uz_00
fotos by r.wiedenmeier fotos kaufen >>     www.istockphoto.com

Jetzt bin ich wieder in Almaty angekommen, somit kann ich wieder Texte schreiben, ohne stundenlange den Bites zuzuschauen, wie sie durch die Leitung kriechen.

Ich schreib mal noch die Fortsetzung des Usbekistan-“Urlaubes”: Wieder zurueck in Samarqand hab ich den Rest des Tages, nach der Taxifahrt mit doesen im Bett verbracht, dies auch um das Bier des letzten Abends zu verdauen. Das habe ich im letzten Bericht noch nicht erwaehnt, M. hat im Internetkaffe in Buchara per Zufall einen Kollegen getroffen, welcher in Taschkent Lehrer fuer Deutsch ist. (A, 33 Jaehrig und per Zufall an selbigem Tag Gesburtstag). Mit dem Zusammen haben wir noch Pizza auf usbekisch gegessen und Bier getrunken.

Am Tag darauf habe ich nochmal einen halben Tag Stadtfuehrung durch die Geschichte Samarqands bekommen, durch G, welche mir schon den ersten Teil gezeigt hatte. Ein Observatorium und zwei weitere Moscheen im Zusammenhang mit Amir Timur, dem usbekischen Nationalhelden, welcher vier Frauen hatte! In einer der Moscheen gibt es ein etwa 20Meter langes Grab. amir Timurs. Dieses war nicht so gross, weil der Held so gross war, sondern es seien der Legende nach immer wieder Knochenbruchstuecke von diesem gefunden worden, somit wurde auch am Grab ein Stueck angebaut. G. erzaehlte das geschichtliche und auch die dazugehoerigen Legenden konnte sie mit einem exzellenten Deutsch vermitteln.

Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, es regnete und war ziemlich kuehl. Am Abend ging ich mit M und G (die die Stadtfuehrung gemacht hat) ins Restaurant Blues Cafe essen. Wie der Zufall es wollte war da wieder einmal ein deutscher, den M. Schon kannte. Durch ein Projekt der Weltbank hat dieser ueber 60-jaherige Deutsche die komplette Kontrolle fuer zwei Jahre ueber die Staedtische Wasserversorgung uebergeben bekommen. Mit ihm zusammen war ein Russe, der Mitarbeiter dabei. Es gab etwwas zu essen und viele Schweizerwitze von E. dem Deutschen, welche doch ziemlich amuesant waren. Dies meisten habe ich des Cognak, Vodkas und Bieres wegen vergessen.

Am zweitletzten Tag in Samaqrand machte ich noch fuer meinen bevorstehenden Visaantrag Fotos im Fotogeschaeft, die waren zum todlachen komisch, denn ohne Zuschlag konnte ich mir per PC-Nachbearbeitung eine Krawatte und Jaquett zufuegen lassen.

Der letzte Tag konnte endlich mal ohne Wecker gestartet werden. Am Mittag habe ich mir noch etwas Esswaren auf dem Basar gekauft, im Hotel, indem ich naechtigte wurde eine grosse Reisegruppe Deutsche erwartet, doch just in dem Moment ist der Strom ausgefallen, was in Samarqand taeglich geschieht. Das war fuer die Hotelinhaber sehr dramatisch, denn die deutschen-Altersheimtouristen, wie ich sie gerne nannte haben gleich beschlossen in ein anderes Hotel zu gehen, wegen ihres sensiblen Gesundheitszustandes. So musste ich dann mit der Hotelmannschaft zusammen die schon gekochte Suppe essen und hatte fuer ein paar Stunden einzelbetreuung.

