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Überdimensionale Kopfbedeckungen sind in allen Milizbereichen Kasachstans üblich. Wenn man zum ersten Mal nach Kasachstan kommt und im Flughafen durch den Zoll muss wird man zum ersten Mal konfrontiert mit diesen riesigen Hüten. Das Bild mutet manchmal wirklich kurios an, wenn ein Mädchen mit knapp 18 Jahren vor einem steht, keine 150 CM gross, dafür aber mit einem rieseigen Hut und Staatsplakette.

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Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich aber an die Grosshütigen und wünschte sich, dass sie etwas besser bezahlt würden, denn dann gäbe es in einer Grossstadt wie Almaty etwas weniger Probleme.

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So sah es früher, das heisst noch vor ca. 20 Jahren in Kasachstan aus! In schönen Paraden wurden Arbeitsleistungen Propagiert, die Bevölkerung auf die Kommunistische Lebenshaltung eingeschworen und alles schön in ein dunkles Rot getaucht. Heute ist das in Kasachstan etwas anders. Im letzten Jahr hat die Regierung komplett Abstand genommen zum Volksfest der Sowjetunion und einen 1.Mai der Kulturen lanciert.

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Auf einem der grössten Plätze Almatys wird nun dieses Volksfest ausgetragen. Auf einer überdimensionalen Bühne sind jede Menge bunte Plakate und Stofftransparente aufgehängt und aus Lautsprechertürmen hämmert die Techno-Volksmusik.

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Von Neun am Morgen bis spät am Abend tanzen den ganzen Tag über die 100 Weissnichtwieviel Volksgruppen ihre “traditionellen” Tänze vor. In Anführungs und Schlusszeichen wegen der ziemlich einheitlichen Trachten und der noch einheitlicheren Volksmusik. Oft ist nicht einmal ein grosser Unterschied zu erkennen zu irgendwelchem Technobeat unterlegtem Schweizer Alpenjodlersound.

Hier ein paar Fotos zum 1.Mai in Kasachstan, welcher ganz ohne Krawalle zu Ende ging. Dafür auch mit einem guten Sicherheitsdispositiv. Die Polizei öffnete gar die Schranke zur Bühne, weil so wenig Publikum gekommen ist, dass kein grosses Gedränge zu befürchten war. Die Volksgruppen die auf den Fotos zu sehen sind   : Tataren, Usbeken, Kasachen und Juden. Leider nicht auf den Fotos ist die Gruppe des Deutsch-Kasachischen Theaters, welches auf Deutsch ein Volksliedchen zum Besten gegeben hat.

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Über das Wochenende fand ein Fotografie Workshop im Anschluss an die Ausstellung von Loredana Nemes in Almaty statt. Leider hatte ich nur die Möglichkeit, die letzten Stunden des Workshops zu besuchen. Teilgenommen haben etwa vierzig der wichtigsten JungfotografInnen Kasachstans. Viele mir bekannte KünstlerInnen waren anwesend.

Ein lustiger Zufall war für mich, dass Loredana Nemes bei der Präsentation der wichtigsten Kunstfotografinnen auch Annelies Strba erwähnte, die ich selber als Kind kennengelernt habe. Speziell war für mich Situationen auf Fotos zu sehen, die ich selber gut kenne. Ein Foto mit Bernhard Schobinger auf der Fähre in Horgen oder Aufnahmen mit der Familie Schobinger/Strba in Zürich.

Links zum Thema:

Die ursprünglich aus Rumänien stammende Fotografin Loredana Nemes ist aktuell auf Besuch in Almaty. Das Goethe Institut Almaty hat gestern zur Vernissage geladen. In der Galerie Tengri Umai wurde die Ausstellung “Portraits” vorgestellt.

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Interessant war während der Vernissage, dass mehrere KasachstanerInnen auf die gezeigten Portraits gefragt haben, ob diese Art der Öffentlichkeitsdokumentation ohne Information des Publikums nicht verboten sei. Hierzulande könne man mit einer Anzeige rechnen, wenn man in öffentlichen Verkehrsmitteln Menschen ohne deren Einwilligung dokumentiert.

Links zum Thema:

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Einen Wiedehopf habe ich in der Schweiz nie ausserhalb eines Zoos oder einer Volière gesehen. Hier in Kasachstan habe ich gestern mehrere gesehen. Immer zu zweit sassen sie auf den Stromkabeln, beim Näherkommen sind sie dann aber rasch davongeflogen. Mit dem 200er Objektiv konnte ich den schönen Vogel dennoch festhalten:

Auf dem folgenden Foto sieht man einmal einen ganz normalen Lebensmittelladen um die Ecke, besser gesagt man sieht die Auswahl an Spirituosen. Tatsächlich nehmen die Spirituosen oft die Hälfte des Sortiments eines kleinen Ladens ein und die Werbung dafür ist im ganzen Laden sehr präsent. Hauptkonsumgut ist in Kasachstan aber nicht der Wodka, sondern das Bier.

