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Vom Leiter des hiesigen Goethe-Institutes habe ich ein Exemplar des Buches „Machtmosaik Zentralasien“ bekommen. Ich werde es in den nächsten Wochen mit Vergnügen durchlesen. Was ich schon beim Durchblättern gesehen habe, das sind die vielen Karten, zu Aktuellem, politischem, geographischem aber z.B auch zu den Wegen des Drogenhandels. Auffällig ist die Qualität der Karten. Zitat von der Webseite „Bundeszentrale für politische Bildung

Im Juni 2007 hat der deutsche Außenminister die Strategie der Europäischen Union gegenüber den Ländern Zentralasiens vorgestellt. Zentralasien wird darin als strategischer Partner der EU bei der regionalen Zusammenarbeit in Fragen der Wirtschaft, des Umweltschutzes, der Energieversorgung, der internationalen Sicherheit und der Entwicklung von Menschenrechten und Demokratie identifiziert.

Zentralasien mit Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan ist für die meisten Europäer eine terra incognita. Der Band versucht, historische und aktuelle Entwicklungen wie Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Über 50 AutorInnen entwerfen das Mosaik eines geopolitischen Raumes von inzwischen globaler Bedeutung.

Hier zwei Kartenbeispiele und das sehr gelungene Umschlagsbild:

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Jetzt bin ich wieder in Almaty angekommen, somit kann ich wieder Texte schreiben, ohne stundenlange den Bites zuzuschauen, wie sie durch die Leitung kriechen.

Ich schreib mal noch die Fortsetzung des Usbekistan-„Urlaubes“: Wieder zurueck in Samarqand hab ich den Rest des Tages, nach der Taxifahrt mit doesen im Bett verbracht, dies auch um das Bier des letzten Abends zu verdauen. Das habe ich im letzten Bericht noch nicht erwaehnt, M. hat im Internetkaffe in Buchara per Zufall einen Kollegen getroffen, welcher in Taschkent Lehrer fuer Deutsch ist. (A, 33 Jaehrig und per Zufall an selbigem Tag Gesburtstag). Mit dem Zusammen haben wir noch Pizza auf usbekisch gegessen und Bier getrunken.

Am Tag darauf habe ich nochmal einen halben Tag Stadtfuehrung durch die Geschichte Samarqands bekommen, durch G, welche mir schon den ersten Teil gezeigt hatte. Ein Observatorium und zwei weitere Moscheen im Zusammenhang mit Amir Timur, dem usbekischen Nationalhelden, welcher vier Frauen hatte! In einer der Moscheen gibt es ein etwa 20Meter langes Grab. amir Timurs. Dieses war nicht so gross, weil der Held so gross war, sondern es seien der Legende nach immer wieder Knochenbruchstuecke von diesem gefunden worden, somit wurde auch am Grab ein Stueck angebaut. G. erzaehlte das geschichtliche und auch die dazugehoerigen Legenden konnte sie mit einem exzellenten Deutsch vermitteln.

Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, es regnete und war ziemlich kuehl. Am Abend ging ich mit M und G (die die Stadtfuehrung gemacht hat) ins Restaurant Blues Cafe essen. Wie der Zufall es wollte war da wieder einmal ein deutscher, den M. Schon kannte. Durch ein Projekt der Weltbank hat dieser ueber 60-jaherige Deutsche die komplette Kontrolle fuer zwei Jahre ueber die Staedtische Wasserversorgung uebergeben bekommen. Mit ihm zusammen war ein Russe, der Mitarbeiter dabei. Es gab etwwas zu essen und viele Schweizerwitze von E. dem Deutschen, welche doch ziemlich amuesant waren. Dies meisten habe ich des Cognak, Vodkas und Bieres wegen vergessen.

Am zweitletzten Tag in Samaqrand machte ich noch fuer meinen bevorstehenden Visaantrag Fotos im Fotogeschaeft, die waren zum todlachen komisch, denn ohne Zuschlag konnte ich mir per PC-Nachbearbeitung eine Krawatte und Jaquett zufuegen lassen.

