und die Kräfte immer aufgehoben werden, in Gegendarstellungen, gilt hier in Kasachstan eine andere Gesetzmässigkeit. Diese ist gewachsen in der Zeit des Kommunismus, somit bestand keine Alternative, als die bestehende Meinung der Partei. Auch jetzt gibt es wenig oppositionelle Stellung in Zeitungen oder anderen Informationskanälen. Die Bevölkerung hat auch vom unglaublichen Wirtschaftlichen Aufschwung des Landes profitiert und ist sich nicht gewohnt, sich in Staatliche Diskussionen einzumischen. Der einzelne Bürger, Taxifahrer oder Bauer empört sich natürlich hinter vorgehaltener Hand über die Situation und bezeichnet die Regierung auch mal als Banditen.
Mein Gedanke, zu den formulierten Punkten, oder meine Fragestellung ist es, wie könnte die Schweiz z.B in einigen Punkten von einem Land wie Kasachstan lernen und umgekehrt. Ich persönlich sehe kein grosses Wachstum in der kleinlichen Politik der Schweiz und der Scheinheiligkeit einer Wandelhalle des Bundeshauses, wo einfach Business gemacht wird und den Schlammschlachten aktueller politischen Themen, in denen eine Partei, meistens die Rechte/Bürgerliche zuerst eine Kampagne startet und dann die Linke Gegenargumente liefert. Was ist das Ziel einer solchen Politisierung? Soll den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in diesem meiner Meinung nach Pseudokonsens aufgezeigt werden, wie interessant und Spassvoll Politik ist? Hier in Kasachstan freut es mich, wenn ich junge Menschen sehe, die sich überhaupt wagen ihre Meinung zu formulieren. Und ich sehe hier sehr viele Menschen mit grossem Interesse, auch etwas zu bewegen, obschon hier die Hürden x-Mal höher sind, als in der Schweiz und eine komplett andere Art des Durchsetzungsvermögens und der Beharrlichkeit gefragt sind.

“Fascho – Berichte aus dem Alltag” ist eine Ausstellung, die aktuell in der Shedhalle der Roten Fabrik in Zürich zu sehen ist. Wegen der Durchmischung der Symbole hat die Ausstellung auch grosse Medienpräsenz erhalten. Ich war nun mehr spontan gestern mit einem guten Freund zur Ausstellung gefahren und vielleicht weil ich ohne Erwartungen hingegangen bin wurde ich sehr positiv überrascht.
Natürlich nicht wegen des sehr komplexen Themas, sondern weil die Ausstellung sehr gut gemacht wurde. Mit Themenclustern und vielen Erklärungen und doch nicht konventionell.
Ich kann die Ausstellung allen empfehlen. Sie läuft noch bis am 23. Sept 2007.
Quellenangaben: Die beiden Postkarten stammen aus der Ausstellung, die drei folgenden Fotos habe ich mit Erlaubnis aufgenommen (P1i)
Links zum Thema:
Wie ich eben erfahren habe hat das alte “Anti-SVP Gästebuch” ausgedient und muss nach fünf Jahren dem brandneuen “ANTI-SVP Forum” weichen.
Zudem ist ein neues Netzwerk SVP-Kritischer Blogger entstanden. Zitat hugo-tAem: “Der flächendeckenden Propaganda der SVP-Milliardäre stellen die SVP-kritischen Blogs der Schweiz ihre Beiträge in einem neuen Blog-Verzeichnis entgegen. Unter www.svp-politiker.ch werden ab sofort kritische und satirische Blogbeiträge über die einzelnen SVP-Politiker aufgelistet, um über die teils kriminellen und rassistischen Machenschaften der sogenannten Schweizer Volkspartei SVP zu informieren.”
Gründungsmitglieder Anti-Svp Netzwerk:
Auf dem Obwaldner Blog habe ich die beiden Youtube-Videos gefunden, welche Sie im Anschluss sehen können.
