Das Bloggen

Mit Joseph* habe ich über das Bloggen gesprochen, dabei sind verschiedene Aspekte dieser neuen Art sich öffentlich mitzuteilen im Zentrum des Gesprächs gestanden. Ein wichtiger Punkt, welcher auch mich immer noch fest beschäftigt ist die Emanzipattion gegenüber den traditionellen Medien, vor allem der Tageszeitung.

Ich informiere mich über die gedruckte Zeitug oder ein Online-Portal einer solchen und sehe ein Thema, welches mich selber beschäftigt. Dann bin ich schnell gewillt solchen Inhalt ebenfalls über mein Weblog zu verbreitern. Interessanterweise geben solche Themen, welche gerade in der Öffentlichkeit stehen doch immer wieder Anlass zu angeregten Diskussionen.

Das Vertrauen in die Printmedien oder auch TV-Nachrichte scheint ungebrochen gross zu sein.

Joseph* hat sich jetzt auch schon den einen oder anderen Blog angesehen und bei mir auch bemerkt, dasss ich mich da in einem Dilemma befinde, denn das Material, welches die Informationsmultis wie Reuters oder die DPA verbreitern ist ja auch nur ein subjektiver Bericht eines Angestellten Journalisten in einer Weltregion, welcher Informatioenn zusammenträgt und diese dann den News-Sendungen zur Verfügung stellt.

Als Blogger möchte ich jedoch lieber meine Unabhängigkeit bewahren und nicht auf solche Dienste zurückgreiffen, weil das ja eben schon zuviele tun. Und somit entsteht dann eine nächste wichtige Fragen in Bezug auf das Bloggen, denn immer wieder sehe ich auch andere Blogger-KollegInnen mit der Frage konfrontiert, wenn man nicht auf fremden Inhalt zurückgreift, muss man eigene Themen publizieren, was meiner Meinung auch ganz erstrebenswert ist. Dabei bleibt jedem und jeder überlassen, welche Themenpalette sie/er gerade ins Zentrum des Schreibens setzt.

Und wichtig dabei ist immer die Frage, wie privat oder intim solche Berichterstattungen sein sollen. Denn wenn man sich bewusst wird, dass viele verschiedene Menschen den Blogg lesen, so muss man auch eine gewisse Distanz im Berichten bewahren.

Ich denke, dass Berichte des eigenen Erlebten auf offene Ohren stossen können, denn wer einen Blog schreibt ist oft auch kritisch seiner Umwelt und dem Besteheden gegenüber. Das ist eine grosse Chance, anderen Menschen aufzuzeige, wie man selbst die Umwelt erlebt, was einen stört und was man gut findet.Dabei entstehen bei Diskussionen über die Kommentarfunktion oft spannende Einblicke.

Über die eigene Arbeit wird auch immer wieder berichtet, für mich habe ich das so gelöst, dass ich einen zweiten Weblog eröffnet habe mit dem Schwerpukt meines Berufes.

Für die Zukunft hoffe ich, dass sich die BloggerInnen noch intensiver vernetzen und über die Grenzen des Bildschrim oder Tellerrandes hinweg in Verbindung setzen. Das Bloggen ist ein Urdemokratisches Instrument und muss sich auf seine eigene Weise emanzipieren.

*Name geändert

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