Um 17 Uhr fuhr dann der Registon vom Bahnhof ab. Ein wirklich schoener Zug. Mit TV in der ersten Klasse und Lunchpaket, auch einen Krug heissen Tee war inklusive. Wie immer in Usbekistan haben sich schnell spannende Unterhaltungen eingestellt. Nach vier Stunden sind wir M. und ich in Taschkent angekommen und dort begaben wir uns schnurstraks ins SMI-Kaffee/Club. Ein auf europaeisch getrimmter Club mit lautem Durchschnittssound. A. erwartete uns da schon, welchen ich in Buchara Kennengelernt habe, der Deutschlehrer. Etwas spaeter sind wir noch in einen anderen Musik-Club gegangen, wo mehr Metal und 80-er gelaufen sind.

Ich konnte dann bei A naechtigen und drei weitere Tage dort verbringen. Dabei habe ich Taschkent kennengelernt, die Hauptstadt Usbekistans mit 2.6 Mio Einwohnern. Am Montag dem 2.4. musste ich dringend auf die kasachische Botschaft um mir ein neues Visa machen zu lassen, weil ich nicht daran gedacht habe vond er Schweiz aus ein Multiple-Entry Visum zu machen. Da hoffte ich, dass die mir keine Probleme machen wuerden. Mit der Taschkenter Metro bin ich dann gefahren, die ist wirklich cool. Alles in Marmor gehalten und sehr schoen dekoroert. Leider nicht moeglich zu fotografieren, sonst haette ich noch ein paar Monate mehr in Usbekistan bleiben muessen. Denn die U-Bahn ist zusatzlich mit gruenen Polizei-maennchen dekoriert. In der Botschaft musste ich eine halbe Stunde warten, bis ich mein Anliegen schildern konnte. Dann erklaerte ich, dass ich dringend das Visum haben muesste und zeigte auch das Flugticket, welches fuer zwei tage darauf ausgestellt war. Die Angestellte sagte mir, ich solle am Abend anrufen, wann ich es holen koenne.

Es folgte ein Essen mit einer Kollegin von M. welche in Deutschland beid er Deutschen Welle ein Praktikum gemacht hat. G. ist ihr Name. Mit ihr zusammen haben wir einen Kaffee getrunken. Um vier habe ich angerufen, in der Botschaft um zu fragen, ob das Visum fertig sei. Die sagten mir, dass das erst morgen moeglich sei. Davon wollte ich mich selber ueberzeugen. Mit dem Taxi zur Botschaft zurueck. Da habe ich erst etwas mit der Schalterdame diskutiert. Das fruchtete nicht. Ich sagte ihr, sie soolle doch bitte den Konul anrufen, was sie tat. Auch ihren Namen, Gulia gab sie mir da schon preis. Beim Konsul angekommen musste ich platz nehmen. Ich erklaerte diesem Mithilfe Gulias englisch meine Situation. Der Konsul stellte mir ein paar Fragen, warum ich so haefig nach KZ reise, ob ich da Geld verdiene und so weiter. Ich habe ihm im Gespraech meine Webseiten Adresse gegeben und ihm gesagt, er solle sich doch die Bilder anschauen. Dies Tat er auch und er schien kein Problem damit zu haben, was er sah. Leider funktionnierte der Computer nicht, so musste er das Visum von Hand ausfuellen. Als ich die Treppe mit Gulia hinunterstieg fragte diese mich, ob mir Usbekistan gefaellt. Ich sagte, dass ich Kasachstan insegasmt sympatischer faende. Sie sagte darauf, wenn sie entscheiden koennte wuerde sie am liebsten in ein Land wie die Schweiz gehen.

Gestern hat mich A. eingeladen in die Schule zu kommen, wo er im deutschen Zweig unterrichtet. Ich konnte da eine eine Stunde am Unterricht teilnehmen und ich muss sagen, A. ist ein super Lehrer. Die Kinder sind so um die vierzehn gewesen und haben auch bei einer Gruppenarbeit aktv mitgemacht. Nicht ohne Hintergedanken hat mich A. in die Schule mitgenommen. Er wollte mich fuer ein Gespraech mit zwei Schuelern einspannen, etwas ueber die Schweiz und deren politischen Szstems zu erzaehlen. Das haeb ich gern gemacht. Die beiden Schueler haben schon in Deutschland gelebt, einer ein Botschaftersohn, der Andere der Sohn einer Aerztin. Fuer sie war es schwierig wieder nach UZ zurueckzukommen.