Liebe Leserinnen und Leser aus den angrenzenden deutschsprachigen Länder, wenn ich aktuell sehr oft innenpolitische Themen der Schweiz publiziere liegt das daran, dass im Oktober das schweizerische Parlament und der Bundesrat gewählt werden. Ich hoffe, ich langweile Sie nicht damit! Aber leider findet hier ein sehr negativer Trend statt, welcher meiner Ansicht nach in ganz Westeuropa stattfindet. Und ich möchte mich klar gegen diesen Trend stellen!
Links zum Thema:
“Bundesrat” Blocher gehört per sofort ausgeschlossen aus der siebenköpfigen Landesregierung der Schweiz! Ich schäme mich als Schweizer mit einem Mann wie BRB an der Macht. Am 21. Oktober sind Nationalsrats- und Bundesratswahlen und alle Mittel werden mobilisiert, möglichst vielle Stimmen für die eigene Partei zu fangen. Die Mittel dazu sind vor allem von der SVP unter jedem Niveau. Sie verbreiten rassistische Plakate, polarisieren und mobilisieren mit Angstmachereien ihre Schäfchen
Heute hat nun die Partei in Tagesanzeiger, wie auch 20Minuten ein ganzseitiges Inserat geschaltet, indem die Überschrift lautet :”Geheimplan gegen Blocher”. Ich zitiere weiter:” Linke und andere Parteien wollen Christoph Blocher aus dem Bundesrat werfen. Weil er Erfolg hat, glaubwürdig und kompetent ist. ” – Ich frage mich in solchen Fällen, ob sich nicht auch Zeitungen fragen sollten, was sie da veröffentlichen und damit bewirken! So etwas ist eine Schande!
Die Woz hat einen sehr wichtigen Beitrag zur Diskussion Blocher geschrieben, in ihrer letzten Ausgabe. Hier können Sie den spannenden Artikel lesen.
Blocher und die Medien – Wir sind auch das Volk
Quellenangaben: Der Text stammt von der Webseite der WOZ.Innerhalb der letzten Stunden hat die Blogsphäre ihre Antwort auf die Verschwörungstheorie gegeben. Der Betreiber vom Rainbownet.Blog hat dazu hier einen spannenden Bericht geschrieben. Zudem haben Andere, ihre Meinung kunsgetan, dies können Sie unter “Links zum Thema” sehen.
Links zum Thema:
In einem Forum der SVP-Schweiz stellt ein User die Frage, was er mit seiner Webseite :”ausländerkriminalität.ch” machen soll. Klicken Sie auf das folgende Bild, um den Text in Originalgrösse Lesen zu können.
Aktuell steht auf der Webseite:”Kriminelle Ausländer in Schweiz – Wartungsmodus” – “Die Webseite befindet sich momentan im Wartungsmodus.
Bitte versuchen Sie es später wieder.” – Zum Glück kann ich sagen! Webseiten mit Ausländerfeindlichem Inhalt spriessen in der Schweiz nur so aus dem Boden. Das ist meiner Meinung nach eine menschliche Katastrophe!
Der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus habe ich folgende Internetadresse gemeldet: “http://www.auslaendergewalt.ch” – Auf dieser Webseite geht es darum, dass statistisch alle Tatvorfälle, durch Ausländer begangen, welche in der Presse aufgeführt werden archiviert werden. Es gibt zudem ein Meldeformular, wo jeder Vorfall mit “Datum der Tat”-”Tatort und Kanton”-”Tatbeschrieb”-”Quelle” und Absender ausgefüllt werden kann.
Die Antwort von der EKR auf mein Mail bestand aus :”Vielen Dank für Ihren Hinweis.” Ich finde diese Art von “Journalismus” besteht aus einer massiven Volksverhetzung. Welche Leute kommen auf die Idee, solch etwas zu produzieren?
