Foto by R.Wiedenmeier

Beshbarmak was aus dem Kasachischen übersetzt “Fünf Finger” heisst gilt als das Nationalgericht. Bei allen wichtigen Ereignissen wird dieses Gericht gekocht, bestehend aus Kartoffeln, Teigstücken, Zwiebeln und viel Fleisch. Je nach Region wird Rinds/-Lamm und Pferdefleisch verwendet. Warum das Gericht Fünf Finger heisst wird einem schnelll klar, wenn man einmal bei einer kasachischen Familie eingeladen wird. Mit der Hand wird das Fleisch und die Teigstücke vorsichtig in den Mund geschoben – dies rührt wohl noch vom Nomadenleben her, wo Besteck kaum bekannt war. Und wenn, dann gabs höchstens rudimentäre Löffel.

Immer wieder eine Wohltat ist der Gang in die Banja am Ende einer Woche. Dieses Mal wars gleichzeitig das Ende eines Jahres. Im Zentrum Almatys befindet sich das Arasan, der grösste öffentliche Sauna-Komplex der Stadt. Ein Grossteil des Gebäudes und der Innengestaltung ist noch original aus der Zeit der Sowjetunion. Dies ist auch auf den folgenden Fotos zu erkennen.

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Der Komplex besteht aus zwei Etagen, auf denen jeweils zwei finnische und zwei Russische Saunen untergebracht sind. Für Frauen gibt es in der anderen Gebäudehälfte dasselbe. Zwischen den beiden Etagen befindet sich das Bad, ein runder Pool mit etwa Zehn Metern Durchmesser. Da kann man sich nach dem trockenen Finnischen und dem heisseren Russischen Saunagang abkühlen.

Beim Eingang gibt es eine grosse Halle, in der man sich einseifen (lassen) kann und wo verschiedene Massagen angeboten werden (seriöse). Nach der Sauna kann man im Parterre ein Bier trinken und Pistazien essen, um den Salzverlust wettzumachen.

Foto by R.Wiedenmeier

Leider wurden und werden in Almaty sehr viele alte russische Einfamilienhäuser abgerissen. Für die Stadtplanung gilt das Argument, dass die Häuschen nicht an der Kanalisation angeschlossen sind. Zumeist stehen aber grosse Immobilienspekulanten dahinter, die ganze Strassenzüge aufkaufen und Bürokomplexe hinstellen wollen. Das Problem ist, dass nach dem Abriss der Häuschen meistens niemand die gewünschte Summe für die Erde bezahlt und so entstanden in den letzten fünf Jahre in Almaty riesige verwahrliste Flächen, wo sich nun hauptsächlich Abfall auftürmt. Das ist schade, denn die kleinen Häuschen mit ihren blauen Fensterläden haben sehr wohl ihren Charme!

Dieser Baustil ist auch derjenige, der das Stadtbild Almatys vor dem rigorosen Plattenbau der 70er und 80er Jahre prägte. Die ersten Siedlungen mit solchen Häuschen entstanden schon um 1900.

Die Abenteuer von Thursday Next packen den Leser und die Leserin auf ganz ungewöhnliche Art und Weise. Vermutlich können die Romane von Jasper FForde der Gattung Fantasy zugeordnet werden, tatsächlich aber sind die Handlungen für dieses Genre total ungewöhnlich. Der vierte Band mit der weiblichen Heldin beeindruckt durch absurde ineinander verwickelte Ereignisse und verblüfft auch nach drei voraus gegangenen Bänden.

Die LitAg Agentin Next muss die Erde von einem Polit Agitator aus der Buchwelt retten. Diese fiktionale Person Kaine hats in sich. Durch ihn und die weltrgrösste Firma Goliath gerät Next mehrfach in Lebensgefahr.

Neben geklonten Skhakespears und Neandertalern muss Next auch mit ihrem zweijährigen Sohn und einem genichteten Vater zurechtkommen. Ein wirklich lohnenswerter Lesestoff.

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Ende 2009 werden oder wurden eine ganze Reihe Grossbauten in Almaty fertiggestellt. Eines der eindrücklichsten Projekte liegt an der Kreuzung Abaja/Auesova. Dieses Gebäude mit einem riesigen Turmbau wird zukünftig den Hauptsitz der Halykbank, der Staatsbank Kasachstans beinhalten.

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Crazy Car ©Rafael Wiedenmeier

Verrückte Fahrzeuge gibt es auch in Kasachstan. Normalerweise begegnen einem auf den grossen Strassen Hummers und grosse Geländewagen. Diesmal aber habe ich ein Fahrzeug mit der Werbebotschaft   “Ofic deda morosa” – “Das Büro des Weihnachtsmanns” gesehen. Wenn mann dann die angegebene Webseite (http://dizzy.kz/) anklickt, landet man auf einer Clubseite.