Heute morgen bin ich um sieben an den Flughafen Tschkents gefahren, habe mich da auf den Aerger welcher mir drohte vorbereitet. Ich hatte eine Zolldeklaration bei Ankunft nicht zusgefuellt, welche auch als Registrierung galt. Beim Zoll angelangt vegann der Aerger gleich, der Beamte fragtemich einmal hoeflich nach der Registrierung, beim zweiten Mal nicht mehr hoeflich. Ich konnte ins Separee und dort musste ich mein Geld und andere Wertsachen ausbreiten. Ich haette mich nicht gewundert, wenn ich mein Geld losgewesen waere. Nach einer laengeren Diskussion und verschiedenen unhaltbaren Argumenten meinerseits erledigte sich die Angelegenheit aber erstaunlich schnell. Der Flug nach Almaty verlief problemlos.

Im Anschluss Fotos – 1- Samarqand

uz_01 uz_02 uz_05 uz_06 uz_07 uz_08 uz_09 uz_10 uz_11 uz_12

4 Kommentare
  1. Bina
    Bina sagte:

    Eieiei, komm kaum nach mit lesen! Aber eindrücklich, was du alles erlebst! Warum aber gefällt dir Almaty besser als Samarkant? Wirkt doch so prachtvoll. Oder ist es touristisch?

  2. yorick
    yorick sagte:

    das einsame klavier unter dem mosaik,die aufgespiessten schuhe (oder gibt es in usbekistan schuhbäume?),die einblicke in hinterhöfe-und gassen,der spültrog in der wiese:das sind groteske,absurde momente.mehr davon!der zufall ist doch der beste künstler.wer aber ist die schöne frau?-die mosaike sind zauberhaft.-da hast du ja glück gehabt,dass du wieder in almaty und nicht im gefängnis gelandet bist…wie lang hat die zugfahrt gedauert?wie ist die landschaft?worin unterscheidet sich denn usbekistan von kasachstan?-bin gespannt,wie’s weitergeht.das ist ja eine veritable wundertüte,deine reise.

  3. rafael
    rafael sagte:

    @Bina: Almaty ist eine Weltstadt und es lebt hier und ich fuehle mich frei. Das gilt fuer alle Staedte und Gegenden, die ich in KZ gesehen habe. In Usbekistan sehen die turistischen Staedte wie Buchara und Samarkand sehr schoen aus. Sie sind auch schoen. Aber es stehen Welten zwischen KZ und UZ, auch auf dem UNDP (Human developpement Index) In Usbekistan wird das Internet kontroliert jede Menge Seiten sind gesperrt, sogar die der Deutschen Welle. E-Mails werden gelesen und sogar ich, der sich selten kontrolliert fuehlt hatte bei der Polizeiwillkuer manchmal ein etwas mulmiges Gefuehl und machte einen Bogen um die gruenen Maennchen. Die Altstedte wirken wie im Mittelalter, die kleinen gewundenen Gaesschen und manchmal bekommt man einen Blick in einen Innenhof, wo noch mit Lehmofen Brot gebacken wird und die Huener und Hunde herumtollen.
    Und in der Gegend der schoenen und beruehmten Moscheen wimmelt es nur so von Altersheimen auf Raedern (organisierten Reisen mit Deutschen und Franzosen).

  4. rafael
    rafael sagte:

    @Yorick: Die einzige Zugfahrt, die ich genmacht habe von Samarqand nach Taschkent dauerte etwa vier Stunden, und der Registon ist ein wirklich schoener Zug. Die Landschaft war in der Nacht relativ eintoenig:wink:

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*