Links zum Thema:
Weil schon alle darüber berichtet haben, in der Blogsphäre werde ich mich bei deisem Thema auch noch anschliessen. Soviel ich weiss stammt die Idee vom Obwaldener-Blog gegen die Spamflut der SVP mit den eigenen Waffen vorzugehen. In jeden Haushalt der Schweiz ist vor zwei Tagen ein Spamblatt verteilt worden mit dem Text zur Ausschaffungsinitiative. Diese Aktion ist eine Schweinerei, in Bezug auf Inhalt und Art und Weise, wie sie gemacht wurde. Wirklich daneben finde ich aber, dass bei mir im Briefkasten sowas gelandet ist. Denn ich habe zwei Aufkleber mit der Klaren Botschaft (sie stammen von der Stiftung für Konsumentenschutz der Schweiz), dass ich keine Werbung Flugblätter und Tageszeitungen möchte. Die SVP ignoriert dies einfach!
Hier nochmal die Details zum mitmachen. den flyer nicht unterschreiben, zusammenfalzen und kleben oder heften (bostitchen). danach einfach in den nächsten briefkasten der post werfen. der absender ist bereits im flyer integriert. viel spass.
Diese Kampagne wird unterstützt von: “;Stauffer ;Siebensachen ;CVP Luzern ;RainbowNet ;Kreidebleich ;chblog.ch ;humorblog ;Tschäppeler ;Anti-SVP Blog ;ballufeist ;BlogClub ;infamy ;Gonorrea ;wahlen2015 ;swiss metablog ;bengston ;luci ;künzli ;Yodas Blog ;Rahel Imobersteg ;ruff mic ;gebsn ;ana.words ;im augenblick ;think eMeidi ;FeldWG@Home ;pieceoplastic ;wazzup ;Adrian Durtschi ;retangolo ;sackstark ;Gomoli ;blog sans blague ;lupe ;Forum Politik ;Aightgenossen ;Traildevil ;virus.ch ;diskordanz ;leuchtkind ;kultpavillon ;epper”
Ich persönlich finde diese Art zu politisieren Menschenverachtend und völlig unpatriotisch. Dies kurz vor dem schweizerischen Nationalfeiertag, der Ja scheinbar auch von der SVP gepachtet wurde.

Quellenangabe: Das Bild stammt vom Obwaldener-Blog
Jetzt musste ich erst mal im Duden nachschauen, wie sich das Wort “zersiedeln” schreibt. Die dortige Definition:”zer¦sie¦deln ([die Natur] durch Siedlungen zerstören); ich zersied[e]le; Zer¦sie¦de¦lung . Für mich persönlich ist das Phänemon einerseits verständlich, andererseits auch wieder nicht. Die Schweiz ist bekannterweise ein Land, in dem das Bauland ziemlich knapp ist.
Ich wohne in Zürich und fahre oft am rechten Seeufer, mit dem Zug lang. Da habe ich immer ein schnes Panorama auf eine der grössten Zersiedelungen der Schweiz. Die Seeufer des Zürichsees.

Hier auf dem Foto, welches von der Webseite ak-ansichtskarten.de stammt, sehen Sie das Panorama von Meilen aus gesehen auf das linke Seeufer. Da ist noch ziemlich viel Grün zu erkennen.

Auf diesem Bild sehen Sie dasselbe Seeufer auf einem Foto von der Webseite chief.ch, habe leider nach ausgiebiger Suche keine anderen Fotos mit einer guten Sicht auf die Verbauten Ufer gefunden. Ich finde dieses Zersiedlungs-phänomen etwas schade, denn nützen wird es weniger der Allgemeinheit, als den ImmobilienspekulantInnen.
Es gibt auch Ausnahmen am Zürichsee, die dieses Thema schon früh erkannt haben und etwas unternommen haben. 1955 wollten verschiedene Parteien auf dem Pfannenstiel Hotels bauen, was aber bei einer Gemeinsadeversammlung klar verhindert wurde, indem die Gemeinde grosse Liegenschaften gekauft hatte . Hier können Sie mehr nachlesen: Link
Warum es diese Zersiedelung gibt, das denke ich kann man sagen. Da steht sicher der Aspekt, jeder möchte sein Einfamilienhäuschen bauen und an bestmöglicher Lage im Zentrum. Zudem erhascht jeder Zersiedler auch einen individuellen Blick auf die Umwelt und ins Grüne, spätestens bis der nächste Zersiedeler kommt und sein Häuschen davorstellt. Ich frage mich auch, ob das nicht etwas unsinnig ist, bezüglich Infrastruktur und Versorgung. Denn jedes Häuschen braucht eine eigene Stromleitung, eine eigene Wasserleitung und eine eigene Strasse. Es wird also sehr viel vom doch ziemlich knappen Raum in der Schweiz zerstört.
