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Am letzten Samstag hat in Almaty der Subbotnik stattgefunden, eines der wenigen Überbleibsel aus der Zeit der Sowjetunion. Der Subbotnik findet zweimal im Jahr statt. Im Herbst und im Frühling. Er kann im Frühling auch als grosser Frühlingsputz angesehen werden. Ich wurde zuerst darauf aufmerksam, als vor zwei Wochen auf der Webseite der Stadt Almaty ein roter Banner blinkte. Am 15.März sei Subbotnik. Es werden alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, die Stadt zu putzen, unentgeltlich sei verstanden.

Ich war müde von meiner Vernissage, wollte aber doch noch den Subbotnik sehen. Am eindrücklichsten war er in der Nähe von Schulen, wo dutzende von Primarschülerinnen und Schüler mit Rechen, Säcken und Handschuhen herumwühlten, putzten und Laub oder Äste und Abfall sammelten. Das zu lauter Musik, die aus mitgebrachten Stereoanlagen dröhnte. Auch bei Krankkenhäusern reinigten die Kramkenschwestern und Ärztinnen und Ärzte ihre Parkanlagen und Klinikeingänge.

Eine kleine Bilderauswahl vom Subbotnik sehen sie hier:

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3 Antworten
  1. Valentina
    Valentina sagt:

    Hallo Rafael! Verbringst du ganze Tage bei deiner Vernissage? Wie geht es, welche Reaktion oder noch früh zu sagen? Mache die Leute Kommentare in “Ausdrueckbuch”?
    Субботник kenne ich gut, er kann auch extra drin in Arbeitswoche, waehrend Arbeits- und Lenrtag sein…Das ist auch gute sowjetische Tradition, Lenin selbst hat ein Baum getragen…Collective event…and insight too!!!
    !!! :razz: !!!

  2. danillo dadaismo
    danillo dadaismo sagt:

    lustig, was ähnliches kenne ich aus westafrika. in gambia haben sie einmal im monat den “cleaning day”, aber dort siehts dann wie im krieg aus, weil alle ihr abfälle verbrennen! riechen tut es dann auch ganz toll…

  3. rafael
    rafael sagt:

    @Valentina: Nein, ich verbringe nicht den ganzen Tag bei der Ausstellung, oft gehe ich Mittags hin und dann schaue ich, dass die Aufseherinnen den TV richtig einschalten, und ich spreche ein wenig mit ihnen. Das ist sehr interessant. Es hat Personal, welches schon seit 13 Jahren im Kunstmuseum arbeitet!!! Was auch noch interessant ist, im Zusammenhang mit dem Museum, das ist der schnelle Wechsel der Führung. Vor drei Tagen habe ich in der Zeitung gesehen, dass das Museum einen neuen Direktor bekommen hat. Nicht einmal das Kader des Museums wusste von einer anstehenden Änderung. Insgesamt kann aber auch ein solches “Spiel” mit dem Personal als Politikum aufgefasst werden. Der Subbotnik hat mir sehr gefallen. Schade, dass es in der Schweiz so sauber ist, sonst könnte man sowas auch einführen, wie du ja in deinem Kommentar erwähnt hast, hat es etwas Kollektives, also etwas das die Zusammengehörigkeit fördrn kann.

    @danillo dadaismo: Ich hätt das in Kasachstan auch gerne mal auf dem Land gesehen, vermutlich siehts da nicht viel anders aus, als in Gambia!

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