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Die jugendlichen und Berufstrinker kaufen es sich,   Plastiksackweise und trinken auf der Bank im Hinterhof. Anschliessend bleiben für den nächsten Morgen oft Schwerbenhaufen zurück,   die meistens längere Zeit da liegen bleiben.

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Die unteren drei Fotos sind bloss Ausschnitte aus dem ersten Foto, zu erkennen sind die Preise der Alkaholika. Im Gegensatz zur Schweiz sehr billig zu haben. Umgerechnet schon ab 3-4 Franken!

Ein Foto, das ich im Familypark in Almaty vor ein paar Monaten gemacht habe. Ich find es etwas entfremdend, solche Spielzeuge in einem öffentlichen Park vorzufinden. Aber die Kinder haben es genossen, in Helikoptern, Panzern und auf Geschützen herumzuklettern!

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Bei der Reise nach Aktau hatt ich seit Langem wieder enmal die Chance, das Meer zu fotografieren. Interessant war am ersten Morgen die Sicht aus dem Hotelzimmer. Das Meer rauchte. überall stiegen kleine Rauchschwaden auf. Dies auch auf folgendem Foto festgehalten:

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Die weieteren Fotos habe ich bei einem Ausflug mit einem Reiseführer gemacht, Richtung Fort Chevchenko. Dabei   bestand auch die Möglichkeit Gräber aus dem Mittelalter zu besichtigen.

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Bei sensationellem Wetter machten wir uns gestern mit dem Bus Nr. 6 auf Richtung Medeo. In den Bergen oberhalb Almatys gibt es einen grossen Wintersportkomplex. Medeo und Chimbulak. Das höchstgelegene Eisstadion der Welt, und einen Wintersportort Chimbulak mit vielen Skiliften, Hotel und Ferienhäusern.

Etwas vor Medeo machten wir uns um neun Uhr morgens an den Aufstieg Richtung Kumbel Tau, dies ist der Hausberg Almatys. Der nächstgelegene 3000er. Die Wanderung ist nicht anstrengend und da jetzt schon etwa zehn Zentimeter Schnee liegen ist das umliegende Bergpanorama des Tian Schan wunderbar zu sehen.

Die Fernsicht reichte gestern mit über 120 Kilometern gar bis fast an die chinesische Grenze. Nach zwei Stunden leichtem Aufstieg erreichten wir ein Plateau mit guter Sicht über ganz Almaty, welches schon etwa s im Smog versinkt. Aber auf den Fotos ist die wunderbare Lage dieser Stadt immer noch zu erkennen. Dort angekommen verpflegten wir uns und liessen eine Besteigung des Kumbels wegen ungenügender Schneeausrüstung sein.

Um die Fotos in Originalgrösse ansehen zu können einfach ein Thumbnail anklicken, dann kann man mit ‚next‘ und ‚prev‘ weiternavigieren.

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Der Tag der Republik findet in Kasachstan jeweils am 25. Oktober statt. Das erst 17 jährige Land feiert damit seine Unabhängigkeit zur cccp und den Aufbau eines ‚neuen‘ Kasachstan. Gestern war es wieder so weit. Vor dem Dvoretz Respublika, dem ehemaligen Dvoretz Lenin fanden die Feierlichkeiten in Almaty statt. Das Wetter zeigte sich von seiner schlechteren Seite. Es war kalt und nieselte. Der Himmel war grau. Trotz allem kamen Leute um Tanz und Musik anzuhören. Eine gigantische Bühne mit einem Panoramabild von Almaty und den umliegenden Bergen in einer Grösse von ca 50×10 Metern, davor eine riesige kasachische Flagge aus Karton. Lichtshow und lautstarke Boxen vervollständigten die Bühne.

Das Publikum bekam schon nachmittags um zwei Uhr Konzerte und Tanzeinagen geboten, die man auch auf den folgenden Fotos bestaunen kann. Ein paar Dombraspielerinnen bieten das traditionelle Kasachische, die Tanzgruppen versuchen mit Einheitstrachten die glorreiche Zeit Kasachstans vor der cccp wieder aufleben zu lassen

Insgesamt ist die Stimmung eher deprimierend und die Leute wirken oft mehr falsch platziert, als wirklich interessiert am Spektakel. Wenn jemand aus dem Publikum zu begeistern ist, dann sind das die jungen Mädchen beim Auftreten eines Teen-Popstars aus dem Lande.

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