Das Bundesgesetz über die Raumplanung aus dem Jahre 1979 sollte diesem Problem Herr werden. Hier ein Auszug aus dem Gesetz:
- die natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Luft, Wasser, Wald und die Landschaft zu schützen;
- wohnliche Siedlungen und die räumlichen Voraussetzungen für die Wirtschaft zu schaffen und zu erhalten;
- das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in den einzelnen Landesteilen zu fördern und auf eine angemessene Dezentralisation der Besiedlung und der Wirtschaft hinzuwirken;
Diese Punkte sollen das Ziel des Gesetzes ausformulieren. Im weiteren geht es dann darum, dass Bund, Kantone und Gemeinden gemeinsam Pläne erstellen und die verschiedenen Zonenverteilungen darin regeln. Naja, das Gesetz hört sich schön und gut an. Tatsächlich wird aber schön weiter zersiedelt.
Links zum Thema:
- UVEK- die teuren Folgen der Zersiedelung
- Bundesgesetz über die Raumplanung
- Blog Kulturminister – OK für Zersiedelung
“Wir sind das Netz”; so der Titel der neusten Printausgabe des Spiegel Special. Das Thema ist wie das neue Internet die Gesellschagft verändert. Ich habe mir die Ausgabe gekauft und wie immer in den spannenden special-Dossiers gibt es einen guten Überblick über das Thema.
Ich hab ja erst kürzlich in einem Post über die SpiegelOnline- Seite gelästert, und diese auch als Boulevardabklatsch betitelt. Im Gegensatz zur Webseite finde ich die Themendossiers, welche natürlich auch als e-Papier (kostenpflichtig) bezogen werden können sehr spannend.

Ein grosser Teil dieser Ausgabe widmet sich den verschiedenen neuen Diensten, die das web 2.0 mit sich gebracht aht. Dazu gehören die Videoplattformen, wie Youtube, sevenload und Revver. Oder auch die Webspaceangebote, wie Myspace. Des Weiteren, Onlinegames (Secondlife) und die Blogwelt oder Blogsphäre. Zu selbiger ich ja auch gehöre.
Leider habe ich noch nicht die Zeit gehabt, das ganze Heft durchzulesen, ein spannender Punkt ist aber sicher die Überlegungen, welche Wirkung dieses neue Internet auf die Gesellschaft hat. Denn diese ist keinesfalls zu unterschätzen. Es bilden sich komplett neue Informationskanäle, die immer unabhängiger werden von den gängigen Massenmedien. Insbesondere das TV, als passives Medium sieht sich durch die selbstproduzierten Videos und InternetTV einer grossen Konkurenz gegenüber. Was ich natürlichfür keine schlechte Entwicklung halte. Eine Frage, die mich selber in Bezug auf dieses Interaktive Internet beschäftigt ist diejenige der politischen und eventuell auch wirtschaftlichen Macht, die aus diesen neuen Vernetzungen und Angeboten hervorgehen.
Der politische Punkt wird bei uns keine ultimative Veränderung herbeiführen, aber dennoch stelle ich eine Anpassung der Gesellschaft ans neue Angebot fest. In Ländern mit weniger “direkten” Demokratien boomt vor allem das Bloggen enorm, denn dadurch können grosse Menschenmengen informiert und auch aufgeklärt werden.
Ich persönlich bin gespannt, wie sich das Internet weiterwentwickelt und wie sich diese Entwicklungen auch auf unsere Gesellschaft auswirken werden.