Der letzte Tag konnte endlich mal ohne Wecker gestartet werden. Am Mittag habe ich mir noch etwas Esswaren auf dem Basar gekauft, im Hotel, indem ich naechtigte wurde eine grosse Reisegruppe Deutsche erwartet, doch just in dem Moment ist der Strom ausgefallen, was in Samarqand taeglich geschieht. Das war fuer die Hotelinhaber sehr dramatisch, denn die deutschen-Altersheimtouristen, wie ich sie gerne nannte haben gleich beschlossen in ein anderes Hotel zu gehen, wegen ihres sensiblen Gesundheitszustandes. So musste ich dann mit der Hotelmannschaft zusammen die schon gekochte Suppe essen und hatte fuer ein paar Stunden einzelbetreuung.

Um 17 Uhr fuhr dann der Registon vom Bahnhof ab. Ein wirklich schoener Zug. Mit TV in der ersten Klasse und Lunchpaket, auch einen Krug heissen Tee war inklusive. Wie immer in Usbekistan haben sich schnell spannende Unterhaltungen eingestellt. Nach vier Stunden sind wir M. und ich in Taschkent angekommen und dort begaben wir uns schnurstraks ins SMI-Kaffee/Club. Ein auf europaeisch getrimmter Club mit lautem Durchschnittssound. A. erwartete uns da schon, welchen ich in Buchara Kennengelernt habe, der Deutschlehrer. Etwas spaeter sind wir noch in einen anderen Musik-Club gegangen, wo mehr Metal und 80-er gelaufen sind.

Ich konnte dann bei A naechtigen und drei weitere Tage dort verbringen. Dabei habe ich Taschkent kennengelernt, die Hauptstadt Usbekistans mit 2.6 Mio Einwohnern. Am Montag dem 2.4. musste ich dringend auf die kasachische Botschaft um mir ein neues Visa machen zu lassen, weil ich nicht daran gedacht habe vond er Schweiz aus ein Multiple-Entry Visum zu machen. Da hoffte ich, dass die mir keine Probleme machen wuerden. Mit der Taschkenter Metro bin ich dann gefahren, die ist wirklich cool. Alles in Marmor gehalten und sehr schoen dekoroert. Leider nicht moeglich zu fotografieren, sonst haette ich noch ein paar Monate mehr in Usbekistan bleiben muessen. Denn die U-Bahn ist zusatzlich mit gruenen Polizei-maennchen dekoriert. In der Botschaft musste ich eine halbe Stunde warten, bis ich mein Anliegen schildern konnte. Dann erklaerte ich, dass ich dringend das Visum haben muesste und zeigte auch das Flugticket, welches fuer zwei tage darauf ausgestellt war. Die Angestellte sagte mir, ich solle am Abend anrufen, wann ich es holen koenne.

Es folgte ein Essen mit einer Kollegin von M. welche in Deutschland beid er Deutschen Welle ein Praktikum gemacht hat. G. ist ihr Name. Mit ihr zusammen haben wir einen Kaffee getrunken. Um vier habe ich angerufen, in der Botschaft um zu fragen, ob das Visum fertig sei. Die sagten mir, dass das erst morgen moeglich sei. Davon wollte ich mich selber ueberzeugen. Mit dem Taxi zur Botschaft zurueck. Da habe ich erst etwas mit der Schalterdame diskutiert. Das fruchtete nicht. Ich sagte ihr, sie soolle doch bitte den Konul anrufen, was sie tat. Auch ihren Namen, Gulia gab sie mir da schon preis. Beim Konsul angekommen musste ich platz nehmen. Ich erklaerte diesem Mithilfe Gulias englisch meine Situation. Der Konsul stellte mir ein paar Fragen, warum ich so haefig nach KZ reise, ob ich da Geld verdiene und so weiter. Ich habe ihm im Gespraech meine Webseiten Adresse gegeben und ihm gesagt, er solle sich doch die Bilder anschauen. Dies Tat er auch und er schien kein Problem damit zu haben, was er sah. Leider funktionnierte der Computer nicht, so musste er das Visum von Hand ausfuellen. Als ich die Treppe mit Gulia hinunterstieg fragte diese mich, ob mir Usbekistan gefaellt. Ich sagte, dass ich Kasachstan insegasmt sympatischer faende. Sie sagte darauf, wenn sie entscheiden koennte wuerde sie am liebsten in ein Land wie die Schweiz gehen.