Der erste Blog-Karneval zum Thema Russische Medien ist zu Ende gegangen. 31 Beiträge von 21 Autoren aus neune Ländern wurden auf dem Krusenstern-Blog publiziert. Hier ein Zitat von Jürg Vollmer, dem Initiant dieser Aktion zum vollbrachten Werk :”So, das wäre es gewesen nach einem Monat “Blog-Karneval Russische Medien”! Es war eine “Sauarbeit” für mich, zusammengerechnet über 80 Stunden, aber es hat mir Spass gemacht. ” Die Arbeit die dahinter steckt ist nicht zu unterschätzen, denn die ganze Motivationsarbeit, inklusive Anschreiben hätte mich vermutlich abgehalten, etwas solches zu tun. Insgesamt sind eine Menge spannende Texte zum Thema publiziert worden, wie Sie der unten stehenden Tabelle entnehmen können. Schauen Sie sich doch den einen oder Anderen über den Link unterhalb von “Article” an. Klicken Sie dazu auf “Weiterlesen”.
(weiterlesen …)
Mein Beitrag zum Blog-Carnival Russian Media von Jürg Vollmer (Krusenstern) behandelt das Thema “Medienlandschaft von Kasachstan”. Ich habe einen Post zum Carnival angemeldet, weil ich die Idee der BloggerInnen-Vernetzung gut finde.
Zum Thema Medien in Kasachstan, welches über Jahrzehnte unter kommunistischer Herrschaft gestanden hat gibt es vieles zu berichten. Tatsächlich ist es für mich so gewesen, dass ich bei meiner ersten Reise vor knapp drei Jahren den Reisefüherer “Kasachstan entdecken – auf Nomadenwegen zwischen Kaspischem Meer und Altaj” von Dagmar Schreiber gelesen habe. In einer kurzen Zusammenfassung hat Fr. Schreiber in diesem Buch über die kasachsichen Medien berichtet .
Ich habe bei meinen Reisen auf verschiedenste Formen kennengelernt. Der erste Kontakt war sicher derjenige an den dutzenden Zietungskiosken in Almaty. An beinahe jeder Strassenecke befinden sich Kioske mit den schönen bunten Zeitungsauslagen, wo die 20-30 verschiedenen Tages – und Wochenzeitungen feilgeboten werden. Ein nächster Konatkt war derjenige, dass ich mir einmal eine erste Zeitung gekauft habe, vermutlich den Karavan (die Kasachische Blick oder Bild-Zeitung). Mit vielen Bildern auch ohne Kyrilischkentnisse lesbar. So konnte ich auch meine ersten Leseversuche machen.
Eine weitere Auseinandersetzung hatte ich bald mit einer Zeitung mit einer grossen Inseraterubrik. Denn ich wollte mir eine Mietwohnung in der Zeitung suchen. Mit Unterstützung ist das auch gelungen. Des Weiteren brauchte ich die Tel.Nummer einer mietbaren Sauna.



Nach etwas mehr Zeit in Kasachstan habe ich durch Deutsche, die da noch leben erfahren, dass es eine Zeitung auf Deutsch gibt, die “Deutsche Allgemeine Zeitung” Diese ist eher Auflageschwach, versucht aber doch immer Aktualitäten und selber recherchierte Themen zu publizieren. Zudem haben sie auch einen eigenen Online-Auftritt.
Ich habe die Medienlandschaft in Kasachstan einerseits als Vielfältig erlebt, andererseits ist die oft geübte Kritik der staatlich kontrllierten Informationsweitergabe nicht unberechtigt.
Aktuell findet wie bei uns eine massenhafte Verlagerung weg vom Printmedium auf die onlinepublizierung statt.
Hier eine Liste der Zeitung Kasachstan und spezifisch der Region Almaty, die auch über eine Webseite verfügen:











Der Gedankenbörsen-Blog wird von R.Wiedenmeier (Schweiz/Kasachstan) geschrieben.