Gestern hat mich A. eingeladen in die Schule zu kommen, wo er im deutschen Zweig unterrichtet. Ich konnte da eine eine Stunde am Unterricht teilnehmen und ich muss sagen, A. ist ein super Lehrer. Die Kinder sind so um die vierzehn gewesen und haben auch bei einer Gruppenarbeit aktv mitgemacht. Nicht ohne Hintergedanken hat mich A. in die Schule mitgenommen. Er wollte mich fuer ein Gespraech mit zwei Schuelern einspannen, etwas ueber die Schweiz und deren politischen Szstems zu erzaehlen. Das haeb ich gern gemacht. Die beiden Schueler haben schon in Deutschland gelebt, einer ein Botschaftersohn, der Andere der Sohn einer Aerztin. Fuer sie war es schwierig wieder nach UZ zurueckzukommen.

Heute morgen bin ich um sieben an den Flughafen Tschkents gefahren, habe mich da auf den Aerger welcher mir drohte vorbereitet. Ich hatte eine Zolldeklaration bei Ankunft nicht zusgefuellt, welche auch als Registrierung galt. Beim Zoll angelangt vegann der Aerger gleich, der Beamte fragtemich einmal hoeflich nach der Registrierung, beim zweiten Mal nicht mehr hoeflich. Ich konnte ins Separee und dort musste ich mein Geld und andere Wertsachen ausbreiten. Ich haette mich nicht gewundert, wenn ich mein Geld losgewesen waere. Nach einer laengeren Diskussion und verschiedenen unhaltbaren Argumenten meinerseits erledigte sich die Angelegenheit aber erstaunlich schnell. Der Flug nach Almaty verlief problemlos.

Im Anschluss Fotos – 1- Samarqand

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Hier sind dreizehn Postkarten, die ich am Bazar in Almaty gefunden habe. Sie zeigen die Stadt Karaganda, welche damals 1972 noch zur UDSSR gehörte. Die Stadt Karaganda liegt mitten in der Steppe Kasachstans, nahe der neuen Hauptstadt Astana.

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Es war heute spannend zuzusehen, wie die KasachInnen den Tag der Republik feiern. Auf dem Zentralen Platz war fuer die Zuschauer abgesperrt, sodass man einmal nicht von den Autos und deren Abgasen belaestigt wurde, sondern durch die Ueberlaute Volkspopulistische Musik. Schoen war es den ganz verschieden Menschen zuzuschauen, wie sie herumspazierten, ihr Eis assen oder bIer tranken. Wirklich frei scheint sich das Volk aber noch nicht zu fuehlen. Die Partystimmun ist nicht allzu ausgelassen, man koennte sogar ab und zu das Wort „bedrueckend“ verwenden.

Es war aber eine bereichernde Erfahrung, da ich bis jetzt in KZ noch kein solches Volksfest erlebt habe.

Und somit leite ich ueber zum zweiten Teil des Berichtes, welcher sich mit unserem gestrigen Ausflug an den Charryn Canion befasst:

Es ist unmoeglich, die Dimensionen der kasachischen Steppe in Fotos wiederzugeben. Endlose weiten, dazwischen einige Huegel, am suedlichen Horizont die Verschneiten Berge, die Grenze zu China, Usbekistan. Der Boden, der eine eintoenig braune Farbe hat entpuppt sich bei genauerem hinsehen als ein Gemisch aus einer imensen Gesteinsvielfalt. Ich habe 39 verschidenfarbige Steine gesammelt. Zwischen den steinen, feinster Sand. Es ist ein unglaubliches Gefuehl, darauf zu gehen, vergleichbar mit Harst (leicht angefrohrener Schnee). Da und dort Loecher im Boden, wenn man Glueck hat sieht einem frech und neugierig eine Wuestenmaus entgegen. Auch habe ich eine kleine Eidechse entdeckt, die sich tot stellt. Ueberall Wuestenpflanzen mit wunderschoenen farbigen Blueten. Die Sonne brennt, bis zu 45 Grad im Sommer. Vor uns eroeffnet sich der Canion der gleichzeitig auch militaerisches Sperrgebiet ist, also betreten Verboten.

Es ist erstaunlich dass vereinzelte Spuren der Zivilisation, sprich Abfall am Strassenrand gar nicht so extrem stoert. Er geht buchstaeblich unter in den weiten Dimensionen der Steppe. Ich komme mir vor wie in einem amerikanischen Road-Movie. Hungrig begeben wir uns auf die vierstuendige nach Hause fahrt mit dem Audi 100. In einem Bauerndorf essen wir in einem Restaurant.